Bochum: ‚Willkommen im Fußball‘ heißt es nun auch beim VfL

Foto: VfL Bochum 1848
Foto: VfL Bochum 1848

Mit dem VfL Bochum 1848, dem kommunalen Integrationszentrum der Stadt Bochum und In Safe Hands e.V. startet das Programm „Willkommen im Fußball“ nun auch in Bochum. Das bundesweite Programm ermöglicht jungen Geflüchteten den Zugang zum Sport, erleichtert den Einstieg in den organisierten Vereinsfußball und unterstützt Integration und gesellschaftliches Miteinander. „Willkommen im Fußball“ ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert durch die Bundesliga-Stiftung und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Das Bochumer Willkommensbündnis hat sich zum Ziel gesetzt, über die ganze Stadt verteilt ein offenes Fußballangebot für Flüchtlinge zu schaffen, das diese nutzen können, um Spaß, Teamgeist und neue Lebensfreude zu erfahren. Um dieses Vorhaben umzusetzen, sind insgesamt acht Bochumer Amateurvereine dem Ruf des Bündnisses gefolgt und öffnen mindestens einmal die Woche ihre Plätze für die Geflüchteten. Regelmäßige Netzwerktreffen dienen dem zielgerichteten Austausch der teilnehmenden Amateurvereine und ermöglichen, Vertiefungen in verschiedenen Themenschwerpunkten wie zum Beispiel der kultursensiblen Kommunikation wahrzunehmen. Dabei unterstützen die drei Bündnispartner die Vereine durch Kleidungs- und Materialpakete, stehen als Netzwerkpartner für Rückfragen zur Verfügung und initiieren die Qualifizierung von Geflüchteten zu Sportgruppenhelfern.

Willkommen im Fußball2 setzt auf Willkommensbündnisse. Diese bestehen aus der Kooperation eines Clubs der Bundesliga oder 2. Bundesliga mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen und Amateurvereinen. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung begleitet die Willkommensbündnisse vor Ort und koordiniert die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Andreas Luthe, stellvertretender Vorsitzende von In Safe Hands e.V., zeigt sich vom Programm „Willkommen im Fußball“ begeistert: „Bei unseren »In Safe Hands«-Torwarttagen haben wir bereits erlebt, welche Kraft der Fußball dabei entwickeln kann, Menschen zu verbinden. Wir freuen uns, acht Vereine gefunden zu haben, die die Idee unseres Bündnisses unterstützen und ein breites Netz an Fußballangeboten für Geflüchtete in Bochum aufspannen.”

„Im Profifußball ist es Normalität, dass verschiedene Nationalitäten in einem Team spielen. Dabei zeigt sich, dass die Selbstverständlichkeit der Integration und der Respekt untereinander der Schlüssel zum erfolgreichen Miteinander ist“, sagt Wilken Engelbracht, Vorstandsmitglied des VfL Bochum 1848.

Susanne Köllner vom Kommunalen Integrationszentrum Bochum: „Sport leistet einen wichtigen Anteil zur Integration geflüchteter Menschen. Sport und insbesondere Fußball ist international und braucht nicht viele Worte. Daher freue ich mich sehr, dass das Kommunale Integrationszentrum als Kooperationspartner zusammen mit dem VfL Bochum 1848 und In Safe Hands e.V. im Projekt „Willkommen im Fußball“ die Amateurvereine in Bochum in ihrer Arbeit mit Geflüchteten maßgeblich unterstützen kann.“

„Wenn wir mal eine Woche nicht trainieren konnten, bekomme ich von den Jungs mittlerweile schon Kurznachrichten: Siggi, wir vermissen dich!”, erzählte Siegfried Schlott, der sich beim FC Neuruhrort 1951 e.V., einem der teilnehmenden Amateurvereine im Bochumer Willkommensbündnis, beim ersten Treffen des Bochumer Bündnisses vor einigen Wochen.

Das sind die Kooperationsvereine des Bochumer Willkommensbündnis: AFC Bochum 90 e.V., FC Italia A.C.L.I. 77 Bochum e.V., FC Neuruhrort 1951 e.V., FSV Sevinghausen 1980 e.V., LfC Laer 06 Bochum e.V., SV Blau-Weiß Grümerbaum 1929 e.V., TuS Harpen 08/11 e.V. und Weitmar Genclerbirligi e.V.

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