Joachim Löw beweist erneut, dass eigentlich er im vergangenen Sommer hätte gehen müssen!

Ex-BVB-Kapitän Mats Hummels. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Der BVB quält sich am 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga zu einem mühsamen 3:1-Arbeissieg über den abstiegsbedrohten VfB Stuttgart, die Schalker stemmen sich beim 2:4 in Bremen tapfer aber letztendlich vergeblich gegen ihre 14. Saisonniederlage, können den bedrohlichen Negativtrend nicht stoppen.

Und trotzdem ist der Aufreger der Woche in der Fußballlandschaft hierzulande ganz eindeutig ein anderer: Bundestrainer Joachim Löw sortiert die drei Bayern-Spieler Jérôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller dauerhaft aus der Nationalmannschaft aus, wird sie zukünftig allesamt nicht mehr im DFB-Team berücksichtigen.

Damit streicht Löw nicht nur drei namhafte Fußballweltmeister von 2014 aus seinem elitären Kreis, er verzichtet damit zukünftig auch freiwillig auf die Erfahrung von insgesamt 246 Länderspielen. Eine Entscheidung, die im Laufe der letzten Tage bundesweit zu heftigen Diskussionen führte.

Weiterlesen

Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel!

Schalkes Coach Tedesco (rechts). Foto: Robin Patzwaldt

War das jetzt ein nennenswerter Fortschritt, oder geht der Abwärtstrend beim FC Schalke 04 weiter? Am Freitagabend unterlagen die Gelsenkirchener beim SV Werder Bremen mit 2:4 (1:1), kassierten damit die bereits 14 Saisonniederlage. Zur Erinnerung: In der Vorsaison waren es insgesamt nur sieben. Punktet der VfB Stuttgart heute in Dortmund, schrumpft der Vorsprung der Knappen auf den Relegationsplatz unter vier Punkte.

In der Vorwoche habe ich hier im Blog geschrieben, dass die Zeit von Trainer Domenico Tedesco in Gelsenkirchen in Kürze beendet werden sollte/wird. Die kämpferisch phasenweise überzeugende Leistung in Bremen dürfte, auch wenn heute beteuert wird, dass er auch nächste Woche gegen Manchester City auf der Bank der Königsblauen sitzen wird, an der Richtigkeit dieser Einschätzung nichts grundsätzliches geändert haben.

Weiterlesen

‚Sebel‘ im Ruhrbarone-Interview: „Machen, machen, machen, und dann raus damit in die Welt!“

‚Sebel‘ in Action. Foto: Sebastian Niehoff

Sebastian Niehoff, alias ‚Sebel‘, ist ein den meisten Ruhrbarone-Lesern inzwischen wohl längst vertrauter Liedermacher und Rockmusiker aus Recklinghausen. Im Laufe der Zeit hatten wir schon mehrere Artikel und Interviews über das aktuelle Geschehen rund um den leidenschaftlichen Ruhrpott-Musiker hier bei uns im Blog.

Anfang März 2019 erschien jetzt das dritte Studioalbum des Künstlers, mit dem Namen ‚Windstärke 10‘. Logisch, dass wir auch aus diesem Anlass wieder mit ‚Sebel‘ Kontakt aufgenommen haben. Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt, stellte die Fragen.

Weiterlesen
Werbung


Domenico Tedesco hat abgewirtschaftet – Schalke muss jetzt handeln!

Stimmung auf Schalke. Foto: Franz-Christian Müller

Es war wahrlich nicht das Wochenende für die beiden großen Fußballklubs aus dem Revier. Während sich Borussia Dortmund am Freitag durch ein 1:2 (0:1) in Augsburg kurzzeitig zum Gespött der Fußballnation machte, setzte der FC Schalke 04 am heutigen Samstag noch einen drauf.

Gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf verloren die Gelsenkirchener in der heimischen Arena sang und klanglos mit 0:4 (0:1)! Und das, nachdem das Spiel im Vorfeld als wegweisend tituliert wurde. Kaum zu glauben!

Schon in der Vorwoche war die Leistung der Königsblauen in Mainz katastrophal. Der Revierklub unterlag dort nach schwacher Leistung mit 0:3. Nach dem Spiel geriet der enttäuschende Auftritt durch den verkündeten Rücktritt von Manager Christian Heidel zum Saisonende medial allerdings in den Hintergrund.

Auf der Pressekonferenz vor dem Düsseldorf-Spiel gab sich Trainer Domenico Tedesco, der in der Person von Heidel seinen wohl größten Fürsprecher im Verein einbüßte, kämpferisch. Er wolle der ‚Motor‘ auf Schalke sein, sich dieser schwierigen Situation gerne und mit ‚Stolz‘ stellen, betonte Tedesco, gab sich unverdrossen und motiviert.

Seit wenigen Minuten steht fest: Tedesco ist mit seinen Ambitionen auf ganzer Linie gescheitert!

Weiterlesen

Bankrotterklärung auf Schalke: Christian Heidel schmeißt von sich aus hin!

Christian Heidel (li.) im Gespräch mirt Sky-Reporter Dirk große Schlarmann. Foto: Robin Patzwaldt

Es war die Fußballmeldung, die den Samstagnachmittag in der Fußball-Bundesliga bei weitem überstrahlte: Christian Heidel gibt seinen Posten als Sportvorstand des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 spätestens am Saisonende auf. Dies wurde nach der 0:3-Niederlage der Königsblauen beim FSV Mainz 05 bekannt.

Der 55-jährige Heidel war aufgrund seiner Personalpolitik zuletzt stark in die Diskussion geraten. Er verlässt den Klub auf eigenen Wunsch, wie er am frühen Abend in einem Sky-Interview bestätigte. In den vergangenen Wochen wurde immer wieder über die Zukunft des Managers auf Schalke spekuliert. Sein Rücktritt zum jetzigen Zeitpunkt kommt trotzdem überraschend und lässt viele Fragen offen.

Heidel war im Mai 2016 aus dem vergleichsweise beschaulichen Mainz zu den Gelsenkirchenern gewechselt. „Auch wenn in dieser Saison einiges gegen uns gelaufen ist, habe ich selbstverständlich hierfür die Gesamtverantwortung“, wird Heidel zitiert.

Weiterlesen

Die Stimmung rund um den BVB stürzt von einem Extrem ins andere

BVB-Torhüter Roman Bürki war in Nürnberg nicht zu bezwingen. Foto: Robin Patzwaldt

Nach einer unerwartet guten Vorrunde in der Fußball-Bundesliga war die Stimmung rund um Borussia Dortmund über den Jahreswechsel sprichwörtlich meisterlich. Tabellenerster mit bis zu neun Punkten Vorsprung auf den großen Favoriten, den FC Bayern München, da fingen nicht wenige im Umfeld des Klubs bereits an zu träumen. Da konnten Trainer Lucien Favre und Sportdirektor Michael Zorc mahnen was sie wollten, Dortmund und Umgebung hoben ab, träumten von einer neuen Phase der Dominanz im bundesweiten Profi-Fußballgeschäft.

Kaum zwei Monate später ist die Stimmung bei den Schwarz-Gelben, spätestens nach dem enttäuschenden 0:0 vom Montag beim 1. FC Nürnberg, jetzt mindestens so übertrieben frostig, wie sie vor Weihnachten noch viel zu feurig heiß war. Warum eigentlich?

Weiterlesen

Mal verhasst, mal geliebt – Kraftwerk ist offenbar längst nicht gleich Kraftwerk

Das Kraftwerk Knepper kurz vor der Sprengung. Foto(s): Jürgen Steinfelder

Heute Mittag war es dann endlich soweit. Mit rund 200 Kilo Sprengstoff wurde das alte Kraftwerk ‚Knepper‘, gut vier Jahre nach seiner Stilllegung, dem Erdboden gleich gemacht.

Zwischen Dortmund und Castrop-Rauxel gelegen, prägte das Bauwerk über Jahrzehnte hinweg die Skyline längs des Autobahnkreuzes von A45 und A42, war im östlichen Ruhrgebiet von Millionen Menschen tagtäglich zu sehen.

Jeder, der im Ruhrgebiet beheimatet ist, dürfte mit dem Meiler, auf die eine oder andere Weise, mehr oder weniger vertraut gewesen sein.

Seit heute Mittag fehlt da offenkundig ein Stück Industriegeschichte des Ruhrgebiets am Horizont. Wortwörtlich und im übertragenen Sinne. Überraschender Weise, und ganz im Gegensatz zu den unmittelbaren Anwohnern rund um den juristisch umstrittenen Meiler ‚Datteln 4‘ nur wenige Kilometer weiter, äußerten sich die Nachbarn des alten Kraftwerks hier überwiegend traurig und sentimental, ob des nahenden Endes der riesigen ‚Dreckschleuder‘ in ihrer Nachbarschaft.

Weiterlesen
Werbung


Iranischer Steinhaus-Boykott ist kein Grund für deutsche Arroganz

Bibiana Steinhaus. Quelle: Wikipedia, Foto: Northside, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Bibiana Steinhaus kommt aus den Schlagzeilen einfach nicht heraus. Deutschlands einzige Fußall-Schiedsrichterin in der 1. Bundesliga soll der Grund dafür gewesen sein, dass das Spiel des FC Bayern München beim FC Augsburg am Freitag nicht im Iranischen Fernsehen gezeigt worden ist. Dies berichten aktuell übereinstimmend diverse Medien.

In einer dazugehörigen Meldung heißt es: „ Wegen der strengen islamischen Vorschriften werden im iranischen Fernsehen keine Bilder von freizügig gekleideten Frauen gezeigt. Auch kurze Sporthosen, wie sie Steinhaus als Schiedsrichterin trägt, fallen unter diese Bestimmungen. In Spielfilmen werden solche Szenen zensiert. Weil eine Zensierung einer Schiedsrichterin bei einem Live-Spiel kaum möglich gewesen wäre, sei die Übertragung einfach gestrichen worden.“

In Folge dessen ergießt sich in diesen Stunden eine große Welle der Häme und Ablehnung dieses Vorgehens durch die Szene. Zumindest hierzulande. Völlig zu Recht! Grund zu Hochmut haben wir in Deutschland in dieser Frage allerdings wahrlich nicht.

Natürlich ist es ein völliges Unding, was da im Iran gerade abläuft. Gar keine Frage. Erinnern möchte ich hier und heute bei dieser Gelegenheit aber daran, dass Bibiana Steinhaus auch hierzulande keinen leichten Stand hatte in den vergangenen Jahren.

Weiterlesen

Das traurige Ende eines modernen Fußballmärchens in Nürnberg

Kein Trainer wie jeder andere: Michael Köllner. Quelle: Wikipedia, Foto: Silesia711, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Eigentlich ist es ja nicht unbedingt die Kernaufgabe der Ruhrbarone eine Trainerentlassung beim 1. FC Nürnberg zu kommentieren. Wenn mit der Entlassung von Coach Michael Köllner dort jedoch zugleich ein modernes Fußballmärchen unschön zu Ende geht, dann ist uns das auch hier im Blog durchaus schon einmal ein paar Zeilen wert.

Dass der ‚Club‘, wie die Anhänger der Franken ihren Verein liebevoll nennen, aufgrund der vergleichsweise geringen Wirtschaftskraft nach seinem überraschenden Aufstieg im Vorjahr Schwierigkeiten haben dürfte die Klasse im Fußballoberhaus zu halten, das war eigentlich jedermann schon vor Saisonstart klar.

Der zuvor einer größeren Öffentlichkeit völlig unbekannte Trainer Köllner führte die häufig recht bieder auftretende Truppe mit seiner, nun nennen wir es mal ‚bodenständigen Art‘ nach Jahren der Zweitklassigkeit erfolgreich zurück in die Eliteliga des Deutschen Fußballs.

Dass das so überhaupt noch möglich war, in Zeiten in denen Kommerz und ‚die große Show‘ immer mehr die Oberhand gewinnen, in denen Vereine wie RB Leipzig und die TSG Hoffenheim zu festen Kräften im deutschen Spitzenfußball geworden sind, das ähnelte durchaus einem kleinen aber feinen Fußballmärchen. Diese in den Augen vieler Fußballfreunde erfreulich nostalgisch und altmodisch daherkommende Geschichte endete am heutigen Dienstag jedoch vorzeitig und leider ziemlich unschön.

Weiterlesen

Drei Spiele ohne Sieg sind längst noch kein Grund zur Panik beim BVB!

Mario Götze traf am Samstag zum zwischenzeitlichen 2:0 für den BVB. Foto: Robin Patzwaldt

Sicherlich, aus Sicht der Dortmunder Borussia war es ganz bitter, was da am Samstagnachmittag passiert ist. Nach 75 Minuten noch scheinbar komfortabel mit 3:0 geführt, reichte es am Ende für den BVB nur zu einem 3:3 gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Da wurden Erinnerungen an das bittere 4:4, nach 4:0 Führung, im Vorjahr gegen den FC Schalke 04 wach.

Da am gestrigen Abend zudem eben diese Schalker gegen den FC Bayern München chancenlos waren, in München mit 1:3 verloren, schrumpfte der Vorsprung der Dortmunder an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga auf aktuell fünf Punkte.

Klar ist auch, dass das dem Selbstbewusstsein der Schwarzgelben vor dem wichtigen Champions League-Spiel bei Tottenham in dieser Woche alles andere als gut tat. Zumal der BVB ja auch bei den Spielen zuvor gegen Frankfurt und Bremen schon sieglos blieb, auch dort jeweils Führungen verspielte.

Doch ist das jetzt wirklich ein Grund um jetzt nervös zu werden? Mitnichten!

Weiterlesen