White Lies live in Köln
White Lies, Dienstag, 24. Februar, 19.00 Uhr, Live Music Hall, Köln
Alkhatibs Drohung ist lächerlich

Und wieder ein Eklat bei der Berlinale. Als der palästinensisch-syrische Filmemacher Abdallah Alkhatib nach dem Erhalt des Preises der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten (GWFF), Preis für das beste Spielfilmdebüt, für seinen Film Chronicles From the Siege mit Terrorlappen über der Schulter die Bühne betrat, warf er der Bundesregierung vor, Partner »des Völkermords im Gazastreifen« zu sein, und
Parolen, Tannenduft und Kunst

Vor 100 Jahren wurde die Sprühdose erfunden. Seitdem kann man mit ihr viel Unfug machen.
Wenn der Norweger Erik Andreas Rotheim statt Ski fahren einem vernünftigen Hobby wie Bier trinken oder Computerspielen gefrönt hätte, wäre er vielleicht nicht einer der wichtigsten Erfinder des 20. Jahrhunderts geworden. Aber weil seine Skier ihm zu langsam waren, suchte er nach einem Weg, sie schneller und gleichmäßiger zu wachsen. Er packte den Wachs in eine Metallröhre, gab Gas hinzu und – Simsalabim – erfand er 1926 die Sprühdose. Reich wurde er mit seiner Dose nicht. Erst nach seinem Tod 1938 begann der Boom der Sprühdose, einem Gerät, das so viele Fans wie Feinde hat.
Eine der frühesten Einsatzgebiete war neben dem Ski-Tuning die Insektenbekämpfung. Gegen die surrenden und stechenden Nervensägen wurden Insektenvernichtungsmittel aus Sprühdosen eingesetzt. Beherzt verwendet, sorgte es dafür, dass sich nach zehn Minuten hunderte Mücken und Fliegen, die einen Raum in Beschlag genommen hatten, auf dem Boden liegend befanden und mit dem Besen zusammengekehrt werden konnten. In einem ruhigen Raum, der nach Insektenkiller roch, konnte man so ruhig und nur leicht hustend seine Ruhe finden. Wer den Geruch zu penetrant fand, konnte zu einem Raumspray greifen und Tannenduft versprühen.
Michael Schenker live in Köln
Michael Schenker, Montag, 23. Februar, 19.20 Uhr, Kantine, Köln
Sadismus als System: Parallelen zwischen Pasolinis Werk und den Epstein Files

Zwischen dem Film „Die 120 Tage von Sodom“ und den unter dem Begriff „Epstein Files“ bekannt gewordenen Missbrauchsvorwürfen lassen sich strukturelle Parallelen erkennen, auch wenn beide Phänomene unterschiedlichen Sphären angehören: dort ein radikales Kunstwerk, hier reale Kriminalfälle, die bis in hohe gesellschaftliche Kreise reichen. Ein Vergleich muss daher vorsichtig erfolgen. Er kann jedoch helfen, bestimmte Machtmechanismen sichtbar zu machen.
Social Media für Jugendliche sperren: Was kann da schon schiefgehen?

Man muss der CDU ja eines lassen: Wenn es darum geht, komplexe Probleme mit einem Holzhammer zu „lösen“, ist sie zuverlässig zur Stelle. Nun also ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche, das heute auf dem Parteitag in Stuttgart beschlossen werden soll. Klingt entschlossen, klingt nach Handlungsfähigkeit – ist aber bei genauerem Hinsehen vor allem eines: erstaunlich naiv.
Lovehead live in Köln
J.B.O. live in Oberhausen
J.B.O., Samstag, 21. Februar, 19.00 Uhr, Turbinenhalle, Oberhausen
Safe Space Tel Aviv: Der Christopher Street Day findet wieder statt

Wenn Tel Aviv im Juni wieder in Regenbogenfarben leuchtet, geht es nicht nur um Feiern. Der Christopher Street Day, kurz CSD, ist hier ein starkes Zeichen für Würde und Sicherheit. Er macht sichtbar, dass Menschen, die lesbisch, schwul, bisexuell, trans oder intergeschlechtlich sind, ihren Platz im öffentlichen Raum nicht nur behaupten, sondern selbstbewusst einnehmen. Für viele Gäste ist es ein Urlaubshöhepunkt. Für viele Israelis nicht nur aus der LGBTQ-Community ist es der seltene Moment, in dem sich der Alltag leichter anfühlt.