Christian Kullmann, Chief Executive Officer, Evonik Industries AG Foto: Lizenz: Evonik Industries AG
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Alice Weidel und Tino Chrupalla Bild: Sandro Halank, Wikimedia Commons Steffen Prößdorf Lizenz: CC BY 4.0
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Alice Weidel Foto (Archiv): Olaf Kosinsky Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE
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Mona Neubaur und Hendrik Wüste Foto Neubaur: Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen Foto Wüst: Raimond Spekking Lizenz Neubaur: CC BY-SA 2.0 Lizenz Wüst: CC BY-SA 4.0
NRW: Schwarz-Grün macht fünf Milliarden Euro neue Schulden…RP NRW: Machtkampf in der AfD…Correctiv NRW: Weidel und Chrupalla ermahnen den NRW-Landesverband(€)…FAZ
Antisemitische Demo in Duisburg Foto (Archiv): Roland W. Waniek
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Antisemitisches Weltbild, Rückseite: Documenta 15 by C. Suthorn cc by sa 4.0
Von „konstitutioneller Bisexualität“ zum „verirrten Begehren“ und weiter zum Judenhass im deutschen Kulturbetrieb: Ilka Quindeau setzt Antisemitismus auf psycho-sexuellen Grund, ruft dafür Adorno an – und allen Ernstes dazu auf, Die Linke zu wählen. Was stimmt nicht mit einer Theorie, die sich kritisch wähnt, dann aber konform geht mit einer Partei, die sich für Juden unwählbar macht?
„Antisemitisch sind immer die anderen.“ Der Satz hat Karriere gemacht, er stammt von Ilka Quindeau, Professorin für Klinische Psychologie und Psychoanalyse in Frankfurt, gemeint ist: Wer anderen vorwerfe, antisemitisch zu agieren, lenke vom eigenen Antisemitismus ab. Wenn von Judenhass gesprochen werde, gehe es nie um „die anderen“, sondern immer um „das Andere“ im eigenen Selbst, also um Selbstkritik. Die sie unaufhörlich einfordert bei „den anderen“, selber aber vermissen lässt.
Anfang Juli 2023 hatte Quindeau die Adorno-Vorlesungen am Frankfurter Institut für Sozialforschung gehalten, einst Denkort der Kritischen Theorie. Ihre Denkbewegung jetzt: von einem psychodynamischen Konflikt, der universell sei, hinein in den politischen Alltag der Bundesrepublik. Zur Bundestagswahl im Februar 2025 erklärte die Wissenschaftlerin, „Wissenschaft wählt Die Linke“, die trete dafür ein, dass Auschwitz sich nicht wiederhole. Kurz darauf erschienen ihre Vorlesungen bei Suhrkamp, abermals viel beachtet und freundlich besprochen, darin nun auch
Namensgeber Angry Bird (Symbolbild) Foto: TomH2323 Lizenz: CC BY 2.0
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Schiene (Symbolbild) Foto: Ion dumitras Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Der Leitsatz „Sagen, was ist“ galt für den Gründer des Spiegel, Rudolf Augstein (1923 – 2002), als zentrales Prinzip von Berichterstattung: Journalismus sollte Fakten recherchieren, Missstände aufdecken und die Realität möglichst wahrheitsgetreu darstellen. Heute sind suggestive Konstruktionen zu oft an der Tagesordnung. / Foto: KI-Montage
Es gibt Journalisten, die Missstände aufdecken. Und es gibt Journalisten, die Missstände erst herstellen. Die Artikelserie des SPIEGEL-Autors Hannes Schrader über das Berliner ZERA Institute gehört zur zweiten Kategorie. Seit Monaten wird aus jedem neuen Anlass dieselbe Geschichte erzählt: dieselben Vorwürfe, dieselben Personen, dieselben Andeutungen. Was nicht ins Narrativ passt, verschwindet. Dafür wird längst Widerlegtes immer wieder neu aufgewärmt. Bis heute bezeichnet Der Spiegel das ZERA Institute als „angeblichen Thinktank gegen Antisemitismus“. Ein Institut, das in der jüdischen Gemeinschaft breite Unterstützung findet und vom israelischen Botschafter persönlich als wichtige Initiative gegen modernen Antisemitismus gewürdigt wurde, entwertet Schrader mit einem einzigen Wort: „angeblich“.
Die folgenden Beispiele zeigen, dass es sich nicht um einzelne Fehlleistungen handelt, sondern um ein wiederkehrendes journalistisches Muster.