
Chronologie: Katja Schneidt und die Medienkompetenz der Crowd

Katja Schneidt – die Bestsellerautorin hinter Büchern wie „Kopftuchland“, „Plötzlich Türkin“ oder „Die Wollnys – Die ungeschminkte Wahrheit“ – gibt sich in den sozialen Medien gerne als Verkünderin unbequemer Wahrheiten. Mit öffentlichen „Recherchen“ über eine „Verschwiegenheitsvereinbarung“, die Vergewaltigungsopfer angeblich nach der Silvesternacht auf dem Kölner Domplatz unterzeichnen sollten, erreichte sie eine breite Öffentlichkeit. Nachdem Ruhrbarone-Gastautor Georg Odergut ihr ein offensichtlich erfundenes Schriftstück zusandte, verbreitete Schneidt das Fantasiedokument in den sozialen Medien. Nachdem Odergut sich als Verfasser der „Verschwiegenheitsvereinbarung“ outete, debattierte das Netz kontrovers über Medienkompetenz in den sozialen Netzwerken und Ethik im Journalismus. Die Ruhrbarone haben eine Chronologie der Ereignisse erstellt.
DefektDefekt
DefektDefekt, Samstag, 9. Januar, 20.00 Uhr, Tsunami Club, Köln
Der Ruhrpilot

Köln: Land verweigerte Kölner Polizei angeforderte Kräfte…Express
Köln: „Die meisten waren frisch eingereiste Asylbewerber“…Welt
Debatte: Phallisch aggressives Verhalten…NZZ
Debatte: Der Mob hat uns alle missbraucht…Welt
Debatte: »Die Linke muss aufwachen«…Jungle World
Debatte: Das ist der Stresstest für den deutschen Willkommenskurs…FAZ
Debatte: Was tun mit der salafistischen Jugend?…Novo Argumente
Debatte: Des Rudels Kern…Spiegel
Ruhrgebiet: Berliner Currywurst mit Ruhrpott-Sauce…Morgenpost
Ruhrgebiet: Dortmunder will Ruhrgebiets-Thriller ins Kino bringen…Ruhr Nachrichten
Bochum: Flüchtlinge versammeln sich auf dem Rathausplatz…Der Westen
Dortmund: Live-Musik und Kuchenduft im Rekorder…Nordstadtblogger
Duisburg: Streit um um nicht gezahlte Stromrechnungen…Der Westen
Essen: Privates Schulangebot für Flüchtlingskinder…Der Westen
Ich habe den Maulkorb für Kölner Opfer gefälscht
Was kann man glauben? In den Tagen nach der gewalttätigen Silvesternacht von Köln wird der Ton immer schriller und die abenteuerlichsten Geschichten kursieren. Unser Gastautor Georg Odergut hat ein riskantes Experiment gewagt und ein vermeintlich brisantes Dokument gefälscht. Jetzt entschuldigt er sich bei den Getäuschten.
Sehr geehrte Frau Schneidt,
Sie wurden von mir angelogen. Dafür muss ich Sie um Entschuldigung bitten.
Ich habe Ihnen ein gefälschtes Dokument untergejubelt, das angeblich eine Verschwiegenheitserklärung für Opfer der Gewalt von Köln zum Jahreswechsel ist. Ich habe es von vorne bis hinten erstunken und erlogen. Sie fragen sich sicher warum. Lassen Sie mich das erklären.
Dortmund: Zeit von Adnan Januzaj beim BVB wohl schon wieder vorbei

Das hatten sich wohl alle Beteiligten ganz anders vorgestellt, als Adnan Januzaj im Sommer stolz beim BVB als Neuzugang präsentiert wurde. Der nach Meinung aller Experten hochtalentierte Belgier konnte sich beim BVB jedoch nicht ansatzweise so in Szene setzen, wie man es sich zunächst versprochen hatte.
In der Bundesliga nicht einmal in der Startelf, und auch komplett ohne eigenen Treffer, war von der hohen Einschätzung bei der Verpflichtung von Michael Zorc ( „Adnan ist ein hochveranlagter und technisch versierter Spieler, der unsere Offensivabteilung komplettiert“) nicht wirklich viel zu erkennen.
Nun ist das Abenteuer Dortmund für den 20-Jährigen nach bereits wenigen Monaten wohl schon wieder vorbei, noch bevor es richtig beginnen konnte.
Dortmund: Eisadler mit Hammer-Wochenende

Die Dortmunder Eisadler erwartet im wahrsten Sinne des Wortes ein Hammer-Wochenende. Am Freitag steigt um 20.00 Uhr im Eisstadion an der Strobelallee das Derby gegen die Hammer Eisbären. Und am Sonntag um 18:00 Uhr ist man in Ratingen beim Tabellenführer zu Gast.
Nach der knappen Niederlage in Lauterbach hat das kommende Wochenende für die Dortmunder Eisadler schon eine besondere Bedeutung. Bei zwei Niederlagen, und die sind gegen die beiden Top-Gegner durchaus im Bereich des Möglichen, hätte man erst einmal den Anschluss an die Tabellenspitze verloren.
Den Stora Vilan
Den Stora Vilan, Freitag, 8. Januar, 20.00 Uhr, Flöz K, Herne
Der Ruhrpilot

Debatte: „Es ist aufklärerische Menschenpflicht, jede Religion zu kritisieren“…Journal Frankfurt
Debatte: »Sie sind Helden«…Jungle World
NRW: Laschet sieht öffentliche Sicherheit in Gefahr…DLF
NRW: Das überfällige Ende der Ohnmacht…Welt
NRW: Wirtschaft präsent im Silicon Valley…RP Online
Debatte: Trotz aller Empörung – auch in Köln gilt der Rechtsstaat…Welt
Debatte: Gibt es rechtsfreie Räume in Deutschland?…FAZ
Debatte: Meine Erfahrung mit Sexismus in Deutschland…Cicero
Debatte: „Der Westen hat kaum noch Drohpotenzial gegen Kim“…Spiegel
Ruhrgebiet: „Wo ist die Stadt? Wo sind die jungen Leute?“…Coolibri
Ruhrgebiet: „Unsere Ansiedlung soll dem Ruhrgebiet Schub verleihen“…Bild
Bochum: Neue Hoffnung für die Kassierer…Der Westen
Dortmund: Mietvertrag des Cinestar-Kinos läuft 2017 aus…Der Westen
Duisburg: CDU will mehr Videoüberwachung in der Stadt…Der Westen
Essen: Flüchtlinge – Stimmung in Essen-Karnap droht zu kippen…Der Westen
NDR dementiert ESC-Liste ohne Kassierer

Es besteht noch Hoffnung für Qualität beim Eurovisions-Vorentscheid. Der NDR dementiert auf Eurovision.de eine im Netz kursierende Liste, auf der die Kassierer nicht vertreten sind.
Der Til-Schweiger-Tatort-Sender NDR bestreitet die Authentizität einer im Netz kursierenden Teilnehmerliste zum deutschen Eurovision-Vorentscheid ohne Die Kassierer (Ruhrbarone berichteten). Auf der Seite eurovision.de heißt es:
[D]ie angebliche Teilnehmerliste ist falsch.
Weitere Informationen zur Sendung wie Teilnehmer, Songs und die Moderation will der Sender nach eigenen Angaben in Kürze veröffentlichen. Möglicherweise besteht doch noch eine Chance für die Wattenscheider Wampenmusikanten, regulär den Vorentscheid zu gewinnen und die Bundesrepublik in Stockholm würdig zu vertreten.
Über 33.000 Musikliebhaber hatten nach der skandalumwitterten Nominierung des Sängers Xavier Naidoo für den Eurovision Song Contest 2016 die Teilnahme der Kassierer gefordert, die im Dezember auch einen Song beim NDR eingereicht hatten.