Unser Gastautor Björn Casapietra ist Tenor und Schauspieler. Die Hähme, mit der Madonna nach ihrem gestrigen Auftritt beim European Song Contest überzogen wird, kann er als professioneller Musiker nicht nachvollziehen.
Madonna hat keine „Töne vergeigt“. Ihre Stütze hat versagt. Ihre Stütze war schwach. Es ist so unglaublich schwer mit zwei Liedern zu überzeugen. Viel schwerer, als ein ganzes Konzert zu singen. Bei einem Konzert kannst du warm werden, dich an die Akustik gewöhnen, Lied für Lied dich steigern. Wenn du nur zwei Lieder hast ist das Millionen mal schwerer als ein ganzes Konzert. Sie hat das gesamte erste Lied „Flat“ gesungen. Das heisst, die Töne waren im Grunde alle einen Hauch zu tief. Das hat nichts mit dem Singen zu tun sondern nur mit der Stütze. Und wenn die müde ist, wenn der Körper müde ist, dann funktioniert er nicht von null auf 100. Dann braucht er Zeit um langsam in Gang zu kommen. Ähnlich, wie ein kalter Motor. Hinzukommt, dass das in zunehmendem Alter nicht leichter wird.
Bochum im Jahr 1989, „Die Kassierer“ gab es erst knapp 4 Jahre und das dortige soziokulturelle Zentrum Bahnhof Langendreer wirkte noch etwas zu groß für die Band. Deswegen entwickelte man zusammen mit anderen Bochumer Kulturschaffenden das Manni-Weller-Show-Konzept. Ein Befreundeter Jurist, Alexander Behrendt wurde zu Manni Weller, Deutschlands einzigem
Es gibt nur wenige Bands, deren Leader so charismatisch sind, dass die Band nach dessen Tod einfach weiter existiert. Die Big Bands von Duke Ellington oder Charles Mingus sind Beispiele. Und natürlich das Sun Ra Arkestra. Die Legende, fast schon so etwas wie eine Religionsgemeinschaft zu sein, ist sicher auch ein Image-Trick gewesen. Aber angeblich haben die Mitglieder des Arkestras zeitweise wirklich wie in einer Kommune gelebt. Nach Sun Ras Tod führte zunächst John Gilmore die Band weiter. 1995 ging der Fackelstab weiter an Marshall Allen.
Dieser Vorreiter des Avantgarde-Saxofons und langjährige Mitreisende auf dem interstellaren Raumschiff wird in wenigen Tagen 95.
Erstaunlicherweise schreibt und spielt er immer noch, macht Platten und ist drogenabhängig. Und – gerade 40 geworden – noch am Leben.
Der letzte Provokateur des Rock’n’Roll, Peter Doherty ist zurück und performte heute Abend live mit seiner neuen Band The Puta Madres in der Kantine in Köln.
Dort stellte er, mit (Ex) Freundin Katia DeVida am Keyboard und Gitarrist Jack Jones, sein neues, Ende April erschienenes, selbstbetiteltes Album vor. Während seine Huskys über das Dach der Kantine streiften.
Miracoli ohne Pamesello? Viele Menschen sind erzürnt über die Entscheidung des Miracoli-Besitzers Mars
Im April erschütterte eine Entscheidung die Miracoli-Community: Das Unternehmen hörte auf, der legendären Pamesello Käse den Miracoli-Packungen beizulegen. Und wo man gerade dabei war, eine Kultmarke zu ruinieren, gab es auch weniger Tomatenmark fürs Geld – der Preis für eine Packung Miracoli wurde natürlich nicht gesenkt.Seitdem tobt auf der Facebook-Seite von Miracoli ein heftiger Streit, der nun weitere Auswirkungen hat: Auf Change gibt es eine Petition der Pamesello-Freunde und für den 31. Mai wurde eine Demonstration vor der Miracoli-Zentrale in Verden angekündigt. Ob sie tatsächlich stattfindet ist offen, der Anmelder reagierte bislang nicht auf eine Anfrage dieses Blogs.
Am Schadowplatz: In Düsseldorf wird, im Gegensatz zu Duisburg, die israelische Flagge von der Polizei geschützt; Foto: Peter Ansmann
Das Wetter: Heiter bis wolkig. Die Stimmung: Extrem gut.
Diese minimalistische Zusammenfassung, umschreibt den Israel-Tag 2019 eigentlich ziemlich genau.
Die jüdische Gemeinde Düsseldorf und diverse Partner hatten für den Israel-Tag, der in Düsseldorf am 16.05.2019 gefeiert wurde, geladen: Hintergrund: Die Gründung des Staates Israel am 14.05.1948. Neben israelischer Musik und kulinarischen Genüssen, stand auch das Thema Information ganz oben auf dem Programm.
Wiglaf war wie leicht Tucho, Wiglaf war streng wie Pohrt. Und dabei so höflich persönlich. Wie ein mittelschichtiger Punk. Der Hochdeutsch spricht.
Und akkurat: Langandauernde Erörterungen, ob es eineinhalb oder anderthalb hiesse – hatte ich in einer Autorisierung eines Interviews mit ihm. Wir sind dann trotzdem gute Freunde geworden.
Was sagt dpa? Zuviel.
Der Satiriker Wiglaf Droste ist tot. Er starb nach kurzer und schwerer Krankheit am Mittwoch im oberfränkischen Pottenstein, wie die Chefredaktion der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „Junge Welt“ am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Sie berief sich dabei auf den engsten Familienkreis. Droste wurde 57 Jahre alt.
Für die „Junge Welt“ schrieb Droste regelmäßig seit den 90er Jahren, seit Januar 2011 hatte er dort eine tägliche Kolumne. Zuvor war er unter anderem für die „taz“ wie auch für das Satiremagazin „Titanic“ tätig. „Er war ein wortgewaltiger Schelm“, wie ihn der Feuilleton-Chef der „Jungen Welt“, Alexander Reich, beschrieb.
Kaum eine Facette sprachlichen Ausdrucks war ihm unvertraut, zahllos die Themen und Gegenstände, die er ironisch-satirisch bearbeitete. Da war es kein Wunder, dass der Genussmensch Droste früher oder später sich auch dem Thema Essen und Trinken zuwandte. Zusammen mit dem Koch Vincent Klink gab Droste die Zeitschrift „Häuptling Eigener Herd“ heraus. In der „kulinarischen Kampfschrift“, wie sich die Publikation auch nannte, nahm Droste, wortgewaltig wie immer, unter anderem die Nahrungsmittelindustrie aufs Korn.
Berühmt wie berüchtigt war seine Fähigkeit, verbal auszuteilen. Dass er damit zuweilen aneckte, war eher untertrieben. Seine Engagements im Medienbetrieb begleiteten daher auch konsequent zahllose Brüche und Zerwürfnisse. Privat fand er seinen Frieden schließlich in der oberfränkischen Provinz, wo auch sein Leben endete.
Eine Trauerfeier soll es nicht geben. Der Wortkünstler will keine Worte über sich hören.
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