
Nach der Spanischen Grippe schlug die Stunde der Quacksalber: Der weltweite Boom der Homöopathen und Naturheiler begann, weil die Medizin keine Antwort auf die Bedrohung des Influenza-Virus H1N1 fand. Diesmal sieht es anders aus. Die Ära der Quacksalber und Scharlatane könnte zu Ende gehen.
Wenn Albert Camus „Die Pest“ der Roman unsere Zeit ist, ist Laura Spinneys „1918 – Die Welt im Fieber“ das Sachbuch der Stunde. Spinney beschreibt den vermuteten Weg des Virus, er ist immer noch nicht ganz klar, seine historischen Folgen und was er anrichtete: Jeder dritte damals lebende Mensch steckte sich an, zwischen 50 und 100 Millionen starben. Am







Im Gegensatz zu Regionen wie Norditalien, Wales, New York oder London konnte in NRW trotz Corona eine erhöhte Sterblichkeit verhindert werden. Die Mühen der vergangenen Monate, sie haben sich gelohnt. Nach vorläufigen Informationen starben im März 2020 in Nordrhein-Westfalen etwa 18 800 Menschen. Wie „Information und Technik Nordrhein-Westfalen“ als Statistisches Landesamt mitteilt, liegt die Zahl der Gestorbenen damit voraussichtlich niedriger als im März 2019 (damals: 19 100). Hinweise auf eine durch die COVID- 19-Pandemie erhöhte Sterblichkeit sind aus diesen Daten für März 2020 nicht abzulesen.