Deutsches Fußballmuseum: Ein teures Eigentor für Dortmund

Das Fußball-Museum in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Es ist ein Eigentor mit Ansage. Schon als sich Dortmund vor Jahren um den Zuschlag für das Deutsche Fußballmuseum bewarb, gab es zahlreiche kritische Stimmen, die vor den finanziellen Risiken des Prestigeprojekts warnten. Heute, mehr als zehn Jahre nach der Eröffnung, zeigt sich immer deutlicher, wie berechtigt diese Warnungen waren. Während die Stadt an allen Ecken und Enden sparen muss, verschlingt das Museum weiterhin Millionen. Ein Ende dieser traurigen Geschichte ist nicht in Sicht.

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Wer beklaut denn das Emscherland?

Im Emscherland in Castrop-Rauxel im September 2026. Foto(s): Robin Patzwaldt

Zu meinen liebsten Wochenendbeschäftigungen gehört es seit Jahren, die nähere Umgebung zu erkunden. Man muss schließlich nicht jedes Mal ins Auto steigen und drei Stunden fahren, um etwas Neues zu entdecken. Das Ruhrgebiet hat genug Ecken, die sich in den vergangenen Jahren erstaunlich verändert haben. Einige davon habe ich hier im Blog der Ruhrbarone in den vergangenen Jahren schon vorgestellt.

Eine davon ist das Emscherland in Castrop-Rauxel. Auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage in Ickern ist auf rund 30 Hektar ein Naherholungsgebiet entstanden, das eindrucksvoll zeigt, was aus einst wenig einladenden Industrieflächen werden kann. Wo früher Abwasser durch Betonrinnen rauschte, präsentiert sich heute eine erstaunlich grüne Landschaft. Die Emscher wurde renaturiert, Wege wurden angelegt, alte Industrieelemente integriert und neue Aufenthaltsorte geschaffen.

Kurz gesagt: Hier wurde richtig Geld in die Hand genommen – und man sieht es.

Wenn plötzlich die Pflanzen fehlen

Umso größer war mein Ärger am vergangenen Sonntag. Schon auf den ersten Metern meines Rundgangs stieß ich auf mehrere kleine Schilder in Beeten und Rabatten. Der Inhalt sinngemäß: Die dort angepflanzte Pflanze sei leider gestohlen worden.

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B474n: Während Datteln feiert, wächst in Waltrop der Frust

Die B474n in Datteln kurz vor der Eröffnung im Mai 2026. Foto: Robin Patzwaldt

Nun also ist es endlich soweit – zumindest in Datteln. Dort wird in diesen Tagen unter großem Pomp und mit politischer Prominenz die Fertigstellung des Teilstücks der B474n gefeiert. Nach Jahrzehnten der Diskussionen, geänderter Pläne, verschobener Zeitabläufe und zahlloser Debatten rollt der Verkehr künftig zumindest auf diesem Abschnitt deutlich flüssiger.

Für viele Menschen in der Region ist das eine gute Nachricht. Für viele Waltroper hingegen ist es vor allem ein schmerzhafter Blick auf die eigene politische Realität.

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Die Verrohung der digitalen Debattenkultur

Gute Laune beim Lebensmittelkauf. Foto: Robin Patzwaldt

In den vergangenen Tagen drängte sich mir immer wieder ein Gedanke auf, den Sebastian Bartoschek bereits Ende 2020 in einem bemerkenswerten Blogbeitrag hier bei den Ruhrbaronen formulierte: Dummheit lacht.

Was damals im Kontext der Pandemie und gesellschaftlicher Krisen galt, scheint heute erschreckenderweise aktueller denn je zu sein. Die sozialen Medien, einst als Orte des Austauschs, der Vernetzung und der Information gefeiert, haben sich in vielen Bereichen zu digitalen Brennpunkten gesellschaftlicher Verrohung entwickelt.

Wer heute Plattformen wie Facebook, Instagram oder andere soziale Netzwerke regelmäßig nutzt und dabei noch ein Mindestmaß an Empathie besitzt

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Umstrittene Ostertradition in Waltrop: Wenn der Wecker aus Holz ist

Die ‚Räppler‘ bei ihrem Abmarsch an der St. Peter-Kirche in Waltrop im Jahre 2018. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

„Ah, bald ist Ostern! Ausschlafen! Füße hoch! Kein Wecker!“ – Ja, ja. Diese naive Vorstellung haben viele. Wirklich viele. Und dann gibt es… Waltrop.

Hier übernimmt nämlich kein Smartphone den Start in den Feiertag, sondern ein akustisches Relikt aus einer Zeit, in der „Lautstärke“ noch kein Einstellungsmenü hatte: die Holzräppel. Punkt sechs Uhr morgens. Kein Snooze-Button, keine Gnade, keine Diskussion. Wer in der Nähe der Innenstadt wohnt, bekommt das volle Programm – gratis und ungefragt.

Willkommen beim „Räppeln“. Oder wie ich es nenne: dem vermutlich charmantesten Lärmbelästigungsritual Deutschlands.

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Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund bleibt ein Ärgernis

Erwartungsvolle Gesichter bei der Eröffnung des Deutschen Fußballmuseums 2015 in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund sorgt nach wie vor für Negativschlagzeilen. Obwohl die Tatsache, dass die Stadt bei Verlusten gegenüber dem DFB in die Haftung geraten könnte, vor der Fertigstellung im Jahre 2015 von den Verantwortlichen  gerne zur reinen Theorie verklärt wurde, muss der chronisch klamme Haushalt der Ruhrgebietsmetropole auch für das Jahr 2022 offenbar wieder rund zwei Millionen Euro für das kriselnde Prestigeprojekt aufbringen.

Und auch in den kommenden Jahren wird offenbar mit weiteren Kosten für das Stadtsäckel gerechnet. Wirklich überraschend kommt das nicht.

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Ein Telekom-Glasfaseranschluss wird zur unendlichen Geschichte – Neuland lässt grüßen!

Die Konzern-Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn. Quelle: Wikipedia, Foto: Qualle, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Als die Deutsche Telekom für die Siedlung in der ich in Waltrop lebe gratis Glasfaseranschlüsse für das Jahr 2022 ankündigte, da war ich natürlich begeistert. Der Auftrag war schnell erteilt, und die Bauarbeiten begannen tatsächlich pünktlich im Frühjahr 2022. Was sich seither entwickelte, bzw. besser gesagt eben nicht entwickelte, ist jedoch nur als ‚Trauerspiel‘ zu bezeichnen.

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Helikopter-Eltern in Waltrop zeigen den ganzen Irrsinn an unseren Schulen!

An der ‚Galenschule‘ in Waltrop gibt es immer wieder Ärger. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Die Erkenntnis, dass Eltern von schulpflichtigen Kindern eine ganz spezielle Gruppe von Menschen ist, die ist nicht neu. Wer das Geschehen rund um die Schulpolitik und das Verhalten von Schülern und Eltern an seinem Wohnort und im gesamten Lande mal ein paar Jahre lang mit etwas Abstand beobachtet hat, der wird mir sicherlich zustimmen.

Wer, wie ich, zudem in unmittelbarer Schulnähe wohnt, der kann ein besonderes Lied davon singen. Leute, denen viele gesellschaftliche Entwicklungen vielfach am sprichwörtlichen Hintern vorbeizugehen scheinen, wenn die Probleme außerhalb der eigenen Familie liegen, werden plötzlich sehr eifrig, wenn ihre Kleinen irgendwie betroffen sind. Man erlebt das immer wieder.

In dieser Woche konnte man das bei mir vor der Haustür einmal wieder sehr schön miterleben.

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So verspielt der BVB jede Sympathie bei seiner Anhängerschaft!

Unser Autor im Jahre 1978. Foto: privat

Der BVB macht es seinen Anhängern gerade schwer. Das spüre ich selber, bin ich doch schon seit den 1970er-Jahren ein Anhänger dieses Vereins. Meine Leidenschaft war zwischenzeitlich sogar so groß, dass ich in den 1990er-Jahren nach Niederlagen der Mannschaft an dem entsprechenden Wochenende nicht mehr ausgegangen bin, weil ich so sauer war. Ganz schön bekloppt, würde ich dazu im Nachhinein sagen. Aber es war wirklich so.

Derzeit ist meine Begeisterung für den BVB längst nicht mehr so groß. Und das, obwohl die Mannschaft in Summe immer noch deutlich erfolgreicher spielt als das in meinen frühen Jahren als Fan der Fall war. Ja, ok, derzeit läuft es nicht so, wie gewünscht. Trotzdem reden wir hier immer noch über eine der bestbestückten Teams des Landes, das den Anspruch hat Deutschland in der UEFA Champions League, als der sogenannten Königsklasse, zu vertreten. Das war in meinen ersten Jahren mit diesem Verein anders.

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Von der trügerischen Selbsteinschätzung der Deutschen Telekom

Die Erdarbeiten kündigten sich schon im Juni gut sichtbar an. Foto: Robin Patzwaldt

Wer sich in Sachen Telekommunikation für die Deutsche Telekom entscheidet, der tut dies häufig in der Erwartung, dass er für einen etwas besseren Service halt mehr bezahlen muss. Mir sagte mal ein Telekom-Mitarbeiter einer Hotline, als ich mich in einem Beratungsgespräch über den im Vergleich zur Konkurrenz höheren Preis erschrocken zeigte „keiner sagt, dass wir die günstigsten am Markt sind, aber wir sind halt die besten“.

Dass diese hohe Selbsteinschätzung der Telekom aber in vielen Bereichen nicht wirklich zutrifft, das musste ich in den vergangenen Wochen auf eine unschöne Art erfahren.

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