Die leeren Drohungen der UEFA in Richtung FIFA

Das Hauptquartier der FIFA in Zürich. Quelle: Wikipedia, Foto: MCaviglia www.mcaviglia.ch, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Das FIFA-Hauptquartier in Zürich. Quelle: Wikipedia, Foto: MCaviglia www.mcaviglia.ch, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es sind aktuell bekanntlich die Tage in denen hierzulande die letzten Fußballentscheidungen der zu Ende gehenden Saison fallen. Eigentlich also eine Zeit, in der das Sportliche für die Fußballfans in Deutschland noch einmal im Mittelpunkt stehen sollte.
Doch die jüngsten Verhaftungen im Umfeld der FIFA haben das Licht in den letzten Tagen dann doch sehr auf den Kongress des Weltfußballverbandes in Zürich gelenkt, wo der umstrittene Joseph S. Blatter gestern dann tatsächlich, ungeachtet all der Skandale der letzten Zeit, erneut zum Boss dieser Organisation gewählt wurde. Sehr zum Unverständnis weiter Teile der Menschen in Deutschland und in ganz Europa.
Blatter, der in diesem Zusammenhang sehr von der Tatsache profitiert, dass bei der FIFA jedes Mitgliedsland, unabhängig von Größe oder etwa der Anzahl der dort aktiven Fußballspieler, jeweils genau eine Stimme hat, konnte in der Abstimmung am Freitag 133 Stimmen auf sich vereinigen. Sein Gegenkandidat, der wenig charismatische Prinz Ali trotz starker Unterstützung gerade aus dem Bereich der UEFA, am Ende ’nur‘ 73.
Der Schweizer, der für den Verband bereits seit über 40 Jahren arbeitet, ihm auchschon seit 1998 vorsteht, hatte allerdings nicht nur eigentlich bereits bei der letzten Wahl seinen Abschied schon konkret in Aussicht gestellt, woran er sich nun offenkundig nicht mehr gebunden fühlte, er ist nun auch immerhin schon bereits stolze 79 Jahre alt. Und ausgerechnet er soll nun also die FIFA erfolgreich durch diese schwierigen Zeiten führen, die dringend notwendigen Reformen einleiten und umsetzen? Daran glaubt wohl letztendlich niemand wirklich.

Es ist viel eher anzunehmen, dass seine Befürworter, welche in der FIFA noch immer deutlich in der Überzahl sind, wie man gestern erleben musste, das System gar nicht wirklich ändern wollen, da sie gerade von ihm und seiner Regentschaft in dieser Form profitiert haben und auch weiterhin werden.

Und Blatters Gegner? Sie haben es ein weiteres Mal versäumt rechtzeitig und entschieden einen starken Gegenkandidaten zu nominieren, ihren zunächst entschlossen wirkenden Kritikansätzen auch entsprechende Taten folgen zu lassen. Und diese Kritik gibt es ja schon lange, und längst auch nicht nur gebunden an den jüngsten Bestechungsskandal. Wer sich für Fußball interessiert, der hört von der Kritik am ‚System Blatter‘ schon seit Jahren. Nun werden sie alle mit voraussichtlich weiteren vier Jahren der Blatter-Regentschaft im Weltfußball leben müssen.

Viel Grund zu Optimismus, dass sich in absehbarer Zeit wirklich etwas verändern bzw. verbessern könnte im großen Weltverband gibt es trotz des ‚Achtungserfolges‘ der Blatter-Kritiker, welche ursprünglich nur mit rund 50 Gegenstimmen gegen den Schweizer rechnen durften, am Ende dann immerhin 73 Gegenstimmen zusammenbekamen, wohl auch weiterhin nicht.

Die im Raum stehende Boykottandrohung der nächsten Fußball-WM in Russland etwa, oder gar ein Austritt der UEFA aus der FIFA dürften reine Drohgebärden sein und bleiben, auch wenn ein großer Teil der Öffentlichkeit hierzulande dies wohl auch unterstützen würde. Auch hier stehen mächtige Geschäftsinteressen einem solchen Handeln im Wege.
Und nicht einmal in Europa sind sich alle Verbände in ihrer Blatter-Ablehnung wirklich einig, haben nur rund 45 der über 50 europäischen Vertreter in Zürich am Ende auch gegen Blatter gestimmt gestern. UEFA-Chef Platini ist somit am Ende wohl der große Verlierer der FIFA-Tagung in Zürich. Von ihm ist außer ein paar leeren Drohungen in Richtung Blatter am Ende nichts in Erinnerung geblieben.
Und dem Vernehmen nach könnte in nächster Zeit dann wohl auch die ‚Rache‘ des Joseph S. Blatter folgen. Denn dieser hat gestern bereits in einer Rede nach seiner Wiederwahl angekündigt im Exekutivkomitee der FIFA die Gewichtung der einzelnen Kontinentalverbände neu ausrichten zu wollen und auch die Anzahl der WM-Teilnehmer bei den Fußballweltmeisterschaften neu zu organisieren. Beides dürfte nicht zum Vorteil der Europäer ausfallen.
Auch Blatter weiß eben, wem er seine Widerwahl gestern in erster Linie zu verdanken hat und wer ihm die Gefolgschaft verweigert hat.

Als Fußballfreund und -fan freut man sich da besser auf das anstehende DFB-Pokalfinale hierzulande, oder aber auf die ebenfalls noch ins Haus stehenden entscheidenden Relegationsspiele um den Bundesligaufstieg am Montag bzw. Dienstag. Gedanken an UEFA und FIFA hingegen, sorgen auch und gerade nach der FIFA-Sitzung in Zürich in dieser Woche unverändert lediglich für unnötig viel Verdruss bei den wahren Sportfreunden… Und daran wird sich so schnell vermutlich eben auch nichts ändern.

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14 Kommentare

  1. #1 | keineEigenverantwortung sagt am 30. Mai 2015 um 08:06 Uhr

    Fußball der Nationalmannschaften (auch in der UEFA) ist langweilig.

    Es gibt immer größere Endrunden, die Randverbände sollen aufgewertet werden…..

    Im Endeffekt kommt es dann wie schon bei der EM-Quali zu Spielen, die nicht benötigt werden.
    Ich schaue sie mir nicht mehr an. Da wird gegen Länder gespielt, die nicht größer als eine mittelprächtige Großstadt sind und alle reden vom gefährlichen Gegner.

    Europa und Südamerika sollten sich zusammenschließen und im 2-Jahres-Rhythmus ein Turnier wie bei der Eishockey-WM mit Gruppen und Finals ausspielen. Die Loser steigen ab, die Sieger sind automatisch qualifiziert.

    Falls vertragliche Verpflichtungen bestehen, kann man ja mit einer guten Z-Elf bei dem Weltturnier antreten.

    P.S.:
    Wer die Geldströme im Fußball beobachtet, die Ermittlungen auch der deutsche Behörden bspw. bzgl. teurer Uhren sieht, merkt schnell, was dort läuft.
    Fair Play gibt es für die Werbung. Im Hintergrund finanzieren viele Staatsunternehmen die Show.
    Die Grenzen sind sehr grau.

    In der Bundesliga wird es auch langsam bedenklich, wenn man bedenkt, welchen Einfluss die Konzerne auf Vereine haben.

  2. #2 | WALTER Stach sagt am 30. Mai 2015 um 11:52 Uhr

    Solange für Barcelona, Real Madrid,die englischen, die italienischen, die deutschen Spitzenclubs, für PSG in Franreich u.andere die FIFA besten- oder schlechtestenfalls ein notwendiges Übel ist, wird sich an den Aufgaben, den Strukturen, an der Finanzwirtschaft der FIFA mit oder ohne Blatter wahrscheinlich nichts Grudnsätzliches verändern.
    Warum denn auch -aus der Sicht der Gennanten-?

    Und uns Fußballfans ist doch auch die FIFA ziemlich egal.

    Korruptionsworwürfe, staatsanwaltschftliche Ermittlungen, die Figur Blatter?

    Ich registriere das mit Interesse, manchmal mit Verwunderungen, gelegentlcih nachdenklich und ordne das ein in die Normalität weltweit tätiger Unternehmens mit Milliarden Umsätzen, mit der FIFA-Besonderheit, dass die FIFA als gemeinnütziger Verein (!!) gilt und zudem das Führerprinzip verinnerllicht hat wie kaum ein anderes vergleibares Unternehmen.
    Folglich wird jetzt gegen FIFA-Aktivisten die Staatsanwaltschafts tätig, so wie vergleichbaren Fällen gegenüber anderen Unternehmen, wenn gegen staatliche Normen verstoßen worden ist, und nicht ,,jedenfalls nicht in vergleichbarer Qualität, durch Organe der FIFA im Interesse des Fußballsportes.

    Mein Dasein, mein Bewußtsein als begeisterter Anhänger des Fußballsportes, als Fan des BVB, des FC Barcelona und von Arsenal bleibt letztendlich von dem ganzen Spektakel weitgehend unberührt
    Seltsam?
    Mag sein.
    Es ist aber so ,
    und vermutlich stehe ich insofern nicht allein da.
    So wird heute ab 20.00 Uhr jeder Fußball-Fan wo und wie auch immer dabei sein, wenn das deutsche Pokalendspiel ausgetragen wird und er wird dabei keinen Gedanken auf die FIFA des Sepp Blatter verschwenden.
    .

  3. #3 | Robin Patzwaldt sagt am 30. Mai 2015 um 12:01 Uhr

    Auch ich bin ja, wie auch hier im Blog schon mehrfach beschrieben, eher ein Freund des Vereinsfußballs. Mit Nationalmannschaften bin ich noch nie so richtig ‚warm‘ geworden. Und das ‚Produkt‘ Bundesliga ist hier ja wohl nur indirekt bzw. am Rande betroffen. Trotzdem macht es mich stutzig, wenn ich höre wie groß alleine die aktuelle Finanzreserve der FIFA ist, wie viele Milliarden da umgesetzt werden, und das dann, bei all dem Gerede von Transparenz, noch nicht einmal veröffentlicht wird wie hoch die Bezüge eines Sepp Blatters sind. All das Geld muss ja irgendwo erwirtschaftet werden. Und so stammt es dann mehr oder weniger direkt von uns Kunden…

  4. #4 | WALTER Stach sagt am 30. Mai 2015 um 12:52 Uhr

    Robin,
    ja, "irgend wie" finanzieren wir als Zuschauer der Wm-Spiele vor Ort oder am Fernseher direkt oder indirekt die FIFA -auch mit jeder Coca-Cola, die wir trinken, oder mit dem Kauf von Artikeln der Fa.Addias.

    Aber das ist doch letztendlich von unserm Fußball-alltag so weit weg, daß uns nicht ernsthaft beschäftigt oder sogar zu Aktivitäten veranlassen könnte, an der FIFA, in der FIFA etwas ändern zu wollen. Mir geht es jedenfalls so.

    Selbst der DFB ist doch schon von uns Fußball-Fans weit weg.

    Wen interessiert, ob Niersbach oder sonstwer Präsident des DFB ist? Wen interessiert, was der DFB macht?Aufmerksam werden wir doch nur dann, wenn der DFB oder die FIFA sich daran machen wolllen, daß Regelwerk für den Fußball zu ändern und dann, wenn die DFB-Auswahl, sprich die sog. Nationalmannschaft, spielt.

    Ich denke, dieses Desinteresse der Fußballfans für Organisationen, die über die der Vereine hinausgehen, also das Desinteresse gegenüber dem DFB, der FIFA ermöglicht es letztendlich, daß dort immer wieder Personen in Führungspositionen gelangen, deren fachliche Qualifikation und manchmal auch charaktleriche Qualifitaktion fragwürdig erscheinen.
    Das gilt für Blatter. Das gilt aber mindestens in gleichem Maße für alldiejenigen, die sich seit Jahren nciht entschließen können, "ohne Rücksicht auf Verluste", das eigene Funktionärsamt eingeschlossen, das Unternehmen FIFA von Grund auf sachlcih und personell neu aufzustellen. So habe ich außer einigen wohlfeilen Sprüchen auch von Niersbach dazu nichts wahrgenommen (was ich auch nicht erwartet habe.). Und von Franz Beckenbauer, einem wichtigen Akteure im FIFA-Umfeld?

    Robin,
    was soll es?
    Wir haben heute das Pokalendspiel. Wir haben noch das Champ.lig Endspiel vor uns, worauf ich mich freue. Dann sind wir als Fans befaßt mit der Vorbereitung der Spielzeit 2o15/2o16 befaßt und dann wieder mittendrin im Fußballgeschehen der Spielzeit 2o15/2o16 und wir speziell mit "unserem BVB".
    Wer denkt dann noch an die FIFA und an Blatter nebst Konsorten?

    Ob und inwieweit die weiter Entwicklung einiger weniger Fußballvereine weltweit zu dominierenden Großtunternehmen im Produktbereich Fußball mit Milliarden Umsätzen letztendlich den Fußballsport für die Fans, besser dann wohl für die Konsumenten des Produktes Fußballl, noch mehr als bisher verändern werden, bleibt abzuwarten. Darauf hat die FIFA jedenfalls keinen entscheidenden Einfluß. Könnte sie den haben, wenn sie das wollte, ggfls. auch gegen den Willen der Großunternehmen auf dem Fußballmarkt? Ich bezweifle das.

  5. #5 | DAVBUB sagt am 30. Mai 2015 um 12:56 Uhr

    " Es ist viel geredet und berichtet worden über die Menschenrechte, über die Vergabepraxis, Bestechung, ja, auch über Tote hier in Katar, aber jetzt gilt`s. Jetzt rollt der Ball und Lahm…."
    So oder so ähnlich wird der Text von Bela Rethi oder einem anderen Kommentator lauten, wenn das Eröffnungsspiel in Katar startet, und wieder werden alle vor den Bildschirmen auf den Weihnachtsmärkten stehen, denn: WICHTIG ISS AUF'M PLATZ!
    Wie ist es eigentlich zur Vergabe der WM 2006 in D gekommen? Da schien doch eigentlich im Vorfeld Südafrika fest zu stehen?

    Die ganze Aufregung ist Teil der Aufführung und dient vor allem der Selbstvergewisserung der Europäer als moralisch Überlegene. Zudem liefert sie den Kommentatoren und Comedians Stoff für von moralischer Entrüstung triefende Kommentare, die das Publikum beklatscht, um anschließend DIE LIGA zu gucken, oder DIE WM, EM oder sonst irgendwas, Hauptsache Fußball.
    Wieso werden die Umstände der Vergabe der WM an D 2006 nicht einmal näher untersucht; diese Fragen will in D niemand stellen.
    Weil der deutsche Fußball ja sauber ist

  6. #6 | thomas weigle sagt am 30. Mai 2015 um 13:53 Uhr

    @ Walter Stach Auch wenn der Fußballfan beim hoffentlichen Spektakel nicht an Blatter denkt, die Herrschaften an den Mikrophonen werden ihn daran erinnern. Todsicher.
    @DAVBUB Herr Riexinger möchte die Umstände untersuchen lassen. Wobei es da nicht viel zu untersuchen ist. "Es gibt nur einen Rudi Völler" hat schon vor Jahren über die TITANIC gesagt. "Das sind die Jungs, die die WM nach Deutschland geholt haben." Mit einem Präsentkorb an den neuseeländischen Fifaverteter, der sich dann der Stimme enthielt. Die zweite wahrscheinlichere: Harald Schmidt hat damals mit einer verborgenen Kamera gefilmt, wie Blatter mehrere Umschläge geöffnet hat. nachdem er den letzten Umschlag geöffnet hatte, sah er einen höheren Geldschein und verkündete: "The winner is Germany."

  7. #7 | TuxDerPinguin sagt am 30. Mai 2015 um 15:36 Uhr

    obwohl eine WM nahezu mit einer EM identisch ist, hat das WM-Finale deutlich mehr Zuschauer als das EM-Finale. Beide sind dennoch die meistgesehenen Sport-Events der Welt mit dem CL-Finale….

    Die UEFA hat also gute Einnahmequellen neben der WM und könnte die FIFA massiv schaden durch einen Austritt und Konkurrenz-Gründung.

    Ansonsten kann man die FIFA nur über die Sponsoren treffen. Wenn die es so wahrnehmen, dass ihr Sponsoring sich nicht mehr lohnt, gibt's halt weniger Geld…

    mir sind Nationalmannschaften ziemlich egal. Ich verfolge eigentlich nur eine Vereinsmannschaft. Dafür aber täglich…

    Ich hab genug von Korruption und boykottiere daher einfach die WM und deren Sponsoren (was mir sehr leicht fällt im Übrigen, weil ich da bisher keinen Sponsor gesehene habe, von den ich Waren/Dienstleistungen kaufe)

  8. #8 | Klaus Lohmann sagt am 30. Mai 2015 um 15:55 Uhr

    @#5 DAVBUB: Da uns westeuropäischen "Sofasportlern" diese ach-so-wichtige Freizeitverbringung und damit ein Stück Entlangweiligung des Alltags genommen würde, wenn die entscheidenden – und deshalb ja auch in den USA in den Fokus der Ermittler geratenen – Mediengiganten evt. aus einem moralethischen Anfall heraus die WM- und EM-Übertragungen verweigern würden, wird hier weder etwas "Revolutionäres" passieren noch werden "olle Kamellen" aus der schmutzigen FIFA-Vergangenheit näher durchleuchtet.

    Und die Medien sind es im Moment ja selbst, die aus den Ereignissen um die Verhafteten kräftig Umsatz generieren. Die Doppelmoral lässt sich also ziemlich exakt auf Bildvermittler und Endkunden beschränken.

    Da bleibt dann wieder mal, wie auch schon bei den Ermittlungen gegen Armstrong, das gefällige Zurücklehnen und Zuschauen bei den Anstrengungen der Amis, denen wir als "Weltpolizei" ja gern alles aufhalsen, was uns lästig und zu aufwändig ist. Die Amis werden aber nicht locker lassen, weil die FIFA mit dieser mitten aus den vergoldeten Dunstnebeln des Zürichsees wabernden Altherren-Arroganz ihnen gehörig auf die Eier gegangen ist. Good 'ol Europe – shut your mouth and f.ck off!

    Also Popcorn und Pils auf den Tisch und warten, bis Blatter die Flatter hinter Gittern macht;-)

  9. #9 | WALTER Stach sagt am 30. Mai 2015 um 17:45 Uhr

    Thomas Weigle -6-,
    ja, es wird so sein, daß vor,während und nach der Übertragung des Spieles über die FIFA-Blatter Affäre gequatscht werden wird. So ist das nun einmal in allen gesellschaftlichen Bereichen, wenn medial eine Sache so hochgekocht wird, daß auch der Fußballreporter meint, seinen Senf dazu tun zu müssen.
    Aber man kann es ja schaffen, das Gequatsche gedanklich auszublenden.

    Heute geht jedenfalls für den BVB und für seine Fans, für DO und die Region eine Ära zu Ende, die "Klopp-Ära", die mehr als in anderen erfolgreichen BVB-Zeiten allen den Fußball in besonderer Weise hat erleben lassen:
    Fußball, wie er von J.Klopp verstanden, vermittelt, geprägt und vertreten wird, auf dem Platz, vor und nach dem Spiel und in einer stets amüsanten, ironischen,meistens auch inhaltlich nachdenkenswerten
    Kommunikation mit den Medien, deren Vertreter damit hier und da intellektuell überfordert wirkten.

    Deshalb ist der heutige Tag für die BVB-Fans ein besonders erinnerungswerter, egal wie das Spiel gleich
    ausgehen wird.

  10. #10 | Robin Patzwaldt sagt am 2. Juni 2015 um 18:47 Uhr

    Blatter ist soeben zurückgeten!!! (PK läuft live auf SSNHD)

  11. #11 | Robin Patzwaldt sagt am 2. Juni 2015 um 20:14 Uhr

    Kam gerade rein:

    "Stellungnahme von Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball zum Rücktritt von FIFA-Präsident Sepp Blatter:

    „Dies ist ein guter Tag für den Weltfußball. Sepp Blatter hat der FIFA mit seinem Rücktritt einen großen Dienst erwiesen. Alle, die für eine Reform der FIFA ernsthaft eingetreten sind, sind nun gefordert, mit konstruktiven Vorschlägen zur Einheit des Fußballs beizutragen. Glaubwürdigkeit und Transparenz müssen dabei an oberster Stelle stehen. Es gilt nun, möglichst schnell inhaltlich, strukturell und personell tragfähige Lösungen für die Zeit nach Sepp Blatter zu erarbeiten und auf den Tisch zu legen. Denn klar ist auch: Mit dem Rücktritt alleine sind noch lange nicht alle Probleme gelöst.“"

  12. #12 | WALTER Stach sagt am 3. Juni 2015 um 20:24 Uhr

    "Glaubwürdigket und………." -sh. Rauball

    Ich kann nicht erkennen, daß das Prädikat "Glaubwürdigkeit" im Zusammenhang mit der FIFA und mit Blatter den Funktionären des DFB mit Niersbach an der Spitze (und mit Rauball) zugestanden werden kann. Wem kann überhaupt aus dem Kreise der internationalen und nationalen Fußballfunktionäre weltweit noch Glaubwürdigkeit attestiert werden?
    Haben nicht alle mitgemacht? Haben nicht alle mit Blick auf die persönlichen Interessen das System "Blatter" zumindest stillschweigend geduldet?

    Und wenn das so sein sollte, dürfte es extrem schwer sein, das System Blatter total durch eine anderes -ein trransparentes, ein korruptionsfreies?-zu ersetzen, und das dann initiiert ,organisiert und verantwortet durch Persönlichkeiten, die aufgrund ihres bisherigen Tuns oder Unterlassen als glaugwürdig gelten können?
    Insofern stellt Rauball in seiner Stellungnahme abschließend ein Trivialität fest.

    Erste konkrete eigene Idee zur Sache oder zu geeigneten Führungskräften durch Rauball?
    Fehlanzeige!
    Nicht verwunderlich, denn Rauball und andere deutsche Fußballfunktionäre zählen nicht zu denjenigen, die sich durch eine hohes Maß an Zivilcourage,durch Mut zu selbständig kritischem Denken und durch Risikobereitschaft auch bezogen auf den eigenen Funktionärsstatus auszeichnen.
    "Mit diesen Typen" ist kein neuer (FIFA-) Staat zu machen".

  13. #13 | WALTER Stach sagt am 5. Juni 2015 um 16:47 Uhr

    Und jetzt werden als Blatter-Nachfolger "heiß gehandelt":
    Niersbach,
    Platinie,
    Beckenbauer -lt.Hitzfeld "….weil der so ehrlich ist."

    Wenn das so weiter geht und eine dieser Typen gewählt wird -sh.-12-Schlußsatz-, könnte es ja passiren, daß "man" sich Blatter zurückwünscht.

  14. #14 | Wäre Michel Platini als zukünftiger FIFA-Chef wirklich der bessere Blatter? | Ruhrbarone sagt am 29. Juli 2015 um 15:11 Uhr

    […] den letzten Monaten war der Franzose mit ‚seiner‘ UEFA beim Machtkampf mit Amtsinhaber Blatter häufig noch als Verlierer aus diversen internen FIFA-Auseinandersetzungen […]

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