
Agenten Erdogans bedrohen Oppositionelle und spionieren sie aus. Die Bundesregierung kann nicht viel dagegen tun: Die mutmaßlichen Täter sind häufig durch ihren Diplomatenpass vor der Strafverfolgung in Deutschland geschützt.
Was im Oktober 2017 in Hamburg geschah, hatte Seltenheitswert: Der türkische Journalist Fatih S. wurde vom Landgericht wegen Spionage zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sah es als bewiesen an, das S. 2016 im Auftrag des türkischen Geheimdienstes „Millî Istihbarat Teşkilâtı“ (MIT) Kurden in Deutschland ausspionierte. Für seine Tätigkeit erhielt er 20.000 Euro. Die musste er zusätzlich zu den Gerichtskosten als Strafe zahlen.




