Steigende Parkgebühren: Der nächste Sargnagel für unsere Innenstädte

Foto: Robin Patzwaldt

Die aktuellen Entwicklungen in den Innenstädten, insbesondere auch hier bei uns im Ruhrgebiet, sind vielfach ein großes Problem. Immer mehr Leerstand, Vandalismus, Trostlosigkeit. Da ist guter Rat teuer. In vielen Städten arbeitet man an sogenannten ‚Innenstadtkonzepten‘, die vielfach wenig Besserung bringen.

In den vergangenen Tagen kursierten diverse Meldungen, dass die Parkgebühren für PKWs in Zukunft in vielen Städten deutlich angehoben werden sollen. Wie das die Attraktivität der Einkaufsmeilen, die ohnehin schon mit einem Verlust von Kunden klarkommen müssen, verbessern soll, erscheint rätselhaft.

Diese Pläne zeigen einmal mehr, dass die Verantwortlichen offensichtlich gar keinen wirklichen Plan verfolgen, sondern bei der Umsetzung von Maßnahmen vielfach schlicht im sprichwörtlichen Nebel stochern.

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Auf der Suche nach den glücklichen Zustellern von Amazon

Ein Amazon-Lager. Quelle: Wikipedia, Foto: Álvaro Ibáñez, Lizenz: CC BY 2.0

Klar, es ist nur eine Werbung von Amazon, die mir da heute in der Facebook-Timeline wiederholt angezeigt wurde. Und doch hat sie mich vorhin ein wenig wütend gemacht, hat sie mit der vielfach traurigen Realität eines Amazon-Zustellers in der Vorweihnachtszeit wohl nicht so schrecklich viel zu tun.

Da beschreibt uns Autorin ‚Irmgard‘ in ihrem ‚Blog-Beitrag‘ den Alltag von Amazon-Zusteller Alejandro, der offenkundig für das Unternehmen in München tätig ist

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Eine Kampagne aus der Hölle: Duisburg ist echt…

Marketing für Duisburg: Graffiti um das Image zu verbessern! Läuft! Foto: Peter Ansmann
Marketing für Duisburg: Graffiti um das Image zu verbessern! Läuft! Foto: Peter Ansmann

Duisburgs Ruf ist nicht der beste: Das Stadtmarketing der schönsten aller Ruhrmetropolen hat es sich zur – zugegeben: schwierigen – Aufgabe gemacht, dieses Image zu verbessern. Mit der Kampagne „Duisburg ist echt…“ startet die Stadt jetzt richtig durch.

Die Imagekampagne ist im Offline-Bereich lieblos begleitet, teilweise peinlich und geht nach hinten los.

Ich bin mit Sicherheit kein besonders zynischer Mensch, aber als Ergänzung zu „Duisburg ist echt…“ fallen mir neben, durchaus schmeichelhaften (…gar nicht so übel, wenn man die Ansprüche niedrig hängt; …besser als ar-Raqqa im Jahre 2015), auch einige negative Ergänzungen (…in der Nacht toter als Tod; extrem trostlos) ein.

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Der bessere Nahverkehr im Ruhrgebiet scheitert an Mathekünsten des VRR

Hauptbanhof Wanne-Eickel

Oft sind es nicht die leistungsfähigsten Mitbürger, die in staatlichen Unternehmen ihr Auskommen finden. Ein gutes Beispiel dafür hat nun der Verkehrsverbund Rhein Ruhr abgeliefert. Er möchte sich seine Pläne für die Verbesserung des Nahverkehrs -nur noch zwei Tarifstufen mit Monatskarten zu Monatskarten für 50 und 80 Euro, als Modellregion im

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Die Realität jenseits von hipper Klimahysterie und propagiertem Konsumverzicht

Der Paketbote ist der beste Freund unseres Autors.

Aktuell hat man den Eindruck, dass Themen wie Klimawandel und Konsumverzicht im gesellschaftlichen Diskurs ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Kein Tag vergeht, ohne dass man sich mit diesen Bereichen des Lebens beschäftigen muss. Wer nur einmal ein paar Minuten durch das Internet surft, der wird zwangsläufig damit konfrontiert.

Das war auch in der hinter uns liegenden Woche nicht anders. Erst die massive Berichterstattung rund um die von ‚Fridays for Future‘ organisierten Demos im Lande. Tenor: Wer etwas auf sich hält, der engagiert sich für den Klimaschutz.

Und dann war da ja auch noch der sogenannte ‚Black Friday‘, der inzwischen immer mehr um sich greifende Shoppingwahnsinn am Tag nach ‚Thanksgiving‘, dem Tag, an dem in diesem Jahr für Millionen das Weihnachtsgeld auf dem Konto landete und damit einen kleinen Shoppingrausch ermöglichte. Viele Zeitgenossen lehnen diesen Feiertag für Geschäftsleute aus Überzeugung ab und boykottieren ihn, propagieren stattdessen Konsumverzicht und eine neue Bescheidenheit.

Ein Thema, das vor dem Hintergrund der schon länger laufenden Klimadebatte gar nicht so weit von diesem entfernt ist, belastet der Konsumrausch naturgemäß doch auch die Umwelt.

Jetzt, wo beide Aktionsschwerpunkte vom vergangenen Freitag hinter uns liegen, lässt sich allerdings feststellen, dass beide Themenbereiche in der Realität der Menschen gar nicht eine so große Rolle spielen, wie man aufgrund ihrer Größe in der gesellschaftlichen Debatte meinen könnte.

Sowohl der Protest in Sachen Klimawandel als auch der Aufruf zum Konsumverzicht und zu mehr materieller Bescheidenheit, werden vom Großteil der Gesellschaft nämlich offensichtlich schlicht ignoriert.

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#FridaysForFuture: Kein Greta-Effekt in Datteln

FFF-Demo am 29. November 2019 in Datteln. Foto(s): Robin Patzwaldt

Seit Jahren schon wehren sich Umweltschutzorganisationen wie der ‚Bund‘ und betroffene Anwohner gegen den umstrittenen Kraftwerksneubau ‚Datteln 4‘, der bereits seit Mitte des vorherigen Jahrzehnts scheinbar unaufhaltsam seiner Inbetriebnahme entgegenstrebt, nach aktuellem Stand im kommenden Jahr ans Netz gehen soll.

In Zeiten des geplanten Kohleausstiegs auf Bundesebene und der ‚FridaysForFuture‘-Bewegung eigentlich ein scheinbar bestens geeignetes Thema für entsprechende Proteste, droht hier doch nicht nur ein energiepolitischer Dinosaurier in Betrieb zu gehen, steht der Neubau doch auch an einem Platz, der dafür so gar nicht vorgesehen war (wir berichteten mehrfach).

Nicht erstaunlich also, dass die Bewegung ‚FFF‘ den Meiler an der Stadtgrenze zwischen Datteln und Waltrop im Kreis Recklinghausen nun endlich auch als Protestort für sich entdeckt hat.

Über 500 Teilnehmer wurden am Freitag zu einer Veranstaltung am Kraftwerk erwartet, die sich bis 17 Uhr ziehen sollte. Logisch, dass auch wir, als Blog das diesem Thema im Laufe der Jahre etliche Beiträge gewidmet hat, da nicht fehlen durften.

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Industrieland: „Wir fahren Datenträger zwischen unseren Werken hin und her“

Sauerland: Christian Nawroth Lizenz: CC BY-SA 3.0

Südwestfalen ist das industrielle Herz Nordrhein-Westfalens. Die Arbeitslosigkeit ist niedrig, die Städte sind reich und die Mittelständler auf dem Weltmarkt erfolgreich. Ob das so bleibt, werden die kommenden Jahre entscheiden.

Hügel, Wald, bewaldeter Hügel, eine Brücke mit Baustelle, Wald und wieder ein Hügel. Wer die A45 von Dortmund kommend nach Frankfurt fährt, wird kaum das Gefühl haben, das links und rechts der Autobahn eine der wichtigsten Industrieregionen der Bundesrepublik liegt. Über 46 Prozent aller Beschäftigten in Südwestfalen, im Sauer- und Siegerland, arbeiten in der Industrie. Nur im baden-württembergischen Villingen-Schwenningen und Heidenheim an der Brenz sind es noch etwas mehr.

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Wer in Herne arbeiten will, wandert aus

Verblichene Herrlichkeit: Industrie im Ruhrgebiet (Foto: Roland W. Waniek)

 

Wer in Herne als gut ausgebildete Fachkraft arbeiten will, dem bleibt oft nur eins: auswandern. Auswandern heißt wegziehen aus der Heimat, um anderswo in Deutschland einen anständigen, gut bezahlten Job zu finden. An der Ruhr packen besonders gut ausgebildete Fachkräfte ihre sieben Sachen und suchen ihr Glück in München, Hamburg und Frankfurt. Das Ruhrgebiet hingegen blutet fachkräftemäßig aus.

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Brücken-Desaster: Was der Bundespräsident bei seiner Reise durchs Ruhrgebiet nicht erwähnt hat

Seit Sommer 2017 ist die Straße hier dicht. Foto: Robin Patzwaldt

Um zu zeigen, ‚was hier alles gelingt‘, reiste der Bundespräsident in der vergangenen Woche ins Ruhrgebiet. Auf seiner Route lagen Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund. Eine „Reise in die Zukunft“ sollte dies nach den Worten der Kollegen der WAZ werden.

Herausgekommen sind dabei die gewünschten Bilder und Schlagzeilen: Das Ruhrgebiet ist viel besser als sein Ruf. Es geht dort auf breiter Front aufwärts. Es ist zuletzt viel geschafft worden etc..

Kein Wunder, dass der Bundespräsident sich während dieser Reise nicht an der Brücke vor dem Schiffshebewerk Henrichenburg blicken gelassen hat. Denn hier bekommen es die Verantwortlichen vom Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg (WSA) und der von diesem Beauftragten Bauunternehmen seit weit über zwei Jahren nicht hin eine kleine Querung über den Kanal zu vollenden, deren Errichtung ursprünglich in drei Monaten vorgesehen war und die seit September 2017 in Funktion sein sollte.

Nicht erstaunlich also, dass man diesen Teil der traurigen Ruhrgebietsrealität den Menschen in ganz Deutschland in dieser Woche lieber nicht öffentlichkeitswirksam präsentierte, obwohl solche traurigen Zustände an vielen Stellen die Menschen in der Region an vielen Stellen und Orten ärgern und ihren Alltag bestimmen.

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Gut für den BVB, aber schlecht für den Sport

Foto: BVB

Seit Tagen wurde darüber spekuliert, heute Vormittag hat der BVB es offiziell bestätigt: Der Fußball-Bundesligist aus Dortmund und das Sportunternehmen Puma haben eine Langzeit-Partnerschaft bis zum 30.06.2028 besiegelt.

Die Ausweitung der bestehenden Kooperation zwischen beiden Unternehmen ist für den BVB laut Klubangaben ein Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Positionierung unter den Spitzenclubs der Bundesliga und den Top15 in Europa.

Gemunkelt wird über eine finanzielle Entlohnung für den Verein ab dem kommenden Sommer in der Höhe von rund 250 Millionen Euro. Das entspricht etwa 30 Millionen pro Spielzeit, was eine Verdreifachung gegenüber den bisher gezahlten Geldern darstellen würde. Beeindruckend!

Das klingt nach einem großen Glück für den Verein. Und als solches wird es von diesem auch nach außen dargestellt

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