
Die Produktion von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen in Nordrhein-Westfalen ist 2025 auf den niedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre gesunken. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) mitteilt, stellten 70 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes im vergangenen Jahr insgesamt 45,8 Millionen Tonnen her. Das waren 6,4 Prozent weniger als 2024 und 20,1 Prozent weniger als 2015.
Von der produzierten Menge wurden 28,2 Millionen Tonnen weiterverarbeitet. Auch hier verzeichnete die Statistik einen Rückgang von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die übrigen 17,6 Millionen Tonnen waren für den Absatz bestimmt.
Der Wert der Absatzproduktion lag 2025 bei nominal 13,8 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr sank die Absatzmenge um 6,2 Prozent, der Absatzwert ging um 10,7 Prozent zurück. Im Vergleich zu 2015 verringerte sich die Absatzmenge sogar um 24,3 Prozent.
Trotz des deutlichen Produktionsrückgangs lag der nominale Absatzwert noch leicht über dem Niveau von 2015. Während damals 12,4 Milliarden Euro umgesetzt wurden, waren es 2025 rund 13,8 Milliarden Euro. Die höheren Erlöse spiegeln jedoch vor allem die Preisentwicklung der vergangenen Jahre wider.
NRW ist traditionell das Zentrum der deutschen Stahlindustrie. Die aktuellen Zahlen verdeutlichen den anhaltenden Strukturwandel der Branche, die zugleich vor den Herausforderungen hoher Energiepreise, internationaler Konkurrenz und der Umstellung auf klimafreundlichere Produktionsverfahren steht.