Die Bayern als gnadenloser Zerstörer aller Hoffnungen auf ein echtes Top-Spiel in der Bundesliga

An der Geschäftsstelle des FC Bayern München. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Wer – wie ich – ernsthaft geglaubt hatte, dieses Bundesliga-Wochenende könnte beim Top-Spiel des Tabellendritten gegen den Spitzenreiter wieder einmal so etwas wie Spannung bereithalten, wurde am Samstagabend unsanft aus seinen Träumen gerissen. RB Leipzig gegen den FC Bayern München. Topspiel. Spitzenduell. Prestigeduell. So zumindest das Marketing.

Auf dem Platz entpuppte sich das Ganze dann als das, was es inzwischen viel zu oft ist: eine Demonstration bayerischer Überlegenheit und ein weiterer Beweis dafür, dass die Bundesliga ihr größtes Problem längst nicht mehr verstecken kann. 5:1 für die Gäste. Und das nach einer 1:0-Führung der Hausherren zur Pause. Einfach unglaublich!

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Eine historische Hinrunde in der Bundesliga – und ein häufig ignoriertes Problem

Foto: Robin Patzwaldt

Die Hinrunde der Bundesliga-Saison 2025/26 ist für die meisten Teams beendet, und was auf den ersten Blick wie sportliche Exzellenz aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als strukturelles Armutszeugnis. Bayern München steht nach 17 Spieltagen ungeschlagen an der Spitze, 47 Punkte, ein weiterer Eintrag ins eigene Geschichtsbuch. Borussia Dortmund folgt auf Platz zwei – allerdings mit bereits elf Punkten Rückstand. Elf Punkte zur Halbzeit. In einer Liga, die sich selbst gern als „Topliga Europas“ bezeichnet.

Was vielerorts als Machtdemonstration gefeiert wird, ist in Wahrheit ein Warnsignal. Und zwar ein lautes.

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Neustart statt Stillstand: Warum ein Kehl-Abgang dem BVB helfen könnte

Sebastian Kehl. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Ein möglicher Wechsel von Sebastian Kehl zum HSV, wie er aktuell in einigen Medien diskutiert wird, würde in Dortmund zunächst für Schlagzeilen sorgen – und vermutlich für empörte Reaktionen in der Vereinsführung. Doch jenseits der Emotionen lohnt sich ein genauer Blick. Denn so unbequem es klingt: Ein Abgang Kehls wäre für Borussia Dortmund möglicherweise genau der Impuls, den der Klub seit Jahren vergeblich sucht.

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Ein Punkt für den BVB, der mehr beschönigt als hilft

Bei der Vorstellung von BVB-Trainer Niko Kovac in Dortmund im Februar. Foto: Robin Patzwaldt

Ein 3:3 bei Eintracht Frankfurt ist objektiv betrachtet kein schlechtes Resultat. Kaum ein Bundesligist fährt regelmäßig mit drei Punkten aus dem Deutsche-Bank-Park nach Hause, und selbst ein Rückstand kurz vor Schluss wird dort oft nicht mehr korrigiert. Auch für Borussia Dortmund gilt das grundsätzlich. Und doch fühlt sich dieses Remis des BVB vom Freitagabend wie ein weiterer Rückschlag an.

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Beim BVB fehlt das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein

Bei der Vorstellung von Trainer Niko Kovac in Dortmund im Februar. Foto: Robin Patzwaldt

Ein Blick auf die Tabelle der Fußball-Bundesliga suggeriert Ruhe. Nur eine Niederlage aus den ersten 14 Bundesliga-Spielen der Saison 2025/26 – das ist eine Bilanz, die andernorts Euphorie auslösen würde. In Dortmund hingegen macht sich Ernüchterung breit. Und das ist kein Widerspruch, sondern Ausdruck eines tieferliegenden Problems: Der BVB sammelt Punkte, aber er sammelt keine Überzeugung.

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90 Minuten fußballerische Zweitliga-Tristesse auf Schalke – und trotzdem Gänsehaut

Die Fans auf Schalke haben Klasse. Foto(s): Michael Kamps

Es gab Zeiten, da stand dieses Duell für große Abende, für volle Stadien, für Bundesliga-Geschichte. FC Schalke 04 gegen den 1. FC Nürnberg – das klang nach Malochern und Meistern, nach Europapokal und Mythos. Heute klingt es vor allem nach Vergangenheit. Beide Klubs, einst feste Größen im deutschen Fußball, kämpfen inzwischen im grauen Alltag der zweiten Bundesliga um Relevanz, Stabilität und ein kleines bisschen Hoffnung.

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Danke für nichts, FIFA – diese ‚Traumgruppe‘ ist ein Albtraum!

Deutschland im Fußballfieber. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Die Auslosung zur Fußball-WM 2026 in Kanada, den USA und Mexiko hat am Freitag hierzulande vielerorts für ein Gefühl der Erleichterung gesorgt: Deutschland trifft in der Gruppenphase auf Ecuador, die Elfenbeinküste und Curaçao – eine Konstellation, die in vielen Medien sofort als „machbar“ gefeiert wurde.

Doch genau darin liegt das Problem. Was wie ein Geschenk wirkt, entlarvt die Weltmeisterschaft einmal mehr als ein völlig überdehntes Turnier, das seinen eigenen sportlichen Anspruch verwässert.

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Mit Mittelmaß an die Macht: Schalke übernimmt die 2. Liga

Schalke gegen Paderborn. Foto(s): Michael Kamps

Die Zweitligasaison 2025/26 des FC Schalke 04 bleibt eine ungewöhnliche – vielleicht sogar eine paradoxe. Mit dem 2:1-Last-Minute-Sieg gegen den bisherigen Tabellenführer SC Paderborn haben die Gelsenkirchener nach 14 Spieltagen tatsächlich selbst die Spitzenposition im Fußball-Unterhaus übernommen.

Ein Szenario, das vor Saisonbeginn wohl die wenigsten im königsblauen Umfeld ernsthaft in Betracht gezogen hätten. Zu groß waren die Fragezeichen, zu unklar die sportliche Perspektive nach einem weiteren Neustart.

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Großes Theater, kleiner Sport: Der DFB im Qualifikationsmodus

Ein Land in Aufregung. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Es ist wieder soweit: Länderspielzeit. Und wie immer, wenn die deutsche Nationalmannschaft antritt, wird das mediale Scheinwerferlicht aufgedreht, als ginge es um alles. Schlagzeilen über Aufstellungen, Formkurven, vermeintliche Systembrüche und die große Frage, ob „dieses Team endlich wieder die Fans begeistern kann“ dominieren die Sportseiten.

Nun steht also die WM-Qualifikation für 2026 an – mit Partien in Luxemburg am Freitag und gegen die Slowakei am Montag in Leipzig. Man könnte fast meinen, hier ginge es um entscheidende Weichenstellungen auf dem Weg nach Nordamerika. Doch Hand aufs Herz: Tut es das wirklich?

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Fußball zum Gähnen, Punkte zum Feiern – das ist der FC Schalke 04 2025/26

So hoch her wie hier ging es auf Schalke am Freitag nur selten. Foto: Michael Kamps

Schalke ist wieder da! Nach dem 1:0 gegen Darmstadt 98 stehen die Königsblauen mit 24 Punkten aus zehn Spielen ganz oben in der 2. Liga. Tabellenführer! Zumindest bis am Samstagmittag Elversberg in Bielefeld spielt. Und klar, das sorgt auf Schalke für gute Laune – endlich mal wieder.

Nach all den Jahren zwischen Absturz, Chaos und Zweitliga-Graupenkick fühlt sich dieser Blick von oben verdammt gut an. Auch Fußballromantiker außerhalb des Ruhrgebiets dürften sich freuen. Schließlich gehört ein Klub wie Schalke doch irgendwie in die Bundesliga, oder?

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