ZDF bastelt an einem „Anstalts-Twitter“

 (2019) Foto: Florian.Kumb Lizenz: CC BY-SA 4.0

Das ZDF bastelt gemeinsam mit dem CBC aus Kanada, der schweizerischen SRG SSR und Belgiens RTBF an einem neuen sozialen Netzwerk. Das sagte ZDF-Intendant Norbert Himmler
im Gespräch mit dem Branchendienst DWDL: „Zusammen mit der gemeinnützigen Initiative New Public soll mit einem umfassenden Forschungs- und Entwicklungsprojekt eine neue Kommunikationsplattform in einem geschützten öffentlich-rechtlichen Raum entwickelt werden.“ New Publik verkündet auf seiner Webseite „Musks Twitter wird nicht der Stadtplatz sein, den die Welt braucht“ Wie in den guten, alten Tagen als das Internet noch neu war, schätzt man dort  Metaphern aus der Realwelt: Was damals die Piazza war, ist heute offenbar die Stadt. Man hat sich große Ziele gesetzt: „Dieser Moment großer Veränderungen in den sozialen Medien gibt uns ein

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„Warten auf Godot“ wird in Groningen gecancelt

Samuel Beckett wurde 1969 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet / Foto: wikipedia / Bibliothèque nationale de France / gemeinfrei

Uraufgeführt wurde Warten auf Godot in Paris im Jahr 1952 und ist einer der Wegweiser des absurden Theaters. Seit 70 Jahren ist das Stück von Samuel Beckett an europäischer Bühnen ein Klassiker, der immer wieder ins Programm genommen wird. Matthias Hartmann feierte damit am Schauspielhaus Bochum vor 20 einen großen Kritiker- und Publikumserfolg. Der Stoff ist vielschichtig interpretierbarund pendelt zwischen clownesker Spielerei und der Sinnlosigkeit allen Tuns. Ein Kulturzentrum im niederländischen Groningen hat die Aufführung eines Theaterstücks nun untersagt, weil darin nur Männer spielen.

Die englischsprachige Theatergesellschaft der Groninger Universität hatte nur Männer zum Casting für die fünf Männerrollen eingeladen. Daher darf das Stück nicht wie geplant im März im Kulturzentrum der Universität Groningen aufgeführt werden. Es gehe nicht an, dass Gruppen von Menschen ausgeschlossen würden, sagte eine Sprecherin des Zentrums der Deutschen Presse-Agentur.

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Documenta-Abschlussbericht: Ignoranz, Verharmlosung und Umdeutung

Friedrichsplatz 2022-06-21 by C.Suthorn cc-by-sa-4.0


Das Gremium zur fachwissenschaftlichen Begleitung der Documenta fifteen unter dem Vorsitz von Nicole Deitelhoff hat seinen Abschlussbericht vorgelegt. In Kassel reagierten Documenta-Geschäftsführung und künstlerischer Leitung im Skandal um antisemitische Werke demnach mit einem Dreischnitt aus Ignoranz, Verharmlosung und Umdeutung.

Ende Juli, die Debatte um Antisemitismus lief, angestoßen durch einen Beitrag des Blogs des Bündnisses gegen Antisemitismus Kassel, bereits über ein halbes Jahr, setzten der Aufsichtsrat und die Gesellschafter der Kunstshow ein Gremium zur fachwissenschaftlichen Beratung unter dem Vorsitz von Nicole Deitelhoff ein. Nachdem sich dieses bereits während der laufenden Documenta zu Wort gemeldet hatte und antisemitische Kunstwerke benannte, legte es nun seinen Abschlussbericht vor.

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