Die CDU wird nervös

Thomas Nückel Foto: Privat

Lange schien es so, als ob die schwarz-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen souverän die Landtagswahl im kommenden Jahr gewinnen würde. Doch nachdem immer klarer wird, dass in Düsseldorf die Grünen auf Kosten der Union das Sagen haben, fällt es auch Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) immer schwerer, die Probleme des Landes wegzulächeln. Unser Gastautor Thomas Nückel ist Mitglied der FDP-Fraktion im Landtag-NRW. 

Am Donnerstag ging es im Düsseldorfer Landtag um Bildungspolitik. Neben der inneren Sicherheit ist Bildung eines der Themen, bei denen die wichtigsten Beschlüsse in den Ländern gefasst werden. Eine ganz große Koalition aus CDU, SPD und Grünen wollte mit einem gemeinsamen Antrag die „Mehrsprachigkeit an Schulen stärken“. Eine gute Idee. Immer mehr Kinder wachsen in

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Nicht jetzt. Nicht wieder. Warum Schalke endlich die Ruhe verdient, die es sich erarbeitet hat.

Die Geschäftsstelle von Schalke 04 – Foto: Peter Hesse


Es gibt Momente im Fußball, in denen Tabellen plötzlich zweitrangig werden. Momente, in denen es um etwas Größeres geht als Tore, Punkte oder Personalien. Von unserem Gastautor Philipp Klein

Es geht um die Frage, ob ein Verein aus seiner Vergangenheit gelernt hat. Ob er den Mut besitzt, einen eingeschlagenen Weg konsequent

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Selbstbestimmung ohne Kontrolle? Wie ein Gesetz Unfrieden stiftet

Till Randolf Amelung Foto: Joanna Nottebrock


Das Ende 2024 eingeführte Selbstbestimmungsgesetz sollte Freiheit schaffen. Doch fehlende Definitionen, offene Missbrauchsfragen und juristische Streitfälle zeigen: Das Sprechaktgesetz produziert neue Unsicherheiten – auch für jene, die es schützen soll. Von unserem Gastautor Till Randolf Amelung. 

„Ziel dieses Gesetzes ist es, die personenstandsrechtliche Geschlechtszuordnung und die Vornamenswahl von der Einschätzung dritter Personen zu lösen und die Selbstbestimmung der betroffenen Person zu stärken, […].“

So steht es im Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag (SBGG), § 1, Absatz 1. Gutachten wie beim Transsexuellengesetz (TSG) oder Atteste wie beim PStG 45b, der für intergeschlechtliche Menschen eingeführt wurde, sind nicht mehr erforderlich. Nun ist die Änderung per

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„Befreien Sie mich von Reich“

Sigmund Freud Foto (Ausschnitt) Max Halberstadt Lizenz: Gemeinfrei

Der Name Wilhelm Reich ist auch heute noch, sieben Jahrzehnte nach seinem viel zu frühen Tod in einem amerikanischen Gefängnis, international präsent. Kein Psychoanalytiker und jüdischer Emigrant hat so heftige Auseinandersetzungen ausgelöst wie der ungestüme, außergewöhnlich produktive psychoanalytische Theoretiker und zeitweilige Marxist Wilhelm Reich. Die Deutungs- und Aneignungsversuche zu Reichs imposantem Lebenswerk halten bis heute an. Von unserem Gastautor Roland Kaufhold

Anfangs hielt auch Sigmund Freud große Stücke auf den 1897 geborenen Wilhelm Reich. Eine Ambivalenz und Skepsis machte sich bei Freud jedoch bereits um 1928 bemerkbar: „Wir haben hier einen Dr. Reich, einen wertvollen, aber ungestümen jungen Mann, seinem Steckenpferd leidenschaftlich ergeben, der nunmehr den genitalen Orgasmus als Gegenmittel gegen jegliche Neurose preist. Er mag von Ihrer Analyse (…)

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Was ist wirklich drin in der schillernden Grazer Wundertüte?

Graz Oberbürgremeisterin Elke Kahr (KPÖ) Foto: Bernhard Holub Lizenz: CC BY-SA 4.0

35 Prozent am Sonntag für die KPÖ in Graz – eine Blaupause für eine neue Ausrichtung der deutschen Linkspartei auf „Bezahlbarkeit“ durch Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano? Von unserem Gastautor Jendrik Scholz.

Nicht mehr in Moskau (13,3 Millionen Einwohner) wie ehedem die KPD- und SED-Altvorderen sucht das neue Bundesvorsitzenden-Duo der deutschen Linkspartei, Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano, politische Inspiration und Orientierung, sondern im österreichischen Graz (308.000 Einwohner), genauer: bei der Wohnungs- und Mietenpolitik der kommunistischen

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ARCH+ 264: Ruhr: Vom Gebiet zum Raum

Markuskirche Foto: Daniel Sadrowski Lizenz: Copyright


Ausgabe anlässlich der Manifesta 16 Ruhr*, herausgegeben in Kooperation mit Renée Tribble und dem Fachgebiet StädteBauProzesse der TU Dortmund sowie Anh Linh Ngo, Vizepräsident der Akademie der Künste von Berlin und Editor in Chief von arch+. Von unserem Gastautor Klaus R. Kunzmann.

Es ist ein anderes Ruhrgebiet, das hier von vielen Autoren aus Architektur, Kunst, Theater, Soziologie, Urbanismus, Medienwissenschaft und Raumplanung, die das Ruhrgebiet lieben, in deutscher und englischer Sprache vorgestellt wird. Es ist nicht das Ruhrgebiet, das sich seit Jahrzehnten

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Antifaschismussimulation

Verfasserteam des GFF-Gutachten Foto (Ausschnitt): Nils Leon Brauer Lizenz: Copyright

Das AfD-Gutachten der »Gesellschaft für Freiheitsrechte« wird nach hinten losgehen. Wie schon das Compact-Verfahren oder die voreilige Einstufung der AfD als »gesichert rechtsextrem« durch den Verfassungsschutz. Die politischen Milieus, die hinter dieser Denk- und Handlungsweise stehen – und sich mit bestimmten sozialen Milieus überlappen – wissen nicht, was sie da tun. Es sieht auch nicht so aus, als würden sie etwas lernen. Von unserem Gastautor Holger Marcks.

 

Der »Kampf gegen rechts« lässt keinerlei strategisches Denken erkennen. Geschweige denn eine verantwortungsethische Reflexion des eigenen Tuns. Es ist reine Gesinnungsethik, die hier aufscheint, getragen von hohlen Phrasen, die der Selbstvergewisserung dienen – demokratietheoretisch unterkomplex, intellektuell ein Desaster. Die primäre Funktion, die das neue Gutachten hat, ist es, die eigenen Gewissheiten zu stabilisieren.
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Die Zukunft wird auch im Revier gemacht

Young Leaders im Heinrich Nixdorf Forum in Paderborn Foto: Privat


Eine Woche young leaders Akademie aus der Sicht eines 17-Jährigen aus Bottrop: über Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz, das Technische Hilfswerk und die Frage, ob meine Generation noch Lust auf Verantwortung hat. Von unserem Gastautor Rojan Fares

Wer wissen will, ob junge Menschen heute noch Lust auf Verantwortung haben, hätte im April nach Paderborn fahren sollen. Bei der 87. young leaders Akademie kamen vom 7. bis 12. April 2026 rund 100 Jugendliche aus ganz Deutschland zusammen, um fünf Tage lang über die großen Zukunftsfragen zu diskutieren. Ich war einer von ihnen, 17 Jahre alt und Schüler der

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Gedanken am 22. Juni

Ein Panzer III der 16. Panzer-Division während der ersten Tage der Operation Barbarossa Foto: Sconosciuto Lizenz: Gemeinfrei


Heute ist der 22. Juni. Heute vor 85 Jahren begann an den Ufern des Bug, an der Eisenbahnbrücke, die von Terespol nach Brest führt und über die der letzte sowjetische Zug mit Gütern für die deutsche Kriegswirtschaft noch wenige Stunden zuvor gefahren war, um 03:15 Uhr am Morgen – und nicht nur dort, sondern auf einer gewaltigen Frontlänge, die tatsächlich von Finnland bis zum Schwarzen Meer reichte, wie eines der Propagandamarschlieder der Nationalsozialisten es beschrieb – die Umsetzung der Weisung 21, Fall Barbarossa. Von unserem Gastautor Manfred Albers.

Der Überfall auf die Sowjetunion war nicht einfach ein Angriffskrieg. Es war die Umwandlung von Krieg in einen Abgrund des Bösen, für den das Wort Vernichtungskrieg geprägt wurde. Vernichtungskrieg bedeutete das massenhafte Ermorden der als minderwertig klassifizierten Völker der Sowjetunion zur Erleichterung der Übernahme

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Schlachthof Kassel: Alle Fahnen verboten, bis auf eine…

Keine Flaggen? Kommt drauf an Foto: Jonas Dörge

Im Zentrum Schlachthof in Kassel mag man keine Fahnen. Aber für die des Fantasiestaates Palästina macht man eine Ausnahme. Von unserem Gastautor Jonas Dörge

Der Schlachthof Kassel e.V. und der ihm angeschlossene Biergarten Boreal kündigten in den sozialen Medien und auf Plakaten ein „Public Viewing“ zur WM 2026 an. Auf dem Ankündigungsplakat und den entsprechenden Kacheln der Social-Media-Beiträge prangte sichtbar der Hinweis „Keine Nationalflaggen!“ Auf einem weiteren (mittlerweile gelöschten) Post konnte man lesen: „Bei uns ist kein Platz für Nationalismus, also lasst eure Flaggen und die Schwarz-Rot-Gold-Schminke zuhause.“

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