Terrorsimulation – 10/7 als Computerspiel

Onlinewerbung für das Spiel "Fursan al-Aqsa". Screenshot: Andreas Wolf
Onlinewerbung für das Spiel „Fursan al-Aqsa“. Screenshot: Andreas Wolf

In einem Videospiel kann man in die Rolle eines Hamas-Terroristen schlüpfen und gegen IDF-Soldaten kämpfen. Es ist voll mit antizionistischer Propaganda und erlaubt es dem Spieler sogar, die Terroranschläge auf Israel vom siebten Oktober 2023 nachzuspielen. Obwohl das Spiel mittlerweile von einigen Download-Plattformen entfernt wurde, lässt es sich immer noch herunterladen und spielen.

„Fursan al-Aqsa: The Knights of the Al-Aqsa Mosque“ wurde von Nidal Nijm, einem brasilianisch-„palästinensischen“ Spielentwickler, entwickelt, der in Brasilien lebt. Nijms Vater war Mitglied der „palästinensischen“ Partei „Fatah“ (arabisch für „Eroberung“ oder „Sieg“), die lange die dominierende Kraft innerhalb der „PLO“ (Palestine Liberation Organization) war und heute die wichtigste Partei der „Palästinensischen Autonomiebehörde“ im Westjordanland ist. Unter Jassir Arafat war sie an einem bewaffneten Kampf beteiligt, bei dem auch Zivilisten angegriffen wurden. Dazu zählen Flugzeugentführungen sowie Anschläge und Angriffe auf israelische Zivilisten. In diesem Sinne ist es vertretbar, von der Fatah als eine Organisation mit terroristischer Vergangenheit zu sprechen.

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Bochum Total feiert seinen 40. Geburtstag

Bochum Total 2023 (Foto: Roland W. Waniek)


Vom heutigen Donnerstag bis Sonntag (2. bis 5. Juli) wird das Bermuda3Eck wieder zur Festivalmeile: Bochum Total feiert seinen 40. Geburtstag. Auf fünf Bühnen stehen an vier Tagen zahlreiche Bands und Künstler – wie immer bei freiem Eintritt.

Zum Jubiläum setzt das Festival auf eine Mischung aus bekannten Namen und Nachwuchsacts. Mit dabei sind unter anderem Jupiter Jones, Thomas Godoj, Hartmann, Mambo Kurt, Boppin‘ B, ZSK, Samurai Pizza Cats, From Fall To Spring, Still Talk, Crimson Bloom, Mika Noé und viele weitere Künstler.

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20 Bands und 50 DJs bei Juicy Beats

Juicy Beats 2016 Foto: Sabine Hahnefeld

Das Line-up für das Juicy Beats-Festival in Dortmund steht: Am 25. Juli verwandeln u. a. Ikkimel, Filow, HBz und Green den Westfalenpark in eine große Party-Area. Bereits um 13 Uhr startet das

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Novaks Wut: Endlich mal wieder ein echter Ruhrpott-Movie (der leider nicht aus dem Ruhrpott kommt)

Beste Laune vorm Thega-Kino in Hildesheim. Das Publikum hat eben die Premiere von "Novaks Wut" gesehen. Foto: Till Oliver Becker
Beste Laune vorm Thega-Kino in Hildesheim. Das Publikum hat eben die Premiere von „Novaks Wut“ gesehen. Foto: Till Oliver Becker

Es gibt Filme, die sind glattgebügelt, sauber produziert, handwerklich makellos – und nach zehn Minuten wieder vergessen. Und dann gibt es Filme wie „Novaks Wut“. Einen Film, bei dem man sich gelegentlich fragt, was um alles in der Welt da gerade passiert. Einen Film, bei dem Dialoge fallen, als stammten sie aus dem Poesiealbum eines vollkommen Bekifften. Ein Film, bei dem man Tränen lachen kann, obwohl – oder gerade weil – er so herrlich krank ist.

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ARCH+ 264: Ruhr: Vom Gebiet zum Raum

Markuskirche Foto: Daniel Sadrowski Lizenz: Copyright


Ausgabe anlässlich der Manifesta 16 Ruhr*, herausgegeben in Kooperation mit Renée Tribble und dem Fachgebiet StädteBauProzesse der TU Dortmund sowie Anh Linh Ngo, Vizepräsident der Akademie der Künste von Berlin und Editor in Chief von arch+. Von unserem Gastautor Klaus R. Kunzmann.

Es ist ein anderes Ruhrgebiet, das hier von vielen Autoren aus Architektur, Kunst, Theater, Soziologie, Urbanismus, Medienwissenschaft und Raumplanung, die das Ruhrgebiet lieben, in deutscher und englischer Sprache vorgestellt wird. Es ist nicht das Ruhrgebiet, das sich seit Jahrzehnten

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Punk ist keine Religion – Die ideologische Vereinnahmung der Subkultur

Johnny Rotten während eines Konzerts 1977. Auch heute gehört er zu den bekanntesten Stimmen, die sich gegen ideologische Konformität innerhalb und außerhalb der Punkszene wenden. Foto: Koen Suyk / Nationaal Archief (CC0)
Johnny Rotten während eines Konzerts 1977. Auch heute gehört er zu den bekanntesten Stimmen, die sich gegen ideologische Konformität innerhalb und außerhalb der Punkszene wenden. Foto: Koen Suyk / Nationaal Archief (CC0)

Punk versteht sich als Gegenkultur. Er misstraut Autoritäten, Institutionen und Ideologien. Dennoch wirken Teile der heutigen Punkszene erstaunlich ideologisch geschlossen. Wie konnte aus einer Bewegung, die das Denken gegen den Strich kultivierte, eine Szene werden, in der manche Positionen kaum noch hinterfragt werden?

Der Festivalsommer läuft auf Hochtouren. Bei bestem Wetter könnte man jedes Wochenende woanders hinfahren, um schon frühmorgens Bier zu trinken, sich vor der Bühne einen Sonnenbrand zu holen und die Nächte in einem unbequemen Zelt zu verbringen. Zeitgleich geistern Meldungen von den überall stattfindenden Festivals durch Social Media: Diese Band soll dort nicht auftreten dürfen, ein Mitglied einer anderen Band habe etwas Falsches gesagt, oder die Crew baut die Bühne bei über 30 Grad im Schatten auf und zieht dabei ihre Shirts aus. Längst gibt es auf vielen Festivals sogenannte „Awareness-Teams“, die die Einhaltung der Regeln überprüfen, die die Besucher einzuhalten haben und die von Jahr zu Jahr zahlreicher werden. Doch wie kam es dazu, dass Punk zu einer Bewegung wurde, die ihre Mitglieder in ein enges Korsett eines Verhaltenskodex zwängt und sogar deren Gedanken kontrollieren möchte?

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