Der Ruhrpilot

Kabinett Kraft 2 Foto: Ralph Sondermann Copyright: nrw.de
Kabinett Kraft 2 Foto: Ralph Sondermann Copyright: nrw.de

NRW: Stabile Mehrheit für Rot-Grün…RP Online

NRW II: Die Tragödie von Solingen…Welt

Ruhrgebiet: „Unsere Vision für das Revier“…Welt

Ruhrgebiet: Fahnder knacken gefährliche Terrorzelle – Spuren nach Duisburg und Essen…Der Westen

Bochum: Star-Fotograf Anton Corbijn besucht Kunstmuseum…Ruhr Nachrichten

Bochum II: Günstiger Wohnraum wird knapp…Der Westen

Bochum III: Neuer Chef im Orlando…Der Westen

Dortmund: Bergbau behindert den Bau der Reha-Klinik…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Bürger planen eifrig mit…Der Westen

Essen: Frauenverein „Ana-Tolia“ hilft Türkinnen bei häuslicher Gewalt und Depressionen…Der Westen

Mit Asylkompromiss und Brandflaschen gegen “die Kanaken im Land”


Vor 20 Jahren hat eine große Koalition aus Union, FDP und SPD das Grundrecht auf Asyl faktisch abgeschafft. Eine direkte Lehre aus der NS-Zeit wurde somit entsorgt. Dass damit eine neue Phase der nationalen Selbstermächtigung eingeläutet wurde, zeigte sich auch in vielen Medien und auf den Straßen, wo der rassistische Mob tobte und zahlreiche Menschen ermordete. Im Mai 1993 erreichte der rassistische Terror in Solingen seinen bisherigen Höhepunkt. Von unseren Gastautoren Andreas Strippel und Felix M. Steiner von Publikative.

Die Grundgesetzänderung vor 20 Jahren markierte einen neuen Höhepunkt einer seit Mitte der 1980er Jahre geführten Kampagne gegen „Ausländer“ und „Asylbetrüger“, in deren Folge nicht nur Gesetze verschärft wurden, sondern auch Menschen ermordet. Das vereinte neue Deutschland entledigte sich einer der direkten Lehren aus der Nazi-Zeit, nämlich der Überzeugung politisch Verfolgten zu helfen. Damit läutete die Bundesrepublik auch eine neue Phase nationaler Selbstermächtigung und das Ende der Nachkriegszeit ein. Das Wort „Asylant“ wurde zum Schmähbegriff einer Nation, die sich mit rassistischen Parolen gegenseitig die Zugehörigkeit zur weißen Mehrheitsgesellschaft versicherte.

Rassistische Debatte um das Asylrecht

Schon seit Anfang der 1980er Jahre hatte die Bundesregierung Stück für Stück die Leistungen für Asylbewerber zurückgefahren. Mitte des Jahrzehnts verschärfte sich der ohnehin schon rüde Ton in der Debatte. Der rechte Flügel der Union kämpfte um sein völkisches Verständnis von Nation und gegen die Realität der Einwanderungsgesellschaft. Von 1986 an betrieb die Union – trotz teilweise innerparteilicher Auseinandersetzungen – bis 1992 eine Kampagne gegen das Asylrecht. Bereits 1985 verstieg sich Franz Josef Strauß zu der Aussage, dass ohne eine Änderung des Grundrechtes auf Asyl Deutschland „bald die Kanaken im Land“ haben werde.

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Borussenfront in London: „Schatten auf das Ansehen Dortmunds“

borussenfront_party-150x150Nur knapp hat der BVB gestern gegen die Bayern beim gestrigen Fußballfest in London verloren. Auch die Fans von Borussia Dortmund hinterließen einen guten Eindruck und feierten ruhig und friedlich. Alle Fans? Nein, denn auch Neonazis waren nach England gereist.

Wie die Polizei Dortmunder Polizei noch gestern Abend meldete, kam es am Rand des Champion-League Endspiels in Dortmund nicht nur zu Ausschreitungen, die von einer Gruppe von 50 Borussen-Fans ausgingen, zu denen auch Neonazis gehörten:

Einen besonderen Schatten auf das Ansehen Dortmunds in London warf zusätzlich, dass aus dieser Gruppe heraus zuvor in der Nähe des Wembley-Stadions ein Transparent mit der Aufschrift „30 Jahre Borussenfront Dortmund“ entrollt worden war.

Die 50, zumindest zum Teil rechtsradikalen Fans, wurden von der  Londoner Polizei festgenommen. Die Polizei Dortmund, die vor Ort war, hatte daran einen großen Anteil:

Den entscheidenden Hinweis auf die Gruppe erhielten die englischen Kollegen von den szenekundigen Beamten der Dortmunder Polizei, die sich zurzeit in London aufhalten und in den polizeilichen Einsatz eingebunden sind.

Frühstück

stadion--dortmund-grossBVB: Mannschaft feiert heute mit den Fans im Stadion…Ruhr Nachrichten

BVB II: Dortmunds Fußball-Fest des Jahres endet plötzlich…Ruhr Nachrichten

BVB III: Der Pott trauert um den Pott…Spiegel

BVB IV: Schwarz-Gelbes Meer und Lederhosen…FAZ

BVB V: Heynckes deutet baldigen Lewandowski-Transfer an…Welt

BVB VI: Weidenfeller reicht nicht…FAZ

BVB VII: Dortmund 1 Bayern Munich 2…The Sun

BVB VIII: Borussia Dortmund’s Jürgen Klopp rues Bayern Munich’s late winner…The Gurdian

BVB IX: Razor-sharp skills — and that’s just the losers…The Sunday Times

BVB X: Bayern Munich, Champion of Germany, Adds European Title…New York Times

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Der Ruhrpilot

Mahnmal in Solingen Foto: Frank Vincentz Lizenz: GNU
Mahnmal in Solingen Foto: Frank Vincentz Lizenz: GNU

NRW: „Es gab keine Reue“…Welt

NRW II: Mieten, kaufen, löhnen…FAZ

NRW III: Land will Armut im Revier bekämpfen…Der Westen

NRW IV: Kraft genießt die Flucht aus dem Land…Welt

NRW V: Löhrmann plant Umzug von Solingen nach Aachen…RP Online

NRW VI: Laumann als Chef des CDU-Sozialflügels wiedergewählt…BBV

Ruhrgebiet: Kämpferisches Ruhrgebiet…Queer

Ruhrgebiet II: Ideen für die Zukunft des Reviers…Welt

Bochum: Verteidiger besitzt Rechte an spektakulärem Mord-Fall…Der Westen

Dortmund: Mannschaft feiert heute mit den Fans im Stadion…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Wahlbündnis „Duisburgerschaft“ stellt sich erstmals vor…Der Westen

Essen: Stadt bietet erstmals Freiwilliges Soziales Jahr in Kitas an…Der Westen

Debatte: Die lange Tradition des grünen Antizionismus…Welt

Die Journalistenschelte der „Reichsumweltkammer“ war kein Ausrutscher

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In der vom Bundesumweltamt herausgegebenen Broschüre „Und sie erwärmt sich doch“ werden Skeptiker des Klimawandels an  den Pranger gestellt. Das war kein Ausrutscher –  wer nicht Teil der “Großen Transformation“ sein mag, ist aus Sicht der Behörde ein zu bekämpfender Störenfried.

Das Bundesumweltamt schätzt die Arbeit der Journalisten Günter Ederer, Dirk Maxeiner und Michael Miersch nicht. In seiner Broschüre „Und sie erwärmt sich doch“ erklärte die Behörde nicht nur die Klimadebatte für beendet, sondern stellte auch noch Klimaskeptiker an den Pranger:

Auch in Zeitungen und Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen tauchen mitunter Beiträge auf, die nicht mit dem Kenntnisstand der Klimawissenschaft übereinstimmen. Bekannt für derartige Beiträge sind die Journalisten und Publizisten Dirk Maxeiner und Michael Miersch. Die Autoren verfassten gemeinsam Bücher und schrieben für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Gegenwärtig veröffentlichen sie wöchentlich eine Kolumne in der Zeitung „Die Welt“. Beispielsweise lenkten Maxeiner und Miersch in ihrem Beitrag“ Klimadebattenwandel“ vom 03.02.2012 die Aufmerksamkeit auf ein „Stagnieren der Welttemperatur seit über 10 Jahren“ sowie auf die Sonne als Verursacher der Klimaerwärmung seit Mitte des letzten Jahrhunderts.

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Pornoladen: Sexuelle Selbstbestimmung im ,Sauspiel Essen‘!

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„Pornoladen“ heißt das neue Bürgerprojekt des Schauspiel Essen, das am Freitagabend umjubelt Premiere feierte. Sexarbeiter sowie Sozialarbeiter berichten über ihre Geschichten rund um das älteste Gewerbe der Welt. Regisseur Marc-Oliver Krampe beweist dabei mit seinem Laien-Ensemble und den beiden Profis Lisa Jopt und Johann David Talinski, wie authentisch und unterhaltsam eine Bühnenreise in den tabuisierten und stigmatisierten „Unterleib der Stadt“ sein kann. Ein Beitrag von unserem Gastautor Tim Walther mit  Fotos von Diana Küster.

Es war eine kleine Meldung, die manchen Essener Zeitungsleser von WAZ und NRZ am 7. September 2012 am Frühstückstisch wohl erst einmal schlucken ließ. „Schauspiel Essen will über Sex reden – Interviewpartner für Theaterprojekt gesucht“ lautete es noch harmlos in der Überschrift. In der Meldung selber ging’s dann zur Sache: „Gemeinsam mit Huren, Escorts, Strichern und Pornodarstellern, aber auch Freiern sowie Mitarbeitern und Besuchern von Sexshops, Erotikkinos oder Swinger- bzw. Sauna-Clubs will Regisseur Marc-Oliver Krampe ein Stück mit dem Titel „Pornoladen – Aus dem Unterleib der Stadt“ erarbeiten.“ Es solle „um die Arbeitsbedingungen von Sexarbeitern gehen, aber auch die ganz individuellen Gedanken und Gefühle von Sex-Anbietern und deren Kunden sollen zur Sprache kommen.“

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