Ferat Koçak (Die Linke): Die Aufarbeitung ist offen. Das Ergebnis steht fest.

Ferat Koçak bei einer Veranstaltung in Berlin am 17. September 2022
Ferat Koçak (Die Linke) Berlin, 17. September 2022 (Foto: Stefan Müller, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)

Ferat Koçak hat Fehler eingeräumt und die Aufgabe seines Sitzes im Innenausschuss angekündigt. Seine Unterstützer aus den Palästina-Zusammenschlüssen der Linken werben nun für einen offenen Solidaritätsbrief. Der verlangt eine sachliche Aufarbeitung – und weist Forderungen zurück, ihm die Funktion als Sprecher für Antifaschismus zu entziehen. Über den Fehler darf gesprochen werden. Bei der Funktion ist das gewünschte Ergebnis schon eingetragen.

Am 1. Oktober 2026 veröffentlichte die LAG Palästinasolidarität NRW auf Instagram einen Aufruf zur Unterstützung Koçaks. Die Berliner Palästina-LAG und das Netzwerk Palästinasolidarität Niedersachsen sind als Mitautoren ausgewiesen. Es ist die Position dieser beteiligten Accounts, kein Beschluss der gesamten Linkspartei.

Der vollständige Brief im verlinkten Unterschriftenformular soll samt Unterstützungen an Parteivorstand und Fraktionsspitze übermittelt werden. Er fordert ausdrücklich die Bekämpfung organisierter Kriminalität und konkrete Belege für konkrete Handlungen. Ein Familienname oder eine Herkunft seien kein Beweis. Das ist richtig. Politische Verantwortung lässt sich allerdings ebenso wenig allein mit dem Hinweis auf mögliche rassistische Zuschreibungen erledigen.

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Aalto-Theater plant „Ruhrepos 2.0 27“

Aalto-Theater, Essen Foto: Thomas Robbin Lizenz: CC BY-SA 3.0

Von Bergbau bis Currywurst: Unter dem Titel „Ruhrepos 2.0 27“ wird sich das Aalto-Musiktheater in Essen in der kommenden Spielzeit in besonderer Weise der Stadt Essen und dem Ruhrgebiet widmen. Für das Bühnenprojekt schreibt der aus dem Ruhrgebiet stammende Komponist Gordon Kampe die Musik und übernimmt die musikalische Leitung.

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Der Ruhrpilot

Benjamin Limbach Foto (Ausschnitt): Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen Lizenz: CC BY-SA 2.0


NRW:
„Aktion Abendsonne“ im Justizministerium?…KStA
NRW: Warum der neue Nobelpreisträger weiter Kontakt nach Münster hält…WN
NRW: Warum Städte Catcalling verbieten wollen…WAZ

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Strafanzeige gegen Cansın Köktürk

Cansin Köktürk (Die Linke) Foto: Presse/Privat

Wegen ihrer Aussage, Israel habe einen Genozid in Gaza begangen, hat Tobias Huch, Journalist und regelmäßiger Gastautor dieses Blogs, Strafanzeige gegen die Bochumer Bundestagsabgeordnete Cansın Köktürk (Die Linke) gestellt.

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Berlin: Ferat Koçak (Die Linke) und Ramsis Kilani – Parteiausschluss ist kein Hausverbot

Ferat Koçak bei einer Veranstaltung in Berlin am 17. September 2022
Ferat Koçak (Die Linke) Berlin, 17. September 2022 (Foto: Stefan Müller, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)

Ein Parteiausschluss beendet die Mitgliedschaft in einer Partei. Für die Linkspartei in Berlin gilt: Für das nächste Kongressplakat muss das kein Hindernis sein.  Ramsis Kilani, von der Linken ausgeschlossen, wird für den Berliner „Zündfunke“-Kongress angekündigt.

Auf derselben Rednerliste: der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak. Die organisatorische Trennung ist vollzogen. Die politische Distanz braucht offenbar weniger Platz.

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Die Linke: Wird sie Juniorpartner in einem Terror-Komplex?

Hamas und Palästinensische Volksfront, iranische Revolutionsgarden und Organisierte Kriminalität. Die Japanische Rote Armee, Revolutionäre Zellen und Putins Sippe, der KGB. Kommt einiges zusammen, wenn Die Linke sondiert. Sie ist auf dem Weg zur Volkspartei. 

Wahlparty in Neukölln, Kreuzberg beginnt auf der Straßenseite gegenüber. Die Linke feiert, jeder vierte Berliner hat sie gewählt, in Neukölln jeder Dritte, es feiern mit: ein Clan-Chef, Issa Remmo, und ein Herr Ibrahim Ibrahim, der allerlei Initialwörter mit sich führt. VPNK? PFLP? HAMAS? IRGC? Ein Netzwerk, lose geknüpft oder auch nicht. Beginnen wir mit der

PFLP,

der marxistisch-leninistischen Popular Front for the Liberation of Palestine. Ende 1967 gegründet, nachdem die arabische Welt zur „Befreiung Palästinas“ geblasen und innert sechs Tagen eine blamable Niederlage bezogen hatte. Jetzt die Volksfront, sie stellt sich auf wie von Lenin verordnet, dann von Mao und zwischendurch von Hitler: sowohl als politische Partei wie als Terrorkommando. „Kampf und politische Aktion“, heißt es im Gründungsdokument der PFLP, seien „verschmolzen“, Terror und Parlament seien die beiden „Aspekte“ einer „unified fighting party“, einer vereint kämpfenden Partei. Die politische Organisation, heißt es, müsse über eine militärische Struktur verfügen, die militärische Organisation über eine „ausgereifte politische Struktur“. Ziel: die „Massen“  –  die Wähler  –  „in one direction“ zu mobilisieren, nämlich Israel auszulöschen.

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Gaza: Wie Aktivisten aus Schätzungen Gewissheiten machen

Kriegsschäden an der Omar-al-Mokhtar-Straße in Gaza-Stadt
Kriegsschäden an der Omar-al-Mokhtar-Straße in Gaza-Stadt, aufgenommen am 23. Februar 2025. (Foto: Jaber Jehad Badwan, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Das von der Terrororganisation Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium in Gaza hat neue Zahlen veröffentlicht: Sein Sterbebericht für 2025 schlüsselt registrierte Todesfälle nach Ursachen auf. Eine neue Gesamtbilanz des Krieges liefert er nicht. Wie viele Tote Terroristen waren und wie viele Zivilisten, bleibt ebenfalls ungeklärt.

Der neue Bericht ist Anlass, genauer hinzusehen: Was wurde gezählt, was geschätzt – und wie machten Aktivisten daraus bereits feststehende Opferzahlen?

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