
Sie wurde das „Wunder von Marxloh“ genannt und als die Ditib-Moschee mit dem 34 Meter hohen Minarett vor zehn Jahren eröffnete, war die Begeisterung groß. Der damalige NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers forderte nannte sie ein Beispiel für gelungen Integration und forderte „Wir brauchen mehr Moscheen in diesem Land, aber nicht in den Hinterhöfen, sondern sichtbar, erkennbar.“
Ditib, die deutsche Dependance der türkischen Religionsbehörde Diyanet, galt als seriöser Partner, die Türkei unter Erdogan damals als das Land eines reformfreudigen, weltoffenen Islams.
Das ist lange her: Seit September prüft das Bundesamt für Verfassungsschutz, ob die Ditib als Verdachtsfall unter Beobachtung genommen werden soll. Die Ditib könnte dann mit geheimdienstlichen Mitteln beobachtet werden. Für den Bundesverfassungsschutz könnte sich die Ditib als extremistische Organisation erweisen. Gründe für diese Annahme gibt es genug: Auf Ditib-Veranstaltungen marschierten Kinder in Uniformen mit Spielzeuggewehren auf. Die Ditib-Gemeinde im nordhessischen Melsungen veröffentlichte eine Sammlung antisemitischer
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