Corona-Schutz-Verordnung NRW: Verhindern, was man fördern will

Artists Against Antisemitism: Fehlfarben 2018 in der Christuskirche Bochum by (c) Olaf Rauch

Corona hat Öffentlichkeit verändert. Ihr Strukturwandel ist offenkundig, ein zweiter Jürgen Habermas wird sich beizeiten dafür habilitieren. Bis es soweit ist, gelten diverse Corona-Schutzverordnungen. Gestern hat das Land NRW seine aktualisierte Fassung bekannt gegeben, es steht wenig Neues drin. Für manche Branchen ist das gut, für die Veranstalter-Branche eher nicht. Sie aber ist entscheidend für die Frage, wie eine demokratische Öffentlichkeit wieder hergestellt werden kann.

Worüber Veranstalter –  mit der Christuskirche Bochum zähle ich dazu, wir zahlen Steuern und kriegen keine  –  worüber wir ungern sprechen derzeit: dass sich nur spärlich Tickets verkaufen. Die Auslastungszahlen sind traurig, die Vorverkäufe schleppen sich dahin, die Leute bleiben lieber zuhause als dass sie ein Risiko eingingen. Im staatsfinanzierten Kultursektor wenden sie das Schachbrettmuster schon freiwillig an,

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Filmbarone Episode 005 – Tomorrow War, Fear Street, Sweet Tooth

Pandemie mit phantastischen Tierwesen: ist das was für Kinder? Robert und Maximilian sprechen über die Comicverfilmung Sweet Tooth auf Netflix. Tomorrow War mit Chris Pratt – einfallsreiche Klimakrisenparabel oder Tenet in dumm? Außerdem die Syfy-Serie Resident Alien auf Sky, die „Fear Street“-Trilogie auf Netflix, die neue Staffel von Handmaids Tale. In den News sprechen wir über den Trailer der Dune-Verfilmung von Denis Villeneuve und einen merkwürdigen Beef zwischen Vin Diesel und Dwayne „The Rock“ Johnson.

Der Podcast ist auch über Spotify erreichbar.

Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund geht an Schriftstellerin Katerina Poladjan

Katerina Poladjan Fotos: Andreas Labes Copyright: Fischer Verlag


Die Berliner Autorin Katerina Poladjan wird in diesem Jahr den Nelly-Sachs-Preis, den Literaturpreis der Stadt Dortmund, erhalten. Die Entscheidung über die Vergabe des mit 15.000 Euro dotierten Preises fiel am 25. August in der Jury-Sitzung.

Mit dem nach Nelly Sachs benannten Literaturpreis ehrt und fördert die Stadt Dortmund alle zwei Jahre Persönlichkeiten, die überragende schöpferische Leistungen auf dem Gebiet des literarischen und geistigen Lebens hervorbringen und zur Verbesserung der kulturellen Beziehungen zwischen den Völkern beitragen.

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Weltkulturerbe: Landesregierung bewahrt Ruhrgebiet vor Blamage


Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat beschlossen, den Antrag der Stiftung Industriekultur und Denkmalpflege, aus dem gesamten Revier das Welterbe „Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“ zu machen, nicht an die Kultusministerkonferenz weiterzuleiten. Dem Ruhrgebiet bleibt so eine weitere Blamage erspart.

Die Bewerbung war frei von jeder Idee, nicht mehr als ein Haufen zusammengestoppelter Seiten. Man konnte ahnen, wie sie entstand: Jeder der Beteiligten durfte etwas hinzufügen und niemand fand den Mut nein zu sagen, um die brüchige Harmonie nicht zu gefährden. Wie schon 2013 war auch die aktuelle Bewerbung des Ruhrgebiets als Weltkulturerbe ebenso undurchdacht wie peinlich. Früh hatte sich aus guten Gründen eine Fachjury gegen das Projekt gestellt. Städte wie Bochum, Essen oder Gelsenkirchen die Pläne abgelehnt.

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Fletch Bizzel: „Das Ding ist durch“


„Das Ding ist durch“ heißt es unter Kollegen, wenn eine Story sich erledigt hat. Der Skandal im „Theaterverein Fletch Bizzel e.V.“ sollte eigentlich auch „durch“ sein.  Am 19. August hat das Arbeitsgericht entschieden: die vom Verein ausgesprochene fristlose Kündigung der Theaterleitung Cindy Jänicke und Till Beckmann ist rechtsunwirksam. Von unserer Gastautorin Sabine Brandi.

Alle gegen Cindy Jänicke und Till Beckmann erhobenen Vorwürfe wurden fallengelassen. Stattdessen wurde die Einflussnahme des Vermieters auf die Kunst vor Gericht deutlich.

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Auf geht’s! Die Westruper Heide in Haltern blüht!

Die Westruper Heide in Haltern. Foto(s): Robin Patzwaldt

Nach dem Ende der Ruhrbarone-Ausflugstipps-Saison 2020 hatten wir das Ziel, im Frühjahr 2021 frisch in eine neue Runde zu starten. Nun, die Corona-Pandemie hat uns dieses Vorhaben dann doch irgendwann aus den Augen verlieren lassen. Eine ganze Serie von frischen Ausflugstipps hat es hier in diesem Frühjahr und Sommer (bisher) leider nicht gegeben.

Ganz entfallen soll die Reihe aber dann doch nicht. Ich will heute die Gelegenheit nutzen, unserer Leserschaft zumindest ein paar frische Fotos aus der Westruper Heide bei Haltern im Kreis Recklinghausen zu zeigen. Dort war ich nämlich heute über Mittag zu Gast, konnte die blühenden Pflanzen dort bestaunen. Ist die Farbenpracht auch nicht ganz so ausgeprägt wie in einigen Jahren zuvor, ein Besuch dort lohnt sich in jedem Falle wieder.

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Hömma, Ende aus und Schluss


Ich fange mal so an. Eine gute Freundin hatte Ende Juli Geburtstag. Sie wurde 30 Jahre alt.
Grund genug, etwas Ordentliches zu schenken. Von unserer Gastautorin ************@***oo.de“ data-hovercard-owner-id=“120″>Angela Driesen.

Also gab es Karten für Kai Magnus Sting.
Duisburger Innenstadt, sie Wegbier, ich Pikollöchen. Dann sind wir zum Kantpark gelaufen.
Wir freuten uns auf einen schönen Mädelsabend, das war die Vorgeschichte und nun
komme ich zum Punkt:
Im Zelt vor der Veranstuntg herrschte coronagerecht Maskenpflicht, sehr gut organisiert.
Dann kam Kai Magnus Sting, nicht nur bekannt aus Duisburg, sondern auch Ziehsohn von
Hans Dieter Hüsch aus Moers.
Von Hömma und alten Geschichten meinte meine Freundin, ich sollte nicht so laut lachen
und die Leute stören, mir war das ziemlich egal. Kai Magnus Sting hatte meine Erwartungen
bei Weitem übertroffen. Ca. 150 Zuschauer sahen dies wohl ähnlich wie ich. Die Stimmung
war gut. Ich wurde mitgenommen in eine Welt, die ich von früher kannte. So ging es wohl
auch dem Publikum. Im Prinzip kam ich aus dem Lachen nicht mehr heraus, deswegen,
musste ich mich, nur meiner Freundin zuliebe, im zweiten Teil zurück halten, Nur damit ich
nicht auffalle.
Am Ende gab es Standing Ovations: Ich bin übrigens Besitzerin mehrerer CDs von Kai
Magnus, auch Tomate Mozella sehr hörenswert. Alle sgrn mir, dsss in Duisburg nix geht, das
Gegenteil wurde am Freitag bewiesen!

Schaubude dreier Avantgardistinnen

Bählamms Fest Foto: Volker Beushausen/Ruhrtriennale Lizenz: Copyright

Hören und Sehen vergeht einem an diesem Abend in der Jahrhunderthalle Bochum, wo im Rahmen der Ruhrtriennale Olga Neuwirths Animation Opera „Bählamms Fest“ aufgeführt wird. Sie basiert auf dem Stück „The Feast oft he Lamb“ von Leonora Carrington aus dem Jahr 1940,  in dem die Muse der Surrealisten auf der Flucht aus dem von NS-Truppen eingenommenen

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