Ein Kunstwerk hat ein Vorleben, bestehend aus Übungen, Skizzen, Studien. Doch das, was zum fertigen Werk führt, bleibt dem Publikum oftmals verschlossen. Ideen werden verworfen oder durchleben mehrere Phasen. Mit ihrer Ausstellung „Resümee Cabral“ gewährt die Künstlerin Maria Teresa Crawford Cabral einen Einblick in verschiedene Phasen und Themen ihres Schaffens, aber lässt auch hinter die Routine ihrer Schaffensprozesse blicken.
Arno Eich: „Das Bedürfnis, etwas zu machen, ist stark!“; Foto: Peter Ansmann
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und das Schicksal der Menschen, die seit Wochen von der russischen Soldateska terrorisiert werden, berührt die Menschen in der ganzen Welt, besonders die europäischen Nachbarn.
Die Gräueltaten von Putins Truppe, die mordend und vergewaltigend durch die Ukraine zieht, hat eine gewaltige Flüchtlingswelle in Gang gesetzt: In ganz Deutschland, auch im Ruhrgebiet, kommen seit Kriegsbeginn Flüchtlinge an. Einige tausend von ihnen werden auch in Duisburg landen, viele sind bereits dort.
Der Wunsch zu helfen ist groß. Auch vor Ort in Duisburg. Das Kulturzentrum Steinhof im Süden von Duisburg nutzt jetzt sein Netzwerk aus Künstlern und Kreativen, um seinen Beitrag in dieser Krise zu leisten.
Am 6. April 2022 findet dort ab 19:30 Uhr das Benefiz-Konztert Help! Benefiz for Ukraine statt. Das Event wird live auf YouTube gestreamt. Die Erlöse werden zu 100% gespendet.
Der deutsche Literaturkritiker Ijoma Mangold bei einem Vortrag in Osnabrück im Februar 2016 Foto: Krimidoedel Lizenz: CC BY-SA 4.0
Ijoma Mangold ist Autor und Literaturkritiker. Im Interview spricht er über seine Kindheit in Heidelberg, über Identität und Zugehörigkeit sowie über heutige antirassistische Diskurse.
Herr Mangold, in „Das deutsche Krokodil“ erzählen Sie, wie Sie als Sohn einer Schlesierin und eines Nigerianers in den 1970er Jahren in Heidelberg aufgewachsen sind. Sie beschreiben darin, dass Sie sich für alles Afrikanische an sich oder an Ihrem Zuhause häufig eher geschämt haben. Können Sie sich heute erklären, warum das so war?
Ijoma Mangold – Ja, natürlich. Es ist ganz einfach: Menschen oder zumindest Kinder wollen gerne Normalität in ihren eigenen Verhältnissen haben, weil sie ein unbewusstes Gespür dafür haben, dass Abweichung immer mit einer Erhöhung des Risikos einhergeht. Das hat sich heute
Robert und Maximilian sprechen über die Netflix-Horrorserie Archive 81, die zweite Staffel von Witcher, die Thrillerserie Yellowjackets und Book of Boba Fett. Mit Utopia und Foyle’s War hat Robert auch mal wieder für euch im Schatzkästlein britischer TV-Unterhaltung gewühlt. Außerdem die Horrorfilme The Sadness und No exit und die News mit der Herr der Ringe Serie von Amazon, der neuen Serie von David Simon und was Sean Penn zu Zelenski zu sagen hat.
DJ Hell bei einem Besuch im Ruhrgebiet | Foto: Dominik Asbach
Er ist der Gentleman des Techno, Erfinder des Electroclash und legte schon als DJ auf einer Party von Playboy-Gründer Hugh Hefner auf. Die Corona-Phase war für ihn als DJ besonders hart – keine Engagements, somit keine Möglichkeiten an Jobs zu kommen. Zwischendurch war er ein paar Wochen in Mexico. Nun öffnen die Clubs wieder: am 22. April legt DJ Hell im Dortmunder Club Oma Doris auf. Im Interview sprechen wir über musikalische Vorlieben, sein schwieriges Verhältnis zu Arnold Schwarzenegger und warum er das Ruhrgebiet so anziehend findet.
Dem Hennes Bender seine Fans haben abgestimmt: „Die dickste Buxe vom Revier“ heißt sein fünftes Asterix-Album auf Ruhrdeutsch. Am 11. April erscheint im Egmont Verlag der Revier-Asterix, den man unter „Obelix GmbH und Co Kg“ in der hochdeutschen Version kennt: Von Zäsar seim Julius entsendet, zieht der Stratege Arminius Merzenmus seine Fäden, um die Kumpels im Dorf in sein kapitalistisches Netz zu verwickeln. Wenn er sich da nicht mal selber ein Beinchen
Jüdisches Museum Westfalen Foto: Museum2020 Lizenz: CC BY-SA 4.0
In dem Film „#jüdisch“ zeigen der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten deutsch-jüdischen Alltag aus der Perspektive junger Menschen. Der Film porträtiert fünf jüdische Menschen und zeigt ihre Sicht auf Religion, Zuhause, Humor, Tradition und Zukunft. Dabei kommen auch Themen wie Identität und Antisemitismus zur Sprache. Der 36-minütige Film kann kostenlos heruntergeladen werden.
Mischa Kuball: Les Fleurs Du Mal Lizenz: Copyright
Schön, wenn einem ein Licht aufgeht! Es mag sich an Ideen entzünden wie Mischa Kuball sie im Laufe seines 30jährigen Künstlerlebens in den öffentlichen Raum geworfen hat, als Störung im bürgerlichen Alltagstrott, Provokation oder Aufforderung zur Teilhabe. Als einziger Hochschullehrer für Kunst im öffentlichen Raum springt er überraschend wie ein Partisan aus
Warschau Altstadt 1945 by Polish Press Agency Public Domain
„Sie brauchen mehr als unser Mitgefühl und unsere Gebete.“ Sagte die Präses der westfälischen Landeskirche, Annette Kurschus, Anfang März der Funke Mediengruppe. Seit November 2021 ist Kurschus, was Margot Käßmann bis Februar 2010 war, Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, sie stellt fest: „Ihr Land“, das der Ukrainer, „wurde willkürlich und bösartig überfallen, sie haben das Recht, sich zu verteidigen.“ Und dann dieser Satz: „Wer bin ich, ihnen ins Gesicht zu sagen, sie sollten dazu Pflugscharen benutzen.“
Blamiert hat Putin alle und alles, Pop und Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, Medien und Kommentatoren, Kultur und Kirche, Käßmann und „Konkret“ und so weiter: Nicht dass Putin diesen Krieg führt, sondern wie er ihn führen lässt, wirft jeden, der dachte, er sei auf Höhe der Zeit, hinter sich selber zurück. So schlau wie heute war gestern kaum wer, gerade weil die Bilder aus der Ukraine heute so aussehen wie gestern die in der NS-Wochenschau. Die „Zeitenwende“, die alle erspüren, geht auf eine Impression zurück, einen Sinneseindruck, der das Denken verändert. Beispiel: die evangelische Kirche.
Wo wenig los ist, steigt häufig der Frust. Da bildet Waltrop keine Ausnahme. Archiv-Foto(s): Robin Patzwaldt
Es gibt Fehlentwicklungen vor der eigenen Haustür, die lassen einen als Beobachter, auch wenn man sich grundsätzlich schon seit längerer Zeit mehr Distanz dazu fest vorgenommen hat, einfach nicht kalt. Eine ebensolche Geschichte, musste ich heute der örtlichen Lokalzeitung entnehmen.
Auch wenn es sich bei den Geschehnissen im vergleichsweise kleinen Waltrop, sicherlich nicht im Detail um Dinge handelt, die hier im Blog die Maßen bewegen, möchte ich doch an dieser stelle wieder einmal davon berichten, auch weil ich dahinter im konkreten Fall schon eine gewisse Allgemeingültigkeit sehe, die vielleicht auch einige unserer Leser nachempfinden können, weil sie auch schon einmal in ihrer Stadt ähnliches miterleben mussten.