››Der VfL Bochum ist nach dieser Saisonleistung über fast jeden Zweifel erhaben.‹‹

Forza VfL! Torhüter Manuel Riemann und Trainer Thomas Reis heizten im Bochumer Bermudadreieck die Stimmung an | Foto: Pottoriginale

Top Stimmung in Bochum und lange Gesichter in Dortmund – mit einer kampfstarken Leistung hat der VfL Bochum am Wochenende drei Punkte aus der Nachbarschaft entführt. Nun sind noch zwei Spieltage in der laufenden Saison zu spielen. Unsere Autoren Tommy Junga und Peter Hesse erklären, ob der BVB im nächsten Jahr deutscher Meister werden kann, wie die Aufstiegschancen beim FC Schalke bestellt sind und das Pyro eindeutig ‘zurück‘ in die Fankurve gehört, wie es gerade ein Spieler vom FC Everton vorgemacht hat.

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Stadtarchiv Bochum zeigt Werke von Albert Kelterbaum

Tuschezeichnung „Am Bollwerk“ von Albert Koltermann aus dem Jahr 1959 // Foto: adhoc Verlag

Albert Kelterbaum wurde 1904 im Schatten der Hochöfen in Duisburg-Hochfeld geboren. Er war Nietenjunge beim Brückenbau, arbeitslos in der Zeit der Weltwirtschaftskrise, malochte beim Bau der Autobahn und war Soldat im Zweiten Weltkrieg. Zwischendrin zeichnete er seine Umwelt, die Welt der kleinen Leute. Das Bochumer Stadtarchiv zeigt aktuell ausgesuchte Werke von dem Künstler aus dem Arbeitermilieu. 

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DJ HELL kommt nach Dortmund ins Oma Doris

DJ Hell bei einem Besuch im Ruhrgebiet | Foto: Dominik Asbach

Er ist der Gentleman des Techno, Erfinder des Electroclash und legte schon als DJ auf einer Party von Playboy-Gründer Hugh Hefner auf. Die Corona-Phase war für ihn als DJ besonders hart – keine Engagements, somit keine Möglichkeiten an Jobs zu kommen. Zwischendurch war er ein paar Wochen in Mexico. Nun öffnen die Clubs wieder: am 22. April legt DJ Hell im Dortmunder Club Oma Doris auf. Im Interview sprechen wir über musikalische Vorlieben, sein schwieriges Verhältnis zu Arnold Schwarzenegger und warum er das Ruhrgebiet so anziehend findet.

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Markus Müller im youtube-Roulette

Free Music Production (FMP): ein Siittengemälde zwischen Avantgarde, Free Jazz und Geschichtsschreibung | Foto: Wolke Verlag

Für den Wolke Verlag hat der aus Hattingen stammende Autor Markus Müller ein Buch über die West-Berliner „Free Music Production. FMP – The Living Music“ geschrieben – und es ist wirklich mit viel Hingabe und Aufwand gemacht. Inhaltlich beschäftigt es sich mit Freejazz-Made-in-Germany – die Findungs- und Sinnsuch-Phase der 1968er Generation von musikalischen Größen, wie Peter Brötzmann. Einer Szene also, die auch immer wieder mit viel Hingabe und kreativem Einfallsreichtum Brücken zu Neuer Musik, Avantgarde und zeitgenössischer bildender Kunst geschlagen hat. Dieser Wälzer ist ganze 400 Seiten dick, großformatig und fast zweieinhalb Kilo schwer. Mit rund 300 Abbildungen wird das FMP-Movement so als eines der wichtigsten kulturpolitischen Phänomene im Westberlin des 20. Jahrhundert hervorgehoben. Das Buch ähnelt in Haptik und seiner wunderschönen Aufmachung eher einem Kunstband, als einem Fachbuch. Was sonst noch wichtig ist, erklärt uns Markus Müller im youtube-Roulette.

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Streckmittel im youtube-Roulette

Hoch die Tassen – hier kommt Punkrock von der Bochumer Band Streckmittel

Punkrock in Bochum hat nicht erst seid den mächtigen Kassierern, Terremoto Party oder den Shitlers eine große (und lange!) Tradition. Auch Streckmittel hauen mit derben Texten, runtergeschrubbten one-two-three-four-Riffs und dem nötigen Drive eine sehr schmissige Mischung raus. Morgen kann man sich das im Oberhausener Druckluft anschauen, dort spielen sie zusammen beim Punkabend #50 mit den Bands John Porno Punk Explosion, Endlich schlechte Musik und Zwakkelmann. Was sonst noch wichtig ist, verrät uns Streckmittel-Sänger Kiwi im youtube-Roulette.  

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Die John Porno Punk Explosion im youtube Roulette

Die John Porno Punk Explosion kommt aus Düsseldorf und sie spielen Punkrock

Laut dem «Oxford Dictionary» ist Punk ein Wort für «verdorben», «Straßenmädchen» oder «faulendes Holz». Seit dem Jahr 1977 steht Punk auch für eine Jugendbewegung, die alles in Frage stellte, was zuvor galt. Punk war brachiale Musik, Rebellion und eine stilitisierte Lebenseinstellung mit Dosenbier und in zerrissenen Jeans. Ein Statement gegen alles Etablierte, gegen Regeln im Allgemeinen und ein Aufbegehren gegen die sogenannte Spießerwelt. Die John Porno Punk Explosion lieben Punk und zelebrieren ihn mit einer gehörigen Portion Nostalgie. Nächsten Freitag (18. März) spielen die Düsseldorfer zusammen mit Streckmittel und Zwakkelmann beim Jubiläums-Punkabend #50 im Druckluft Oberhausen. Was sonst noch wichtig ist, verrät uns die John Porno Punk Explosion im youtube-Roulette.

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Elvis Pummel im youtube-Roulette

Elvis Pummel spielt am Donnerstag im Dortmunder subrosa | Foto: PR

„Jede Stadt hat ihren Elvis“, so schrieb das Visions Magazin über ihn, „und Dortmund hat den besten: Mister ELVIS PUMMEL.“ Er ist Entertainer, Klamaukbarde, Monsieur eine Milliarde Volt und lebende 50s/60s Musicbox in Personalunion. Überhaupt ein Mann, den man nicht in Worte fassen kann. Seine Konzerte schwanken zwischen Mädchenherzenbrechen, Selbst-Hypnose und einem Rockabilly-Kaputtnik-Zauberkasten aus 1001 Nacht. Kurz vor seinem Auftritt im Dortmunder subrosa (Donnerstag, 3. März) haben wir ihn zum youtube-Roulette eingeladen.

Lieber Elvis Pummel, welcher Song repräsentiert für dich am besten das Ruhrgebiet?
Friedel Hensch – „Der Mond von Wanne Eickel“

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Krieg in der Ukraine hat erste Folgen für den FC Schalke 04

Die Geschäftsstelle von Schalke 04 | Foto: Peter Hesse

Seit vielen Jahren wird das Gazprom-Engagement von Schalke 04 sehr kritisch gesehen. Mit dem Start des Angriffs auf die Ukraine vermeldet der Fußballclub aus Gelsenkirchen heute vormittag eine erste Konsequenz: „Matthias Warnig hat (als Gazprom-Gesandter) den Aufsichtsrat des FC Schalke 04 am Donnerstag (24. Februar) darüber informiert, dass er mit sofortiger Wirkung sein Aufsichtsratsmandat niederlegt. Der 66-Jährige hatte dem Gremium seit dem Juli 2019 als kooptiertes Mitglied, entsandt von Hauptsponsor Gazprom, angehört.“ 

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Bye bye, Omo! Bernd Schäumer ist gestorben

Bernd „Omo“ Schäumer – ein Musikliebhaber mit großem Herzen / Foto: privat

Bernd „Omo“ Schäumer ist verstorben. Und darüber sind wir sind sehr traurig – seit vielen Jahren war er Stammleser der Ruhrbarone und über so manches Thema haben wir mit ihm noch ausgiebig bei drei Gläsern Pils debattiert. Bernd stammte aus Wanne-Eickel und als Musiker bereicherte die Band Vorgruppe, wo er in den frühen 1980er Jahren den Synthesizer bediente. In späteren Jahren brachte er unter dem Pseudonym ›Disque Omo‹ seine Songs heraus – und die waren meist irgendwo zwischen verträumter Filmmusik und anmutiger Synthesizer Elektronik angelegt.

Er jobbte in frühen Jahren bei der Plattenfirma Rough Trade in Herne und verdiente viele Jahre sein Geld als Plattenverkäufer sein Geld, zum Beispiel in Läden wie Phonac (Dortmund) und Elpi (Bochum), bis er einer der Teilhaber vom CD-Laden Telök am Bochumer Nordring wurde. Zwischendrin war Omo ein paar Jahre Autor beim Ruhrgebiets-Stadtmagazin Marabo. Unvergessen bleibt seine Kim Wilde-Titelgeschichte, wo er in Wolfgang Welt-Manier am Ende schreibt, wie sein Gespräch in einem Hotelzimmer zwar beendet war – und der nächste Journalist schon mit einem neuen Gespräch an der Reihe war. Omo musste aber nochmal rein zur „Kids in America“-Sängerin, weil er seine Plastiktüte mit seinem Hab und Gut vergessen hatte.

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Der BVB sollte mehr drauf haben als Schuld und Süle

Trübe Aussichten an der Strobelallee / Foto: Peter Hesse

Nationalspieler Niklas Süle, dessen auslaufender Vertrag beim FC Bayern nicht verlängert wird, hat sich zu einem ablösefreien Wechsel zu Borussia Dortmund im kommenden Sommer entschlossen. Das war gestern das entscheidende Thema in der schwarz-gelben Welt. Doch das Thema überdeckt das Hauptproblem der Borussia, die in dieser Saison aus allen drei Wettbewerben (Meisterschaft, Champions-League und DFB-Pokal) viel zu früh ausgeschieden ist. Thommy Junga und Peter Hesse probieren sich an einer Fehler-Analyse.  

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