Auch im Zuge ihrer Anti-Eurovision Kampagne liefert die israelfeindliche BDS Bewegung mal wieder ein von ihr bekanntes (niedriges) Niveau. Aber dennoch ist das Logo auf diversen Ebenen noch mal besonders bemerkenswert (und zwar nicht im positiven Sinne) und verdient eine genauere Medienanalyse:
Das Logo selbst zeigt eine abgewandelte Form des eigentlichen Eurovision-Logos mit Stacheldraht versehen, gebrochenem Herzen und „ARTWASHING APARTHEID“ Untertext.
Auf diese drei Elemente möchte ich nun einzeln und gesondert eingehen:
1. Stacheldraht
Zuerst einmal ist dieser eine ganz offensichtliche und bewusste Anspielung auf die
Eine sehr griffige Anekdote aus der Frühzeit des mit Laibach eng verknüpften Kollektivs NSK (Neue Slowenische Kunst) ist die einstige Teilnahme beim traditionellen Jugendkunstwettbewerb im Rahmen von Titos Geburtstagszeremonien: Mit einem Gemälde eines athletischen Fackelträgers mit Standarte, auf der ein Emblem der jugoslawischen Flagge und eine Friedenstaube abgebildet waren, wurden sie zum Sieger gekürt. Kurz darauf wurde erkannt, dass das Bild die Überarbeitung eines Werks des Nazikünstlers Richard Klein war. Die jugoslawischen Farben überdeckten ein Hakenkreuz und wo die Friedenstaube abgebildet war, sieht man im Original einen anderen Vogel…
Nach zwei erfolgreichen Konzerten in Berlin und Hamburg im letzten Jahr, kehren Interpol im Juni abermals zurück auf die Bühnen der Bundesrepublik.
„Über Dinge zu schreiben, die mir wirklich passiert sind, hat sich auf diesem Album richtig angefühlt. In der Vergangenheit dachte ich oft, autobiografische Themen seien zu uninteressant, um davon zu erzählen“, äußert Sänger und Gitarrist Paul Banks über die Arbeit am aktuellen Album Marauder (VÖ: August 2018).
Seit 1997 macht er gemeinsam mit Gitarrist Daniel Kessler Musik, im Jahr 2000 trat Drummer Sam Fogarino der Band bei. Seit der Veröffentlichung ihres Debüts 2002 ist Interpol aus der amerikanischen Musikszene nicht mehr wegzudenken und konnte in der Vergangenheit sowohl hohe Chartplatzierungen als auch Beifall seitens der Musikkritiker verzeichnen.
„Marauder“ ist das inzwischen sechste Album der New Yorker – und erstmals holte sich die Band Unterstützung von Produzent Dave Fridmann, der in der Vergangenheit mit Künstlern wie MGMT, Mogwai und Flaming Lips zusammenarbeitete. Live lassen sich die neuen Songs hervorragend hören, so hat die Band im November schon bewiesen.
Spidergawd im FZW: eine tolle und originelle Rock-Show
Zu Shows von Spidergawd packt man sich am besten ein Wechsel-T-Shirt ins Auto, denn ihre Shows sind wild und gefährlich. So auch gestern Abend in der kleinen Halle vom Dortmunder FZW, an deren Eingangstür schon vor Konzertbeginn ein „Ausverkauft“ -Schild klebte.
Anekdoten, Skandale und wilde Stories: der in Bochum-Langendreer lebende Musikjournalist Christof Leim erzählt die besten Krach- und Lachgeschichten aus 100 Jahren Rock’n’Roll. Es geht um große Stars und große Songs, um Unfälle und Todesfälle, um Drogen, Sex und Superlative. Mit diesem Projekt kommt er für ein paar Termine auf Lesereise und gastiert nächsten Montag (11. März) damit im Pitcher in Düsseldorf.
Heimspiel in der Partykumpelstadt Dortmund: Dendemann rockt das Haus / Foto: Peter Hesse
Als Dendemann gesternabend seinen Song „Wo ich wech bin“ auf Phoenix West in Dortmund Hörde vor ausverkauftem Haus aufführt, ist der Zuspruch riesengroß. Die Halle bebt und alle feiern mit.
Ursprünglich stammt Daniel Ebel, so heißt Dendemann eigentlich, aus Wickede an der Ruhr – also nur einen Steinwurf von Dortmund entfernt. Seine Mutter war Fotolaborantin, sein Vater Kaufmann im Profilrohr-Bereich bei Mannesmann. Ein Leben lang den selben Berufskittel an.
Ein Band zwischen allen Genre-Stühlen: Die Türen / Foto: Markus S. Fiedler
Für das Münster-Konzert von Die Türen im Gleis 22 (Samstag, 2. Februar) verlosen wir 3 mal 2 Tickets. Die drei Bandgründer kommen aus der Umgebung um Borken. Dort spielten sie in einigen Schülerbands und kamen in den Jahren 2001 und 2002 nach mehreren Jobs und Studiengängen nach Berlin.
Das beliebte Punk-Film-Festival ›Too Drunk Too Watch‹ schlägt vom 24. bis zum 26. Januar wieder in Bochum auf. In der Alternativ-Kneipe Neuland werden an drei Tagen hintereinander jeweils ab 19 Uhr eine Rutsche ausgesuchter Filme präsentiert. An allen drei Tagen läuft Ausgesuchtes aus dem Pogo-, Pöbel- und Pilsbier-Universum. Wie schon bei bei den Vorläufer-Editionen ist der Eintritt frei, Spenden aber willkommen.
Diese Frau ist ein Unikum: Asia Argento ist als Tochter des Regisseurs Dario Argento im Jahr 1975 geboren. Bereits im Alter von neun Jahren hatte Argento erste Film- und Fernsehauftritte, größere Aufmerksamkeit erhielt sie erstmals 1988 für ihre Rolle im Film „Zoo“. Mittlerweile ist sie selbst Filmregisseurin und legt nebenher noch als DJane auf. Kommenden Samstag (12. Januar) legt sie im Hotel Shanghai in Essen auf, der Eintritt beträgt 12 Euro an der Abendkasse.
Max Raabe singt Chansons der 1920er Jahre / Foto: Gregor Hohenberg
Advent, Advent! Quasi als kleinen Adventskalender stellen wir jetzt bis zum heiligen Abend jeden Tag eine Band oder einen Einzelinterpreten aus dem Ruhrgebiet vor.
Letztes Törchen 24: Max Raabe. Obwohl der Sänger seit vielen Jahren in Berlin wohnt: ursprünglich kommt er aus Lünen, wo er am 12. Dezember 1962 geboren ist. Erste Gesangserfahrungen sammelte Max Raabe in einem Kirchenkinderchor in seiner Heimatstadt Lünen und in der Kantorei seiner Schule. Er besuchte später das Clemens-Hofbauer-Kolleg, ein Internat des Erzbistums Paderborn.