Wie MdB Mirze Edis (Die Linke) aus Terroristen „unschuldige Palästinenser“ macht

MdB Mirze Edis - Die Linke (Foto, bearbeitet: Peter Ansmann)
MdB Mirze Edis – Die Linke (Foto, bearbeitet: Peter Ansmann)

Itamar Ben-Gvir ist ein Rechtsextremist. Was Israels Minister für nationale Sicherheit im Podcast der ehemaligen deutsch-israelischen Geisel des Palästinensischen Islamischen Dschihad Rom Braslavski sagt, ist – zugegeben –  politisch unklug.

Um das festzustellen, muss man ihm nichts unterschieben.

MdB Mirze Edis (Die Linke) tut es trotzdem. In seinem Instagram-Beitrag (und auf Facebook) macht er aus Ben-Gvirs Forderung nach „gezielten Tötungen“ eine Forderung, täglich 30 bis 40 „unschuldige Palästinenser“ zu ermorden. Das Wort „unschuldig“ fällt im Original nicht.

Am Ende des vollständigen Gesprächs spricht Ben-Gvir ausdrücklich von „Terroristen“.

Genau diese Passage zeigt Mirze Edis nicht.

Was, beim dauerempörtesten Mitglied des deutschen Bundestags wo gibt, natürlich Sinn macht:

Die Forderung, gezielt Terroristen auszuschalten, hat nicht denselben Skandalisierungswert wie „Der Faschist Ben-Gvir fordert, dass jeden Tag 30 bis 40 unschuldige Palästinenser ermordet werden sollten.“

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Kneecap in Oberhausen: „Israel Nazis“ und die Sache mit den „Lobbygruppen“

<a href="https://commons.wikimedia.org/?curid=166571488">Raph_PH</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0</a>, via Wikimedia Commons
Kneecap soll am 20.08.2026 in der Turbinenhalle Oberhausen auftreten (Foto: Raph_PH, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)

Am 20. August 2026 sollen die Rapper von Kneecap in der Turbinenhalle Oberhausen spielen.

Die Debatte um das Konzert ist inzwischen ein eigener Programmpunkt.

Mit organisierten Absageforderungen, einem konkreten Protestaufruf – und Reaktionen in den Kommentarspalten von Instagram und Facebook – bei denen niemand groß rätseln muss, was gemeint sein könnte.

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AfD in Stolberg: Vom Parteibüro zum „patriotischen“ Gegenmilieu

Andreas Klöcker vor dem Alternativen Zentrum Stolberg
Andreas Klöcker vor dem Alternativen Zentrum Stolberg. Anhand der Schilder neben der Eingangstür ist zu erkennen, wer die Adresse nutzt (Screenshot: Facebook).

Das „Alternative Zentrum Stolberg“ ist Parteizentrale, Wahlkreisbüro, Veranstaltungsort, Mitgliederwerbestelle und Geschäftsadresse zugleich. Vom 13. bis 16. August veranstaltete die AfD dort ein Campingtreffen. Inzwischen wirbt sie mit Trauungen und Notunterkünften. In Stolberg entsteht nicht einfach ein Parteibüro.

Die AfD baut sich ein eigenes Gegenmilieu.

Ein Parteibüro ist normalerweise ein ziemlich langweiliger Ort. Ein paar Schreibtische, Wahlkampfplakate, eine Kaffeemaschine, deren Entkalkungszustand gegen diverse internationale Abkommen verstößt, und gelegentlich kommt jemand zur Bürgersprechstunde.

In Stolberg hat die AfD anscheinend größere Pläne.

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Bundeswehrübung Red Storm Charlie: Linke-Arbeitsgemeinschaft bewirbt Aktionstage eines Bündnisses, das zur Sabotage aufruft

Bundeswehrübung, Symbolbild (Foto: Peter Ansmann)
Bundeswehrübung, Symbolbild (Foto: Peter Ansmann)

Die offizielle Bundesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität der Partei Die Linke ist Mitverfasserin eines aktuellen Instagram-Posts, der „Free Palestine“ mit dem „Kampf der NATO“ verbindet und dazu aufruft, die Bundeswehrübung Red  Storm Charlie in Hamburg zu stören.

Unter dem Beitrag kommentiert die Arbeitsgemeinschaft begeistert: „Das wird so geil!!!!“

Einer der angekündigten Aktionspartner geht auf seiner eigenen Seite deutlich weiter: „Wir sabotieren!“

Belegt ist damit keine konkrete Sabotageplanung der Linken-Arbeitsgemeinschaft. Belegt ist aber, dass eine offizielle Parteistruktur von Die Linke einen gemeinsamen Aufruf verbreitet, dessen Partner ausdrücklich Sabotage und die Störung der Übung ankündigt.

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Brandenburg: AfD-Abgeordneter Lars Hünich sammelt für verurteilte Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich

AfD-Landtagsabgeordneter Lars Hünich (Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Lars Hünich, früher Mitglied der Linkspartei, sitzt für die AfD im Brandenburger Landtag.  Gerade nutzt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD im Brandenburger Landtag seine Facebook-Reichweite für einen Spendenaufruf zugunsten von Marla-Svenja Liebich.

Der rechtskräftig wegen Volksverhetzung verurteilten Rechtsextremistin Liebich soll das Telefonieren erleichtert werden. Jeder setzt Prioritäten.

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BSW Rhein-Sieg: Wie mit Goebbels aus russischen Angreifern Opfer werden

Die Facebook-Seite „BSW Rhein-Sieg-Kreis“ vergleicht die deutsche Ukraine-Debatte mit NS-Propaganda und verbreitet Kreml-Narrative. (Screenshot: Facebook)
Die Facebook-Seite „BSW Rhein-Sieg-Kreis“ vergleicht die deutsche Ukraine-Debatte mit NS-Propaganda und verbreitet Kreml-Narrative. (Screenshot: Facebook)

Auf der Facebook-Seite „BSW Rhein-Sieg-Kreis“ ist am Mittwoch ein Text erschienen, der so wirkt, als hätte man drei Stunden russisches Staatsfernsehen in einen Mixer geschüttet und den Brei mit einer kräftigen Prise Geschichtsklitterung abgeschmeckt.

Deutschland, Goebbels, Faschismus, Diktatur, Zensur, „der Russe“ – alles drin. Nur Belege stören die Dramaturgie.

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Königin Cleopatra hat offenbar einen illegalen Zweitwohnsitz

Katze Cleopatra mit dezentem pharaonischem Goldschmuck
Königin Cleopatra (Foto: Peter Ansmann, leichte KI-Bearbeitung beim Outfit)

Cleopatra, kurz Cleo, kam später zu uns als die beiden Kater (Brüder) Ariel und Mosche. Bevor sie bei uns einzog, lebte die Notfallkatze während der Coronazeit auf einem Friedhof und wurde dort versorgt.

Der Name Cleopatra kommt nicht von ungefähr. Sie ist die Königin – und behandelt uns entsprechend als ihr Personal. Ihre Essensauswahl ist kompliziert. Für den Weg ins Haus nutzt sie die Katzenklappe nicht. Stattdessen wartet sie geduldig vor der Haustür oder vor dem Fenster, bis jemand sie hineinlässt. Was man halt so als Herrscherin macht. Menschen gegenüber ist sie sehr zutraulich und sie erzählt sehr viel. Schweigen ist nicht so ihr Ding.

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Nach Gaza sind ‚du und ich‘ an der Reihe: Wie MdB Mirze Edis (Die Linke) Israel zur globalen Vernichtungsmacht erklärt

Mirze Edis („Die Linke“) am 4. September 2021 in Duisburg (Foto, bearbeitet: Peter Ansmann)
Mirze Edis („Die Linke“) am 4. September 2021 in Duisburg (Foto, bearbeitet: Peter Ansmann)

Mirze Edis erklärt den umstrittenen Genozidvorwurf zur Gewissheit und israelische Politiker zu Feinden von uns allen. Die Opferzahlen, mit denen in der Debatte gearbeitet wird, stammen jedoch aus einer von der Hamas geführten Behörde. Was ist belegt – und was ist Propaganda?

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700 Milliarden Euro für „veraltete Rüstungsprojekte“? Was das BSW NRW verschweigt

Schützenpanzer Puma und Bayerwald-Grenadiere bei einer Vorführung während des Tages der offenen Türe 2025 in der Bayerwaldkaserne/Regen. (Foto: Peter Ansmann)
Schützenpanzer Puma und Bayerwald-Grenadiere bei einer Vorführung während des Tages der offenen Türe 2025 in der Bayerwaldkaserne/Regen. (Foto: Peter Ansmann)

Das Büdnis Sahra Wagenknecht (BSW) in NRW hat einen Top-Ökonomen entdeckt. Leider nur zur Hälfte. Prof. Dr. Moritz Schularick kritisiert, wie Deutschland seine Rüstungsmilliarden ausgibt.  Das BSW NRW macht daraus Werbung gegen höhere Verteidigungsausgaben.  Dumm nur: Schularick will nicht weniger Aufrüstung, sondern eine effektivere.

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Ukraine und NATO: AfD-MdB Rothfuß erklärt Hackerbehauptung zum „Nachweis“

Facebook-Beitrag von Rainer Rothfuß mit der Behauptung, russische Hacker hätten eine NATO-Beteiligung an der Zielauswahl nachgewiesen
Rainer Rothfuß nennt die unbestätigte Meldung einen „Nachweis“ und verbindet sie mit dem zehnjährigen Jubiläum der Druschba-Friedensfahrt. (Foto: Screenshot Facebook)

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Dr. Rainer Rothfuß macht aus einer Behauptung russischer Hacker einen „Nachweis“ gegen die NATO. Nur: Die öffentlich auffindbare Quellenkette liefert keinen Beweis. Sie liefert nicht einmal einen überprüfbaren Hackerangriff.

Es gibt Meldungen, bei denen man erst einmal auf die Bremse tritt. Wer wurde gehackt? Wann? Wie? Welche Daten wurden erbeutet? Wer hat sie geprüft?

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Rainer Rothfuß macht das Gegenteil. Auf Facebook schreibt das MdB der AfD: „HEUTE erreicht mich die Nachricht, dass russische Hacker den Nachweis erbracht haben, dass die NATO die Ukraine bei der Ziel-Definition in Russland unterstützt.

Nachweis. Nicht Hinweis. Nicht Verdacht. Nicht unbestätigte Meldung. Nachweis.

Das Problem ist nur: Diesen Nachweis zeigt er nicht.

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