Düsseldorf: Khamenei-Fans auf Friedensfahrt – Frauen sitzen extra

Für Mörder und Vergewaltiger auf der Straße: Die Apologoten des Terrors und der Barbarei in Düsseldorf (Foto: Peter Ansmann)
Düsseldorf, September 2025: Die Apologoten des Terrors und der Barbarei (Foto: Peter Ansmann)

„Zurück zu den Wurzeln“ heißt es am 26. September 2026 in Düsseldorf. Für die angekündigte Gaza-„Massendemo“ am kommenden Samstag wird mit Frieden und Menschenwürde geworben. Mitmobilisiert wird allerdings auch von einem Account, der Khamenei verehrt. Auf X ist ein „Intifada-Bus“-Flyer dokumentiert, der Terroristen kurzerhand zu Widerstandskämpfern erklärt.

Eine bemerkenswerte Reisegesellschaft. Die Welt soll befreit werden, aber im Bus herrscht schon mal Geschlechtertrennung. So viel Ordnung muss sein.

Die alten Bekannten sind wieder da

Losgehen soll es um 14.00 Uhr am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Der Veranstalteraccount „wirvergessengazanicht“ sucht bereits Ordnerinnen und Ordner. Birte Döpke (Team Todenhöfer – das gibt es irgendwie auch noch!) bewirbt die Veranstaltung in einem gemeinsam mit dem Veranstalteraccount veröffentlichten Video. In einem eigenen Kommentar schreibt sie, sie freue sich, dort sprechen zu dürfen.

Birte Döpke wirbt auf Instagram für die Düsseldorfer Demonstration am 26. September 2026.
Birte Döpke wirbt für die Düsseldorfer Demonstration am 26. September 2026 (Screenshot: Instagram)

Döpke ist Ruhrbarone-Lesern bekannt: In unserem Bericht über die Düsseldorfer Demonstration vom 27. September 2025 dokumentierten wir ihre Rede. Darin verglich sie den Zionismus mit einem „Krebsgeschwür“ und behauptete: „Er steuert die Regierenden.“ Ein verschwörungsideologisches und antisemitisches Weltbild lässt sich offenbar problemlos mit der aktuellen Werbung für Menschenwürde vereinbaren.

Khamenei-Verehrung inklusive

Besonders aufschlussreich ist der Account „hambastegi.nrw“. Er veröffentlichte einen Aufruf für den 26. September 2026 gemeinsam mit „freedomaktivist“, „afgpassion“ und „hayhat.de“. Diese Accounts stehen tatsächlich als Mitautoren am Beitrag – nicht bloß als Bildmarkierungen.

Auf demselben Profil findet sich ein Beitrag vom 25. Juli 2026 mit einer ehrerbietigen Darstellung Mojtaba Khameneis. Ein eigener Kommentar des Accounts huldigt außerdem Ali Khamenei – dem iranischen Despoten und Massenmörder, der am 28. Februar 2026 bei einem israelischen Luftangriff im Rahmen der gemeinsamen Militäroperation der USA und Israels eliminiert wurde. (Arye Sharuz Shalicar: „Israel und Amerika haben den Menschen im Iran die Tore geöffnet, die Tore zur Freiheit“)

Das ist keine bloße Solidarität mit iranischen Zivilisten, sondern erkennbare Verehrung für die Khamenei-Familie. Wer für Freiheit demonstrieren möchte, könnte bei solchen Mitstreitern wenigstens kurz stutzig werden.

Khamenei-Beitrag von hambastegi.nrw mit Instagram-Übersetzung; Kommentaridentitäten verpixelt.
Khamenei-Verehrung bei „hambastegi.nrw“: Beitrag vom 25. Juli 2026 mit eingeblendeter Instagram-Übersetzung (Screenshot: Instagram)

„Ihr sagt Terroristen – wir sagen Widerstand“

Ein auf X dokumentierter Flyer bewirbt für den 26. September 2026 einen „Intifada Bus“ von Berlin nach Düsseldorf: 35 Euro für Hin- und Rückfahrt, „Frauen und Männer getrennt“. Dazu der Satz: „Ihr sagt Terroristen – wir sagen Widerstand“. Menschenwürde auf dem Plakat, Geschlechtertrennung bei der Anreise: So sieht die beworbene „entspannte gemeinsame Fahrt“ aus.

Die Frau auf dem Piktogramm trägt selbstverständlich Kopftuch. Die Welt soll befreit werden, aber auf dem Bus-Flyer ist schon weibliches Haupthaar offenbar zu viel Freiheit.

Dokumentierter Bus-Flyer mit Geschlechtertrennung und dem Satz Ihr sagt Terroristen – wir sagen Widerstand.
Auf X dokumentierter „Intifada-Bus“-Flyer; (Screenshot: X)

Ob getrennte Fahrzeuge oder Sitzbereiche gemeint sind, bleibt offen. Die auf dem Flyer genannten „Terroristen“ werden keiner Organisation zugeordnet. Die Umbenennung von Terror in „Widerstand“ bleibt trotzdem eine ziemlich eindeutige politische Botschaft.

Gegenprotest am Graf-Adolf-Platz

IronDome Deutschland ruft zum Gegenprotest am Graf-Adolf-Platz auf. Der veröffentlichte Flyer trägt das Logo von Iron Dome Deutschland. Im Aufruf geht es gegen Antisemitismus, Islamismus und das iranische Regime sowie für jüdisches und queeres Leben, das Existenzrecht Israels und Frieden in Israel und Gaza.

KöAntifa-Aufruf mit Iron-Dome-Deutschland-Flyer: Gegenprotest am 26. September 2026 um 15.30 Uhr am Graf-Adolf-Platz.
KöAntifa wirbt mit dem Flyer von Iron Dome Deutschland für den Gegenprotest (Screenshot: Instagram)

Nicht verwechseln: Der ebenfalls von IronDome Deutschland organisierte Protest am Sonntag, 27. September 2026, um 13.30 Uhr am Fürstenplatz richtet sich gegen die andere Veranstaltung „Palästina lebt!“.

Wer in Düsseldorf für Frieden demonstrieren will, muss dafür weder Khamenei verehren noch Terror zu Widerstand erklären. Iron Dome Deutschland zeigt am Samstag am Graf-Adolf-Platz, dass es auch anders geht. Sogar ohne Geschlechtertrennung.

Autorenseite: Peter Ansmann
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2 Stunden vor

MERA25 und MLPD – die kommen auch zur Pro-Israel-Demo? O mein Gott! Eine Detailfrage: warum dieser woke Regenbogen? Das wäre für mich fast ein Grund, nicht zu dieser Demo zu gehen… Der woke BS beruht auf den Lehren von J. Butler, die Franktfurter Schule ad absurdum und ins Wahnlager der Woken führte! Die setzt sich auch für Hamas ein. Wo der Regenbogen prangt, ist Wahn enthalten.

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