Dortmund: Demo gegen Nazigewalt

Nach dem erneuten Angriff von Nazis auf die Kneipe Hirsch-Q in der Dortmunder Innenstadt kam es gestern Abend zu Protesten gegen Nazigewalt.

Gut 100 Menschen trafen sich um 16.00 Uhr am Stadtgarten um gegen Nazi-Gewalt zu demonstrieren.  In der NAcht zuvor hatte es einen Angriff von Rechtsradikalen auf die Kneipe Hirsch-Q gegeben, an dem nach Angaben der Bild-Zeitung auch der Nazi Sven K. Teilnahm. K. war wegen Todschlags an dem Punker Schmuddel zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt und erst kürzlich aus de Haft entlassen worden.

Die Demonstranten zogen vom Stadtgarten zur Reinoldi-Kirche. Einem Bericht des Dortmunder Antifa Bündnis (DAB) nach, war die Demo eine bunte Angelegenheit:

Die Demonstration zog – mit Bengalischen Lichtern untermalt – durch die Innenstadt. Auf Transparenten wurde dazu aufgerufen, gemeinsam gegen Nazis zusammenzustehen. Während der Demonstration wurden Flugblätter an Passanten verteilt, die über die Vorfälle in der Nacht auf Sonntag aufklärten.
Am Rande der Demonstration kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem Neonazi, der sich auf dem Weihnachtsmarkt aufhielt. Die Demonstranten ließen sich davon jedoch nicht beirren und zogen zügig weiter.

Die Polizei versuchte erfolglos der Demonstranten habhaft zu werden und führte danach recht wahllos Personenkontrollen in der Innenstadt durch.

Besinnlichkeit ohne Kitsch

Im Moment hat man ja die Wahl. Zwischen Terror, Datteln, Ruhr.2010, Assange und Ruhrstadt-Netzwerk einerseits (spannend, aber so unschön und/oder kompliziert). Und weihnachtlichem Friede, Freude, Eierkuchen andererseits (süß und klebrig).

Ein Ausweg aus dieser Misere: Schönes von hier, zum einfach mal Gucken, Zuhören und Staunen. Eine Audio-Slideshow übers Geigenbauen.

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Ja, das ganze ist schon ein Dreivierteljahr alt. Aber doch auch irgendwie zeitlos. Außerdem fanden die RuhrNachrichten unsere Idee offenbar so schön, dass sie sich direkt mal selbst dran versucht haben. Das nehmen wir mal als Kompliment und zum Anlass, das Teil nochmal zu zeigen.

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Der Ruhrpilot

Datteln: Politischer Kompromiss um das Kraftwerk…Der Westen

Dortmund: Hat dieser Totschläger mitgeprügelt?…Bild

JMStV: Umgehung der Alterskennzeichnung trivial?…Netzpolitik

Loveparade: „Neuanfang mit dieser Führung unmöglich“…Der Westen

Ruhrgebiet: Die polnische Parallelgesellschaft…Zeit

Gelsenkirchen: Ballerbuden, Unfähigkeit, Demotivation…Gelsenkirchen Blog

Internet: Wissenschaftlicher Blog-Jahresrückblick…Kaffee bei mir?

Umland: Kindergartenbeiträge sollen bis zu 18,5% steigen…Zoom

Kraftwerk Datteln: Rettung durch alte Gutachten?

Kraftwerk Datteln Foto: Eon

Morgen soll das Ruhrparlament über die Zukunft des Kraftwerksstandortes Datteln entscheiden. Die Informationsbasis der Regionalpolitiker ist dünn: Sie haben veraltete Gutachten vorgelegt bekommen.

Mehrere Gutachten sollen auf der morgigen Sitzung des Ruhrparlaments dessen Mitglieder dazu bewegen, den Bau von Kraftwerken auf dem Standort des Eon-Kraftwerks in Datteln durch ein Zielabweichungsverfahren doch noch zu ermöglichen. Gelingt dieses Verfahren nicht, könnte es zu einem Abriss des bereits weitgehend gebauten Eo-Kraftwerks kommen. Zumindest theoretisch. Hinter den Kulissen versuchen SPD und Grüne im RVR und im Land händeringend nach einem Kompromiss und versuchen vor allem Zeit zu gewinnen.

In den Prognos-Gutachten geht es teilweise um den künftigen Energiebedarf in Deutschlands und den Anteil der regenerativen Energien an der Stromproduktion.

„Dagegen steigt die installierte Leistung der erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen im Betrachtungszeitraum deutlich. Insgesamt können bis zum Jahr 2030 rund 159.540 Mega-Watt (MW)

(Jahr 2010 rund 54.570 MW) an erneuerbarer Kraftwerksleistung installiert sein, dies entspricht fast einer Verdreifachung gegenüber dem Jahr 2010.“

In einer neueren Variante des weiter fortgeschriebenen Gutachtens kommt Prognos zu ganz anderen Zahlen, die dem Ruhrparlament nicht vorliegen:

„Dagegen steigt die installierte Leistung der erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen im Betrachtungszeitraum deutlich. Insgesamt können bis zum Jahr 2030 rund 168.720 MW (Jahr 2010 rund 54.190 MW) an erneuerbarer Kraftwerksleistung installiert sein, dies entspricht einer Verdreifachung gegenüber dem Jahr 2010.“

Auch den Anteil der Kernenergie an der Stromproduktion hat Prognos in der neuen Variante seines Gutachten revidiert.

Ursprünglich ging Prognos von einer Kraftwerksleistung von 45.080 MW und einer gesicherte Kraftwerksleistung von 39.530 MW aus.

Ende Oktober  sieht das Institut das anders und berechnet eine installierte Kraftwerksleistung von 57.140 MW und eine Gesicherte Kraftwerksleistung von 50.740 MW bei der Kernkraft.

Die Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke ist der Grund für die veränderten Zahlen. Ein Nebeneffekt der von den Stromversorgern so begehrte Laufzeitverlängerung ist jetzt allerdings, das neue Kraftwerke zum Teil nicht mehr notwendig sind. Kernenergie und regenerative Energien machen die Neubauten oft überflüssig.

Es wäre nur schön, wenn die Ruhrparlaments-Mitglieder die Zahlen auch bei ihrer Entscheidung berücksichtigten könnten und aktuelle Versionen der Energiegutachten hätten.

WAZ startet „Wikileaks“-Konkurrenten

Die WAZ-Mediengruppe hat ein Dokumente-Portal eingerichtet. Whistleblower und andere Bürger können dort anonym Dokumente hochladen.

„Wir wollen es den Menschen erleichtern uns Dokumente zukommen zu lassen“, sagt David Schraven, Chef der WAZ-Rechercheredaktion den Grund für das Dokumente-Portal.  Unter www.derwesten.de/recherche können Dokumente anonym auf den Server der Redaktion hochgeladen werden.

Schraven: „Für uns ist es vor allem eine Möglichkeit, unseren Lesern und auch Informanten einen weitere Weg zu eröffnen, mit uns in Kontakt  zu treten.“

Die Dokumente werden von der Redaktion gesichtet und dienen als Quelle für weitere Recherchen. Der Verlag garantiert den Informanten Quellenschutz. Allgemein öffentlich zugänglich gemacht werden sollen die Dokumente nicht. „Wir sind nicht Wikileaks“, sagt Schraven. Einzelne Dokumente allerdings könnten durchaus in Artikel verlinkt werden – allerdings nur, wenn sichergestellt ist, dass die Quelle nicht erkennbar ist.

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Dortmund: Naziüberfall auf linke Kneipe

In der Nacht von Samstag auf Sonntag fand erneut ein Naziüberfall auf die linke Kneipe HirschQ im Dortmunder Brückviertel statt.

Die Täter kamen nach Angaben des Dortmunder Antifa-Bündnis (DAB) aus dem Umfeld der „Skinheadfront Dortmund-Dorstfeld“,. Es kam zu Beschädigungen in der Kneipe sowie zu verletzten. Die Polizei nam zehn Personen aus dem rechtsradikalen Spektrum fest. Sie waren von den Besuchern der HirschQ überwältigt und der Polizei übergeben worden.

Der Ruhrpilot

Ullrich Sierau

Ruhr2010: Erweckungserlebnis Kulturhauptstadt…Der Westen

Ruhr2010 II: Gut, aber nicht gut genug…Welt

Ruhr2010 III: Der Herr der fliegenden Menschen von Urbanatix…Der Westen

Ruhr2010 IV: Tausend Feuer der Kultur…Neue Osnabrücker Zeitung

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NRW II: Eine rot-fromme Liebschaft…Welt

Ruhrgebiet: Leben nach der Kohle…Deutschlandfunk

Verkehr: Beurlaubter VRR-Chef wieder im Dienst…Ruhr Nachrichten

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Bochum: Umweltschützer gegen Steag-Beteiligung…Bo Alternativ

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