Schalke liefert gegen Bayern das vielleicht geilste 0:0 seit Jahren

Unerwarteter Punktgewinn der Schalker gegen die Bayern am Samstag. Foto(s): Michael Kamps

Es gibt Fußballspiele, bei denen ein 0:0 eigentlich eine Zumutung ist. 90 Minuten lang quält man sich durch gepflegtes Ballgeschiebe, schaut irgendwann häufiger auf die Uhr als auf den Rasen und ist nach dem Abpfiff vor allem froh, dass es endlich vorbei ist. Das torlose Unentschieden zwischen Schalke und Bayern am Samstagabend war das komplette Gegenteil.

Ich muss zugeben: Ich habe selten ein 0:0 erlebt, das sich so sehr nach einem echten Top-Spiel angefühlt hat. Und das lag nicht nur daran, dass mehr als 60.000 Menschen in der Arena nach dem Schlusspfiff völlig aus dem Häuschen waren. Es lag vor allem daran, dass Schalke genau das getan hat, was man von einem Aufsteiger gegen den übermächtigen Rekordmeister eben tun muss: Die Mannschaft hat sich gewehrt. Mit allem, was sie hatte.

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Vom „Weltklassespieler“ in die Schweineliga: Das Mahnmal Max Meyer

Max Meyer im Jahre 2015 im Schalke-Trikot. Quelle: Wikipedia, Lizenz: CC BY 2.0 , Foto: Daniel Kraski

Man kann den Wechsel von Max Meyer zu Rot-Weiß Oberhausen natürlich als Fußball-Romantik verkaufen, wie es gerade einige Medien versuchen. Als die rührende Geschichte des verlorenen Sohnes, der nach einer Odyssee durch Europa heimkehrt, um verletzungsbedingt etwas kürzerzutreten, die Familie zu priorisieren und nebenbei den Trainerschein zu machen.

Man kann die Lupe aber auch umdrehen. Dann blickt man nicht auf ein Fußball-Märchen, sondern auf eine knallharte sportliche Tragödie und ein bitteres Mahnmal für eine völlig fehlgeleitete Karriereplanung.

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Schalke ist wieder da – aber noch nicht wirklich angekommen

Wohin geht die Reise des FC Schalke 04? Foto: Michael Kamps

Tja, was fangen wir jetzt mit diesem Saisonauftakt der Schalker an? Nach Jahren der Zweitklassigkeit war die Vorfreude in Gelsenkirchen riesig. Endlich wieder Bundesliga, endlich wieder große Gegner, endlich wieder diese besondere Atmosphäre rund um den FC Schalke 04. Und dann das: 0:3 beim FC Augsburg.

Natürlich ist eine Niederlage bei einem etablierten Bundesligisten kein Weltuntergang. Augsburg gehört schließlich nicht zu den Mannschaften, gegen die ein Aufsteiger automatisch drei Punkte einplanen darf. Trotzdem ist das Ergebnis ein Dämpfer. Und zwar ein ziemlich deutlicher. Denn gerade Aufsteiger können es sich normalerweise nicht leisten, die ersten Spiele einer Saison zu verschlafen. Wer nach oben kommt, braucht Punkte, Selbstvertrauen und möglichst schnell das Gefühl, tatsächlich in dieser Liga mithalten zu können.

Davon war in Augsburg zumindest nach der Pause nicht mehr viel zu sehen.

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Zwischen Talent und Wirklichkeit: Der Ex-Schalker Lewis Holtby macht Feierabend

Lewis Holtby einst auf Schalke- Quelle: Wikipedia, Foto: DerHans04, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es ist wohltuend, wenn ein Profi am Ende seiner Karriere nicht mit Verbitterung, Vorwürfen oder offenen Rechnungen abrechnet. Lewis Holtby verabschiedet sich mit Dankbarkeit, Demut und Zufriedenheit vom Fußball. In einer Zeit, in der viele ehemalige Stars lieber über verpasste Chancen, falsche Trainer oder schlechte Berater sprechen, wirkt das beinahe erfrischend altmodisch.

Man kann ihm diese Haltung nur gönnen. Wer fast zwei Jahrzehnte als Profi unterwegs war, in Deutschland, England und den Niederlanden spielte, drei Länderspiele absolvierte und viele Stadien dieser Fußballwelt kennenlernen durfte, hat zweifellos einiges erlebt. Mitleid braucht mit Lewis Holtby sicherlich niemand zu haben.

Und trotzdem bleibt bei seinem Karriereende ein leiser Gedanke zurück: War das wirklich alles?

Die Hoffnungen waren einmal riesig

Wer Lewis Holtby nur aus den vergangenen Jahren kennt, sieht einen soliden Zweitliga-Profi, keinen Top-Star der Szene. Wer ihn jedoch auch schon zu Beginn seiner Laufbahn erlebt hat, erinnert sich an einen ganz anderen Eindruck.

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Schalke steht vor der harten Wahrheit – Euphorie verblasst, die Probleme bleiben

Saisonende 2019 auf Schalke – ‚Notnagel‘ Huub Stevens konnte als Trainer den Abstieg der Gelsenkirchener aus der 1. Liga verhindern. Archiv-Foto: Michael Kamps

Der Wiederaufstieg des FC Schalke 04 hat in Gelsenkirchen verständlicherweise zunächst eine Welle der Begeisterung ausgelöst. Nach Jahren sportlicher Rückschläge, finanzieller Sorgen und teils erschütternder Perspektivlosigkeit wirkte die Rückkehr in die Bundesliga wie eine Erlösung für einen Klub, dessen Selbstverständnis stets im Oberhaus verankert war.

Doch während Fans und Umfeld sich vielerorts in nostalgischen Hoffnungen auf bessere Zeiten verloren, mahnt ausgerechnet einer der größten Schalker Realisten zur Vorsicht: Huub Stevens.

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Warum sich die Fußball-Bundesliga auf Rückkehrer Schalke 04 freuen darf

Eindrücke vom Spiel der Schalker am Samstagabend in Nürnberg. Foto(s): Kilian Marx

Der FC Schalke 04 ist endlich zurück in der 1. Fußball-Bundesliga – und auch wenn sportlich noch viele Fragen offenbleiben, ist eines bereits jetzt sicher: Die Rückkehr der Königsblauen ist ein echter Gewinn für den deutschen Fußball.

Nach dem Wiederaufstieg als Zweitliga-Meister 2025/26 kehrt einer der emotionalsten, traditionsreichsten und fanstärksten Vereine des Landes zurück auf die große Bühne. Dass Schalke in der abgelaufenen Zweitligasaison nicht durchgehend glanzvollen Fußball spielte, rückte angesichts des Saisonausgangs letztlich in den Hintergrund. Entscheidend war der von Millionen herbeigesehnte Wiederaufstieg – und vor allem die Art und Weise, wie Verein und Anhängerschaft diesen begleiteten.

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Muslic „passt wie die Faust aufs Auge zum S04“

Michael Kamps feiert den Aufstieg seiner Schalker im Stadion. Foto: privat

Der FC Schalke 04 ist zurück in der Bundesliga – und für Millionen Anhänger im Ruhrgebiet dürfte dieser Moment weit mehr bedeuten als nur einen sportlichen Erfolg. Nach Jahren voller Abstürze, Führungschaos, wirtschaftlicher Sorgen und sportlicher Enttäuschungen schafft einer der traditionsreichsten Vereine Deutschlands die Rückkehr ins Oberhaus. Entsprechend groß ist die Erleichterung rund um Gelsenkirchen.

Einer, der all das hautnah erlebt hat, ist Michael Kamps aus Waltrop, der uns bei den Ruhrbaronen seit Jahren dankenswerterweise mit seinen aktuellen Fotos rund um den Verein versorgt. Als Dauerkarteninhaber, Fanclub-Mitglied bei „Blau Weißes GEsocks Waltrop“ und regelmäßiger Beobachter der königsblauen Achterbahnfahrt blickt er auf eine Saison 2025/26 zurück, die selbst treue Optimisten überraschte.

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Der FC Schalke 04 ist zurück!

Der Zusammenhalt stimmt derzeit in Gelsenkirchen. Foto: Michael Kamps

Mit einem hart erkämpften 1:0-Erfolg gegen den Abstiegskandidaten Fortuna Düsseldorf hat der FC Schalke 04 am 32. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga am Samstagabend vorzeitig die Rückkehr ins deutsche Fußball-Oberhaus perfekt gemacht!

In Gelsenkirchen dürften nach Jahren voller Krisen, Abstiege, Chaos und Enttäuschungen sämtliche Dämme gebrochen sein. Millionen Fußballfans, insbesondere im Ruhrgebiet, feiern die Rückkehr eines der traditionsreichsten Klubs Deutschlands in die Bundesliga.

Auch wenn die Saison 2025/26 der Königsblauen über weite Strecken selten glanzvoll daherkam, erfüllt dieses Happy End genau jene Sehnsucht, die viele Fußballromantiker seit dem bitteren Absturz hegten: Schalke gehört emotional einfach zur Bundesliga. Das Ruhrgebiet bekommt damit ein weiteres Stück seiner fußballerischen Identität zurück – und allein diese Tatsache sorgt vielerorts für ehrliche Freude. Herzlichen Glückwunsch auch von den Ruhrbaronen an Schalke 04!

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Schalke hat Glück gehabt – und zwar öfter als man zugibt

Die Fans auf Schalke sind jetzt schon erstklassig. Foto: Michael Kamps

Beim FC Schalke 04 gehört Understatement traditionell eher nicht zum Repertoire. Malocher-Pathos, große Worte, große Emotionen – alles da. Nur: In dieser Zweitligasaison 2025/26 war „groß“ auf dem Platz erstaunlich selten zu sehen. Stattdessen hangelte man sich sehr häufig durch Spiele, die oft mehr Stückwerk als Fußball waren. Und trotzdem: Punkte fielen auf Schalke-Seite wie Kleingeld aus einer kaputten Parkuhr.

Der Sieg beim SC Paderborn vom vergangenen Wochenende ist dafür das perfekte Symbol. 0:2 hinten, defensiv wacklig wie ein Jenga-Turm kurz vor dem Kollaps – und am Ende steht ein 3:2. Comeback-Qualitäten? Sicher. Aber auch eine gehörige Portion Spielglück, das man sich zwar irgendwie erarbeitet, aber eben nicht jedes Wochenende gepachtet hat.

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Schulter-Schock auf Schalke: Platzt jetzt der Aufstiegstraum?

Edin Dzeko auf Schalke. Foto: Ruhrbarone

Der FC Schalke 04 hat in der Hinrunde der Saison 2025/26 genau das gemacht, was auf Schalke eigentlich niemand so richtig sehen will – und trotzdem alle unterschrieben hätten: unattraktiven Fußball gespielt und dabei überraschend erfolgreich gepunktet. Kein Glanz, kein Glamour, aber Tabellenplatz eins. Fußball-Romantik? Fehlanzeige. Ergebnis-Fußball? Volltreffer.

Plötzlich stand Königsblau ganz oben, der Aufstieg in die Bundesliga schien keine ferne Vision mehr, sondern ein realistisches Szenario. Während andere Teams sich verzockten oder im eigenen Chaos versanken, schlich sich Schalke still und heimlich an die Spitze. Und dann kam

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