17. Mai: ‚Tag gegen Homophobie‘



Auch wenn man aktuell vielleicht leicht den Eindruck gewinnen könnte, dass halb Deutschland heute im Banne des am Abend anstehenden Pokalendspiels in Berlin zwischen dem BVB und den Bayern steht, möchte ich hier heute kurz noch erwähnt haben, dass der 17. Mai seit einigen Jahren auch der ‚Tag gegen Homophobie‘ ist:

Der International Day Against Homophobia (IDAHO) wird seit 2005 jeweils am 17. Mai gefeiert. Die Initiative zum Internationalen Tag gegen Homophobie ging von Louis-George Tin aus, der heute der französischen Sektion der International Lesbian and Gay Association vorsteht.

Ziel des Tages war es von Beginn an, internationale Aktivitäten zu koordinieren und Respekt für Lesben und Schwule einzufordern. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel strich.

Bei aller verständlichen Begeisterung rund um das zu erwartende Fußballfest am Abend, sicherlich am heutigen Tage ein weiterer Anlass, der es mehr als wert ist sich auch darüber mal ein paar Minuten lang Gedanken zu machen….

Pinkwashing – Verwaschener Antisemitismus

pinkwashing

Wie die Boycott, Divestment and Sanctions-Strategie “pinkwashing” LGBT-Rechte instrumentalisiert, um Israel zu  dämonisieren. Von unserer Gastautorin Carolin Mothes.

Was haben die rechtliche Situation von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Trans- oder Intersexuellen  mit dem Nahostkonflikt zu tun? Nichts. Eigentlich. Ein von bestimmten Kreisen aufgedeckter,  vermeintlicher Zusammenhang behauptet das Gegenteil und sagt „Israels schwulem  Propagandakrieg“ (Jasbir Puar) den Kampf an. Was das heißen soll? Israel benütze seine liberale Atmophäre gegenüber der LGBT-community um sich als modern darzustellen, gleichzeitig die  Palästinenser als minderwertig zu enttarnen und damit das eigene Fehlverhalten zu legitimieren.

Um das nachzuvollziehen, hilft es, sich eine Waschmaschine vorzustellen. Also etwas womit man  Sachen von Schmutz befreien, reinwaschen kann. Diese Metapher wird bemüht, um Institutionen  in den schillerndsten Farben zu diskreditieren: Firma x betreibt „green washing“ weil sie ein  Produkt als besonders umweltfreundlich deklariert, Firma y betreibt „blue washing“ weil sie  humanitäres Engagement zu Publicity-Zwecken nutzt. Seit einigen Jahren wird dieses Schema um die Farbe „pink“ und das Zusatzmittel „Antisemitismus“ ergänzt, die Intentionen bleiben gleich  zweifelhaft und das Denken weiterhin stupide.

Es ist schwer die Genese nachzuvollziehen, aber irgendwo zwischen linken Aktivisten,  Verschwörungstheoretikern, amerikanischen und israelischen queers, dem „transgenialen CSD“ in Berlin und der

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Rostlaube wird zum Objekt der Begierde



Aktuell kursiert im Netz ein wirklich bemerkenswertes Video, in dem ein Schwede seinen 20 Jahre alten Volvo 245GL zum Kauf anbietet. Das von ihm hierfür produzierte Werbe-Video setzt die Marketingstrategen der Autokonzerne schwer unter Druck. 🙂 Wirklich beeindruckend gemacht!

Also, wenn ihr gerade eine ‚alte Schleuder‘ sucht, die laut Verkäufer übrigens auch ‚ein echter Frauenmagnet‘ ist, hier ist Eure Gelegenheit! Für 7500 Schwedische Kronen gehört der Wagen Euch….

Ihr müsstet das Schmuckstück dann halt nur in Malmö abholen… 😉

Freiheitskongress in Berlin

ostkreuzAm Samstag, den 17. Mai 2014, lädt das Magazin NovoArgumente ein zum Freiheitskongress  nach Berlin-Friedrichshain. Von unserem Gastautor Johannes Richardt.

Eine Woche vor der Europawahl soll in der Ranch am Ostkreuz darüber debattiert werden, welchen Wert die Freiheit in der EU noch hat. In welchem Europa wollen wir leben und welche Rolle fällt dabei der Toleranz zu? Auf zwei Podiumsdebatten diskutieren u.a. die Publizistinnen Vera Lengsfeld und Gertrud Höhler sowie der Vorstandssprecher der Bürgeraktion „Mehr Demokratie“, Michael Efler. Sie sind herzlich dazu eingeladen zuzuhören, mitzudiskutieren und mit den dort anwesenden Freiheitsfreunden zu networken.

Programm:

1. Podiumsdebatte (10.30 Uhr – 12.00 Uhr)

„Club oder Bundesstaat: Welches Europa wollen wir?“

Für viele ist die europäische Integration zu einem abgehobenen Projekt bürokratischer Eliten verkommen. Ist es inzwischen mehr die Angst vor der Zukunft als der Wunsch nach Frieden und

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Köln: Bis zum Endsieg – Mobilmachung gegen ein jüdisches Museum

dom_koelnEine Bürgerinitiative in Köln versucht, das lange geplante Jüdische Museum zu verhindern. Unser Gastautor Gerd Buurmann hat sich mit einem offenen Brief auf seinem Blog Tapfer im Nirgendwo und auf  haolam an seine Mitbürger gewandt. 

Lieber Bürger in Köln,

der Du das Bürgerbegehren zur Erhaltung des Rathausplatzes der Stadt Köln unterschrieben hast,

Du gehörst zu den über 30.000 Personen, die ihre Unterschrift unter diesen Text gesetzt haben:

“Der Rat der Stadt Köln hat beschlossen, über den Ausgrabungen auf dem Rathausplatz einen musealen Großbau zu errichten. Dieser wird mindestens 2/3 der bestehenden Fläche verschließen. Durch die geplante Bauhöhe von 15 Metern entsteht ein massives Gebäude. Der ursprüngliche Charakter des Rathausplatzes geht dadurch unwiderbringlich verloren. Der geplante Gebäudekomplex rückt unmittelbar an die Renaissancelaube heran, sodass “Ecke Unter Goldschmied / Portalsgasse” stehend, die Sicht auf das gesamte historische Rathaus verdeckt wird.”

Was bist Du eigentlich für ein Kölner Bürger? Du weißt nicht einmal wo der Rathausplatz in Köln ist. Der Ort der Ausgrabung ist nicht der Rathausplatz! Der Rathausplatz war schon immer der Vorplatz direkt vor der Rathauslaube und dem Bürgerturm, wie dieser Holzstich aus dem 18. Jahrhundert zeigt. Gemacht wurde dieser Stich von dem Ort, den Du für den Rathausplatz hältst. Fällt Dir was auf? Das Bild blickt von oben. Ja, wie ist das denn möglich? Konnte der Künstler etwa fliegen? Nein, Du Tünnes, der Künstler stand vermutlich am Fenster. Da waren nämlich Gebäude!

Und jetzt schau Dir mal dieses Bild an. Es ist aus dem Jahr 1943 und zeigt die Rathauslaube von der Portalsgasse aus. Schau mal nach rechts. Was siehst Du? Leck mich

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Sanktionen: Playstationverbot für Putin

Der junge Wladimir Putin in KGB-Uniform Foto: Vladimir Putin Lizenz: www.kremlin.ru.
Der junge Wladimir Putin in KGB-Uniform Foto: Vladimir Putin Lizenz: www.kremlin.ru

Unser Gastautor David Schraven hat sich Gedanken über Sanktionen gegen Putins Russland gemacht und eine Liste des Schreckens zusammengestellt.

Um in der Ukraine irgendwas zu erreichen, muss Putins Kamarilla harte Sanktionen spüren. Nur so lässt sich der Friede für Europa langfristig sichern.

Meine Vorschläge.

– Keine Ladekabel mehr für iPhones:
Sollen Putins Freunde auf schwarze Handy-Bildschirme starren.

– Exportverbote für HD Fernseher:
Die Erinnerung an die matschigen Bilder aus der Breschnew Zeit wird die Kremel-Darlinge freuen.

– PlayStation Exportverbote:
Ihre Kinder werden knatschen – jeden Tag.

– Keine Ersatzteile mehr für Porsche, BMW und Mercedes:
Die russischen Straßen sind schlecht. Bald werden Putins Freunde wieder Lada fahren. Viel Spass!!

– Exportverbote für Stoßdämpfer jeder Bauart:
Und in ihren Ladas wird es bald wie von früher gewohnt klappern.

– Keine Hollywood-Filme mehr für Moskau:
Putins Freunde werden Spass entwickeln müssen mit Blockbuster wie „Igor macht Ferien auf der Krim“

– Keine HBO Serien für Russland:
Oder sie werden mit der spannenden Soap „House of Irkuzk“ klarkommen müssen.

– Ducati, Suzuki, Harley und Honda dürfen nicht mehr exportieren:
Viel Spass mit Ural oder Ish – diesem rollendem Schrott.

– Exportverbote für Armani und Dior:
Der modische Mann aus Moskau wird sich an Haute Couture Made in Murmansk gewöhnen müssen.

– Rolex Exportverbot:
Auch mit einer russischen Digitaluhr kann man in Putinograd bei den Damen punkten. Da bin ich sicher.

– Importverbot für russisches Gas auf sechs Monate:
Damit Putin merkt, dass wir es ernst meinen.

Der Bürgerfunk, der Bunker und der Bürgermeister

Der Autor des Textes in seiner Musiker- und Filmemachphase
Der Autor des Textes in seiner kurzen Musiker- und Filmemacherphase Foto: Rainer Rogowski

Morgen nehme ich an einer Podiumsdiskussion zum Thema Bürgerfunk der Landesanstalt für Medien (LfM) teil. Ich soll dabei über meine Erfahrungen beim bloggen berichten. Und warum ich ein Problem mit der Förderung des Bürgerfunks habe. Ich hab mir dann mal ein paar Gedanken gemacht – vor allem zum Thema Förderung von Medien und Bürgerfunk.

Beginnen wir mit einer, nein mit zwei Erfahrungen, die mein Verhältnis, was Unterstützung vom Staat betrifft, entscheidend geprägt haben.

In den 80er Jahren habe ich zusammen mit ein paar Freunden, wir gingen alle noch zur Schule, in einer Band gespielt. Unser  Proberaum war in einem Jugendzentrum in Gladbeck und dort gab es auch eine Videokamera. Heute sind Videokameras billige Gadgets. Mit fast jedem Handy kann man HD-Aufnahmen machen, jeder Mac ist schon durch die mitgelieferte Software ein halbwegs vernünftiges Gerät zum schneiden, mischen und vertonen. Das war vor über 30 Jahren anders – eine Videoausstattung lag außerhalb der finanziellen Möglichkeiten von Kids wie uns. Schon für unsere Instrumente, ich versuchte mich an der E-Gitarre, gingen wir in den Ferien jobben. Eine Kamera war nicht drin. Umso dankbarer waren wir, dass es eine Kamera im Jugendzentrum gab, die wir benutzen konnten und einen sehr netten und hilfsbereiten Techniker dazu, der uns alles erklärte. Unser von jugendlicher Hybris geprägter Plan war: Wir machen einen Film und die Musik dazu gleich mit. Die Idee hatten wir aus einer Science-Fiction-Kurzgeschichte geklaut: Ein paar Menschen stellen fest, dass der Mond in einer Nacht auf einmal sehr hell geworden ist.

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Evolution und Vergeblichkeit

Straßenhund – Foto: GNUFDL Wikimedia Lizenz: GNU

Es ist gar nicht lange her, da lebten im Ruhrgebiet noch Neandertaler. Ich weiß zwar nicht, wie die Gegend unter ihnen damals hieß, auch sind die Verwandschaftsverhältnisse zu uns eher gering, sie hatten größere Gehirne, einen robusteren Körperbau, waren uns praktisch in allen Belangen überlegen, und doch starben sie aus, je nach dem für wie alt man ihre übrig gebliebenen Knochen an den verschiedenen Fundorten hält, eventuell noch bevor heute typische Menschen in Europa anzutreffen waren.

Dieses Aussterben gibt Forschern Rätsel auf. Geschichtliche Prozesse wurden in früheren Jahrhunderten durch das Wirken einer göttlichen Vorsehung erläutert, jedoch nicht kausal erklärt. Weil verstehen, das war der große Vorteil dieses Glaubens, ließe sich eine solche Vorsehung kaum. Zwar könnte man anmahnen, dass von Neandertalern keine Geister-, Götterfiguren oder -bildnisse überliefert sind, ja nicht einmal Kunst, dass die göttliche Vorsehung deshalb den Ungläubigen den Garaus machte, doch würde man dabei Theologie und Wissenschaft auf eine unheilvolle Art und Weise vermischen, aus dem vorgeschichtlichen Problem ein religiöses Rätselspiel machen. Heutige Menschen waren oft damit überfordert, ihr Unwissen einzugestehen. Man erfand geheimnisvolle Rätsel und schmückte sie adrett aus!

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