Bisschen übertrieben, okay, aber es trifft die Gemütslage manches Werksmitarbeiters. Grafik: DALL-E
Der Autobauer Volkswagen hat ein Problem. Nicht irgendeines, das sich mit ein paar neuen Modellen und freundlichen Worten aus der Vorstandsetage wegmoderieren ließe. Ein strukturelles, echtes Problem: Der Konzern ist noch immer ein Autogigant, aber einer mit schwacher Rendite, schweren Strukturproblemen und enormem Druck auf fast allen wichtigen Märkten. 2025 lag der Umsatz mit 321,9 Milliarden Euro zwar fast auf Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis brach aber um 53 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro ein, die operative Marge lag nur noch bei 2,8 Prozent.
Torsten Lieberknecht. Quelle: Wikipedia, Foto: Steven Schaap, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Häufig wird in letzter Zeit in ganz großem Stil der allgemeine Werteverfall und die fortschreitende Kommerzialisierung im Profifußball kritisiert. Auch hier bei uns im Blog.
Es wird also einmal wieder Zeit auf ein positives Beispiel aufmerksam zu machen, das eindrücklich belegt, dass es durchaus noch immer die guten alten Werte im modernen Fußball zu bestaunen gibt, auch wenn diese kleinen Sportmärchen leider eher selten wirklich auf den ganz großen Bühnen aufgeführt werden.
Genau aus diesem Grunde, möchte ich heute einmal auf die eigentlich nicht unbedingt in unserem traditionellen Kernbereich beheimatete Eintracht aus Braunschweig aufmerksam machen.
Der Klub, der am Sonntag als Tabellenvorletzter neben dem 1. FC Kaiserslautern aus der zweiten Liga abgestiegen ist, trennte sich einen Tag später, also gestern, offiziell von seinem langjährigen Trainer Torsten Lieberknecht.
Eigentlich soweit nichts besonderes, sollte man meinen, wenn ein ursprünglich als Aufstiegsaspirant gestartetes Team am Ende sogar absteigen muss. Dass der Übungsleiter in so einem Falle überhaupt bis zum Saisonende bleiben durfte, das ist in solchen Fällen alleine schon eher ungewöhnlich.
Doch die Personalie Lieberknecht ist in Braunschweig eben längst keine ganz normale Trainerentscheidung mehr gewesen. Genau das macht den Niedergang der Eintracht ja jetzt auch so traurig und erwähnenswert.
Perfekter BuLi-Einstand beim BVB: P.-E. Aubameyang Foto: BVB
In Sachen BVB gibt es heute wahrlich nicht viel zu meckern. Mit einem klaren 4:0 in Augsburg startete der BVB am Samstag in die neue Bundesligasaison.
Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang steuerte drei Treffer bei, Robert Lewandowski traf per Strafstoß zum Endstand. Das dabei noch nicht alles optimal lief, was zu diesem Zeitpunkt der Saison völlig normal ist, und die Borussia trotzdem souverän auswärts siegte, war mehr als man vor dem Spiel erwarten durfte.
Was bleibt also von dieser Partie?
Der angebliche ‚Chancentod‘ Aubameyang traf im ersten Ligaspiel gleich dreifach. Perfekter Einstand!
Robert Lewandowski beendete alle denkbaren Spekulationen über eine möglicherweise der aktuellen Lustlosigkeit geschuldete Formkrise gleich mit einem ersten Saisontreffer.
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