Drücken vor der Verantwortung – Warum der Stadtrat Waltrop beim Thema McDonald’s versagt

Ein Burger. Foto: McDonald’s

Am Donnerstag hat der Waltroper Stadtrat mit den Stimmen von CDU und SPD eine Entscheidung getroffen, die auf den ersten Blick nach Bürgerbeteiligung klingt, in Wahrheit aber ein politisches Ausweichmanöver ist: Statt selbst über die Ansiedlung eines McDonald’s im Bereich Brambauerstraße zu entscheiden, will man die Frage per Ratsbürgerentscheid den Bürgerinnen und Bürgern überlassen.

Damit schiebt das Gremium eine kontroverse, aber klassische politische Aufgabe an die Bevölkerung ab – und entzieht sich der eigenen Verantwortung.

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Ruhrbarone Newsletter, 10. Oktober 2025

Jörg Schieb Foto: Privat

Hallo zusammen,
es scheint so, dass es US-Präsident Trump gelungen ist, für Frieden im Nahen Osten zu sorgen. Nun besteht die Hoffnung, dass die Geiseln bald freikommen und die Soldatinnen und Soldaten der IDF zu ihren Familien zurückkehren können. Ob nun auch die Welle des Antisemitismus in Deutschland, die seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober immer mächtiger wurde, zusammenfällt, ist allerdings

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„Israel ist friedensorientiert, aber man will keinen Selbstmord beginnen“

Arye Sharuz Shalicar am 9. Oktober 2025 in Düsseldorf (Foto: Peter Ansmann)
Arye Sharuz Shalicar am 9. Oktober 2025 in Düsseldorf (Foto: Peter Ansmann)

Auf seiner kleinen Deutschlandtour, auf der Arye Sharuz Shalicar sein neues Buch „Überlebenskampf – Kriegstagebuch aus Nahost“ vorstellt, besuchte der deutsch-israelische Politologe, Podcaster und Autor gestern die Jüdische Gemeinde in Düsseldorf. Im Vorfeld hatten diverse Extremisten zum „Widerstand“ gegen den Besuch des ehemaligen Sprechers der IDF aufgerufen.

Etwa 80 Demonstranten waren dem Aufruf zu einer Gegendemo gefolgt: Warum diese, in Rufweite zur Synagoge und in der unmittelbaren Nähe zur Wohnung des Rabbiners, genehmigt wurde, wirft Fragen auf. Das „Palästinensische Haus e.V.“, „Rise Up for Justice“, MERA25 und die „Aktionsgruppe Palästina“ aus Duisburg, die lokal inzwischen wohl den Platz der, vom Innenminister verbotenen, „Palästina Solidarität Duisburg“ einnimmt, hatten zur Protestkundgebung gegen den Auftritt mobilisiert.

Die Demonstranten forderten lautstark „Intifada“ (sprich: den Mord an Juden) und mindestens ein Redner kritisierte den Friedensvertragsvorschlag von US-Präsident Trump, weil „die Kräfte des nationalen Widerstandes, die sich rechtmäßig als das Volk Palästina repräsentieren“ in Zukunft keine Rolle mehr spielen. Die Nähe der Demonstranten zur islamistischen Terrorgruppe Hamas wird in diesem Satz deutlich.

Auch Lisa Schubert (Die Linke), MdB aus Düsseldorf hatte in einem Beitrag auf Instagram einen Aufruf zur antisemitischen Hassdemonstration geteilt. Was, wenn man ihr Notebook betrachtet, auch nicht weiter verwundert. Vor wenigen Wochen wurde sie, gemeinsam mit den Linken-Abgeordneten Cansin Kökürk, Charlotte Neuhäuser und Vinzenz Glaser wegen Verstoßes gegen die Hausordnung des Bundestages aus dem Plenarsaal verwiesen.

Vor der Synagoge, die Veranstaltung sollte um 19:00 Uhr starten, entstand seit 18:15 Uhr eine lange Schlange. Die Sicherheitschecks wurden schnell, vermutlich zu schnell, durchgeführt. 

Wegen der Sicherheitsvorkehrungen und des großen Andrangs, was Arye Sharuz Zeit verschaffte, Bücher zu signieren, startete die Veranstaltung um 19:30 Uhr, eine halbe Stunde später als geplant.

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Der Hass auf Israel und die Juden bleibt

Erinnerung an die israelischen Geiseln Foto: Till Oliver Becker

Die israelischen Geiseln sollen endlich freikommen, der Krieg in Gaza enden. Solange aber die Hamas nicht völlig entmachtet, die Feindschaft der arabischen Palästinenser beseitigt und der weltweite Antisemitismus eingedämmt ist, kann kein Friede sein.

Wer ein Herz hat, kann über die Teileinigung Israels mit der Hamas nur froh und erleichtert sein. Nach mehr als zwei Jahren Folterhaft sollen die letzten noch etwa 20 lebenden israelischen Geiseln bis Montag zurückkehren und die Leichen der übrigen übergeben werden. Im Gegenzug wird Israel 2000 palästinensische Terroristen und Häftlinge freilassen. Ein zynischer Tausch. Die israelischen Verteidigungskräfte sollen sich auf eine noch zu vereinbarende Linie zurückziehen, die Kämpfe eingestellt werden. Wenn sich die Hamas daran hält, wäre es ein großer Erfolg von Trump. Entscheiende Punkte bleiben jedoch offen, vor allem die Zukunft der islamischen Terrororganisation.

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„…an die Stelle des blinden Antisemitismus…“

Einstein Institute of Mathematics, Hebräische Universität Jerusalem Foto: Amitay Katz Lizenz: Gemeinfrei


Eine Studie über die Deutsch-Israelischen Studiengruppen und die frühen studentischen Kontakte mit Israel 1948-1972. Von unserem Gastautor Roland Kaufhold.

m August 1956 reiste Eva Beling, eine junge deutsche Studentin, nach Israel. Sie wollte sich zur Fortführung ihres Studiums an der Hebräischen Universität Jerusalem immatrikulieren. Das erregte in Israel großes Aufsehen, existierten doch, elf Jahre nach Ende der Nazizeit, keinerlei Beziehung zwischen Israel und dem Land der Mörder. Sogar die israelische Tageszeitung Ma´ariv berichtete seinerzeit, dass „eine deutsche Studentin für das nächste Studienjahr an der Hebräischen Universität Jerusalem angenommen worden sei.“ (S. 56) Immerhin, so wurde

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