
Ein Mann sitzt am Tisch, die Hände großspurig über dem Bauch gefaltet, flattert arrogant mit den Augenlidern. Gegenüber sitzt eine Frau mit hängenden Schultern und ratlosem Blick.
Sprechblase über dem Mann: „Eine deiner schlechtesten Eigenschaften, Barbara, ist – neben deiner Niederträchtigkeit, deiner Unzulänglichkeit und deiner erbärmlichen Unansehnlichkeit – dass du einfach keine sachliche Kritik verträgst!“
Zerstören die Ultras jetzt den Fußball?

Das Rad im Profifußball dreht sich in diesen Tagen rasend schnell weiter. Gerade noch Fußball-Wochenende in der Bundesliga, steht in der Mitte dieser Woche schon wieder DFB-Pokal auf dem Programm. Offiziell zumindest.
Nach den jüngsten Stör-Aktionen der Ultras ist nämlich zu befürchten, dass wir nach den Begegnungen des 1. FC Saarbrücken gegen Fortuna Düsseldorf, Schalke 04 gegen Bayern München, Bayer Leverkusen gegen Union Berlin und Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen am Ende doch wieder schwerpunktmäßig über andere Dinge diskutieren müssen: Den Egoismus der Ultras. Bringen wir es auf den Punkt: Machen die Ultras jetzt den Fußball kaputt?
Weihnachtsfrust und/oder Familienstress? Das muss doch beides nicht sein!

Es ist Weihnachten! Eigentlich gibt es meiner Beobachtung nach in diesen Stunden und Tagen nur zwei große Gruppen von Menschen: Die einen sind regelrecht im Weihnachtsrausch, freuen sich wie wild auf die Feiertage. Die anderen sind jetzt schon beim Gedanken an dieses Fest gefrustet und genervt, wollen am liebsten, dass die Tage, die sie an ihre Familienprobleme und/oder ihre Einsamkeit erinnern, schnellstmöglich vorbeigehen, damit der gewohnte Alltag zurückkehren kann.
Ich persönlich gehöre hingegen keine der beiden Gruppen an. Für mich bedeutet Weihnachten schlicht ein paar ruhige Tage, die ich stressfrei genießen kann. Weitestgehend alleine. Und ich freue mich darauf!
Die öffentliche Kontroverse zwischen Neuer und ter Stegen tut dem deutschen Fußball gut

Wer mag, der kann natürlich verächtlich auf den vor einigen Tagen ausgebrochenen verbalen Schlagabtausch zwischen den beiden Nationaltorhütern Marc-Andre ter Stegen und Manuel Neuer blicken, da man solche mannschaftsinternen Scharmützel ja im Regelfall nicht über die Öffentlichkeit austragen sollte.
Allerdings liefern gerade diese Vorgänge auf der anderen Seite endlich einmal wieder einen aktuellen Beweis für das Vorhandensein der ansonsten gerne und viel geforderten Persönlichkeiten, die man im modernen Profifußball, wo inzwischen eigentlich längst gänzlich stromlinienförmige Spieler der Normalfall sind, häufig vermisst. Und das tut der Szene unbestritten gut.
Cartoons ohne Bilder #13

Ein Hühne mit Glatze, Tätowierungen, Muskeln und Schlagring. Baut sich auf über einem schmächtigen, kleinen Mann, Typ Buchhalter.
Gezackte Sprechblase Hühne: „Hast du ein Problem oder was?“
Sprechblase Buchhalter: „Na hören Sie mal: Ich werde gerade von einem offenkundig vorbestraften, gewohnheitskriminellen, a- bis dissozialen Gorilla angebrüllt, der nur die Sprache der Gewalt kennt und zu dumm ist, Probleme anders als mit seinen Fäusten zu lösen. Natürlich habe ich ein Problem!“
Cartoons ohne Bilder #12

Ein Hühne mit Glatze, Tätowierungen, Muskeln und Schlagring, quer über dem Gesicht eine riesige Narbe. Baut sich auf über einem schmächtigen, kleinen Mann, Typ Buchhalter.
Gezackte Sprechblase über dem Schläger: „Was guckst du so?“
Buchhalter (gelassen): „Ach, es ist nur, weil Sie eine auffallend hässliche Narbe im Gesicht haben.“
Waltroper Bürgermeisterin sieht die Entwicklung ihrer Stadt durch ‚Datteln 4‘ eingeschränkt

Spätestens seit dem Frühjahr 2014 steht eigentlich schon fest, dass auch die Stadt Waltrop juristische Schritte gegen das an ihrer unmittelbaren Stadtgrenze errichtete Steinkohlekraftwerk ‚E.ON Datteln 4‘ einleiten wird. Bis zum heutigen Tage sind außer der generellen Absicht aber noch nicht allzu viele Details nach außen gedrungen.
Nachdem dabei ursprünglich grundsätzlich verschiedene Angriffspunkte denkbar waren, hat sich Waltrops Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU), welche sich bei dem Vorhaben auf eine breite politische Mehrheit in ihrer Stadt stützen kann, gegenüber den Ruhrbaronen, nach einem Treffen mit den beauftragten Fachanwälten in der Vorwoche, nun erstmals konkreter über das Vorhaben die Inbetriebnahme des derzeit juristisch gestoppten Meilers endgültig verhindern zu können geäußert.
Wer nicht häufig genug erscheint, der muss zukünftig wohl komplett wegbleiben!

Das Revierderby hat viele andere spannende Fußballthemen in den letzten Tagen, zumindest hier im Ruhrgebiet, deutlich überlagert. Eines davon möchte ich aber heute hier bei uns im Blog zumindest noch einmal kurz aufgreifen, da es doch sehr viel Diskussionspotential und Emotionen in sich bergen dürfte.
Da hat der FC Bayern München, nicht gerade für seine überkochende Stimmung im Stadion berühmt, und bei vielen Fußballfreunden sogar regelrecht für sein ‚Event‘-Publikum in der heimischen Arena verschrien, zuletzt einigen seiner Fans nämlich die Dauerkarte gekündigt, da sie nicht häufig genug bei dem Heimspielen des Clubs erschienen sind.
Das Alles wohlgemerkt vor dem Hintergrund ständig offiziell ausverkaufter Heimspiele. Und das hat den Betroffenen natürlich so überhaupt nicht geschmeckt.
Eine aktuelle Gerichtsentscheidung gab dem Club nun jedoch Recht.
Wer nicht mindestens 8 der 17 Bundesliga-Heimspiele der Bayern im Stadion verfolgt, der verliert in München seinen Platz im Stadion, sprich sein Anrecht eine Dauerkarte auch für die nächste Spielzeit zu erwerben. Einzelkarten sind jedoch nur sehr schwer zu bekommen. Das führt nun zu emotionalen Debatten!
BVB: Hans-Joachim Watzke sollte sich bei Thema Bayern München endlich zurücknehmen!

Der verbale Schlagabtausch zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund ging nun in eine neue, in eine völlig unnötige Runde. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke verriet dem ‚Kicker‘, dass der FC Bayern neben Mario Götze und Robert Lewandowski noch mehr BVB-Stars an die Isar locken wollte.
Watzke schilderte dort, dass der FC Bayern dem BVB „die Herzstücke Götze und Lewandowski herausgerissen“ habe, und es waren dem Sauerländer zufolge „ nicht die einzigen Spieler, denen sie Avancen gemacht haben“.
„Wir sind auch deshalb für die Bayern eine massive Bedrohung geworden, weil wir die höchsten Sympathiewerte haben. Wir polarisieren nicht so stark, kommen sehr sympathisch rüber. Das hat man bei Bayern sehr genau analysiert“, erklärte er. Der FC Bayern habe damit die erfolgreiche Dortmunder Mannschaft von 2012 „zerstören“ wollen.
Diese Vorwürfe sind jedoch in der Substanz weder wirklich neu, noch sind sie in der aktuellen Situation der Borussia irgendwie hilfreich. Watzke sollte sich solche Aussagen zukünftig, auch wenn sie im Kern ja vielleicht sogar der Wahrheit entsprechen, einfach sparen.
1.Bundesliga am Montag? – Die nächste Runde ‚Fußball-Romantiker gegen Geschäftemacher‘

Wenden wir uns an diesem Bundesligasonntag mal weg vom aktuellen Tagesgeschehen, obwohl es auch an diesem Wochenende dort wieder genug anzumerken und zu diskutieren gäbe.
Doch das Thema der letzten Tage rund um den Profifußball in diesem Lande war eine offensichtlich ins Haus stehende weitere Zerstückelung der Anstoßzeiten. Käme dies in naher Zukunft so, soll hierdurch in erster Linie der Umsatz der Liga und ihrer Vereine gesteigert werden.
Jüngste Erfolgszahlen der englischen Premier League hatten auch bei der Bundesliga offenbar erneut entsprechende Begehrlichkeiten geweckt, eine seit Jahren schon laufende Grundsatzdebatte neu belebt. Der Kampf zwischen den Fußballtraditionalisten und Romantikern gegen die ‚kalten‘ Geschäftsinteressen und den Kommerz geht damit in die nächste Runde. Doch der Sieger dürfte hierbei schon längst feststehen. Und ein Zurück zu einheitlichen Anstoßzeiten der neun Erstligaspiele wird es nicht geben. Im Gegenteil! Vermutlich wird Erstligafußball schon bald auch am Montagabend gespielt und eben auch im TV zu sehen sein.