Türkische Flaggen an einer Häuserwand in Herne-Horsthausen | Foto: Peter Hesse
In der Türkei wird in einer Stichwahl über den künftigen Präsidenten entschieden. Termin hierzu ist der 28. Mai, wie der Chef der türkischen Wahlbehörde heute Mittag mitteilte. In der ersten Runde erhielt der amtierende Präsident Recep Tayyip Erdogan demnach 49,51 Prozent der Stimmen, sein Herausforderer Kemal Kilicdaroglu kam auf 44,88 Prozent. Für einen Sieg in der ersten Runde am Sonntag wäre eine absolute Mehrheit notwendig gewesen.
Karlspreis für das Volk der Ukraine Foto: President of the Ukraine
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Gibt es noch ein Happy-End für Schalke? Archiv-Foto: Michael Kamps
Das war es also! Träumereien von einem überraschenden Punktgewinn des FC Schalke 04 beim Auswärtsspiel in München fanden am Samstagnachmittag ein jähes Ende. Sowohl in Gelsenkirchen als auch in Dortmund hätte man es nur allzu gerne gesehen, wenn den Königsblauen gegen den FC Bayern eine Überraschung gelungen wäre. Doch es kam völlig anders.
Die Schalker brauchen jeden Punkt beim Kampf um den Klassenerhalt, die Borussia muss (aufgrund ihres eigenen Verschuldens) auf einen Ausrutscher des Rekordmeisters hoffen, wenn sie in zwei Wochen doch noch Deutscher Meister werden will.
Die Bayern haben beide Fanlager jedoch bitter enttäuscht und sich mit einer Machtdemonstration eindrucksvoll in Szene gesetzt. 6:0 hieß es am Ende in der Allianz Arena für den Branchenprimus. Zwar hielt der BVB am Abend mit einem 5:2 gegen Borussia Mönchengladbach mit, konnte die wenige Stunden zuvor gerissene Lücke in der Tabelle wieder auf einen Zähler schließen, doch für die Schalker gab es nach diesem Samstag erst einmal keinen Trost mehr. Ganz im Gegenteil! Der VfL Bochum setzte sich zeitgleich mit 3:2 gegen den FC Augsburg durch. Für S04 sieht die Lage zwei Spieltage vor Schluss nun fast schon aussichtslos aus.
Dortmunder Neonazis 2014 auf einer antiisraelischen Demonstration Foto: Laurin
In Nordrhein-Westfalen arbeiten Neonazis und einzelne Migranten zusammen. Nach einem Angriff auf ein besetztes Haus haben Polizei und Verfassungsschutz die Szene im Blick.
Nicht weit entfernt vom Bochumer Bergbaumuseum liegt der Stadtteil Hamme. Ein ruhiges und eher grünes Wohnquartier mit günstigen Mieten nahe der Innenstadt. Im Oktober vergangenen Jahres besetzten linke Jugendliche dort ein Haus in der Haldenstraße 47 und benannten es dem Zeitgeist hipper Linksradikaler folgend verniedlichend in „Haldi47“ um. Die Diakonie, der das Gebäude gehörte, duldete die Besetzer, die ihrerseits zusagten, es zu verlassen, wenn mit dem Bau einer geplanten Wohnanlage für Behinderte begonnen werde. Das Gebäude wurde zu einem von vielen Treffpunkten der alternativen Szene der Ruhrgebietsstadt. Doch Ende März wurde „Haldi47“ zwei Mal Nachts
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Baschar al-Assad Foto (Ausschnitt): Mehr News Agency Lizenz: CC BY 4.0
Syrien ist wieder vollwertiges Mitglied der Arabischen Liga. Genau in diesen Club von Autokraten hat es immer gehört. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.
Die Schlagzeile der österreichischen Tageszeitung Der Standard beschreibt das Ereignis so: »Araber umarmen Assad und nehmen Syrien wieder in die Arabische Liga auf.« Und in der Tat ging es plötzlich unter der Führung von Saudi-Arabien gar nicht schnell genug. Hoffte Riad noch vor zehn Jahren auf einen baldigen Sturz des syrischen Diktators, übte seit Anfang des Jahres ausgerechnet die saudische Regierung Druck auf ihre Kollegen in der Arabischen Liga auf, Syrien wieder diplomatisch anzuerkennen und erneut in den Club aufzunehmen, aus dem es 2011 ausgeschlossen worden war.
Navid_Kermani, Frankfurter Buchmesse 2012 by Lesekreis cc 1.0
Für seine „Kunst des dialogischen Denkens“ zeichnet die Evangelische Kirche den Publizisten und Schriftsteller Navid Kermani aus. Preisverleihung am 31. Mai in der Christuskirche Bochum am Platz des europäischen Versprechens mit Bundestagspräsident a.D. Norbert Lammert und der Ratsvorsitzenden der EKD, Präses Annette Kurschus.
„Navid Kermani mit dem Preis zu ehren, der Hans Ehrenberg erinnert, bedeutet für uns, die Kunst des dialogischen Denkens zu feiern“, sagt Gerald Hagmann, Superintendent der Evangelischen Kirche in Bochum, die den mit 5000 € dotierten Preis gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Westfalen verleiht. Geehrt werden Persönlichkeiten, „die in öffentlicher Auseinandersetzung protestantische Position beziehen“, heißt es in den Statuten. Zu den bisherigen Preisträgern zählen – neben hochrangigen Repräsentanten der verfassten Kirche wie dem heutigen Vorsitzenden des Weltkirchenrats, Heinrich Bedford-Strohm – u.a. die kürzlich verstorbene Politikerin Antje Vollmer, der Regisseur und Autor Wim Wenders sowie die Publizistin und langjährige Leiterin des „Hauses jüdisches Kultur“ in Essen, Edna Brocke. Dass mit dem habilitierten Orientalisten Navid Kermani nun ein bekennender und äußerst schriftgelehrter Muslim geehrt wird, zeige, so Hagmann, „worum es Ehrenberg ganz wesentlich ging: um ein mitfühlendes, ein dialogisches Denken“. Kermani, heißt es in der Begründung für dessen Ehrung, sei jederzeit bereit, dem, der Widerspruch einlege, dasselbe Maß an Wahrheit zugute zu halten wie sich selbst, sei aber eben deshalb bereit, „scharfe Grenzen zu ziehen gegenüber einem totalitären und fundamentalistischen Denken“. In dieser Haltung, so Hagmann, „erkennen wir Hans Ehrenberg wieder“.