Erdogans letzte Option


Die türkische Marine führt an diesem Wochenende Schießübungen mit scharfer Munition durch. Das tut sie nicht in eigenen Gewässern, sondern im Hoheitsbereich Zyperns. Das Manöver passt zur Politik Erdogans: Er erkennt weder die griechischen Grenzen an noch die Existenz des EU-Landes Zypern. Immer wieder dringen türkische Flugzeuge in den griechischen Luftraum ein, bedroht die Türkei  Griechenland mit Krieg. Und die Gefahr, vom Rest Europa weitgehend ignoriert, steigt mit jedem Tag,   an dem das Referendum näher rückt – zumal Umfragen zeigen, dass Erdogan und die AKP es verlieren könnten. Ein Krieg mit Griechenland, die Besetzung einer Insel, wäre eine Verzweiflungstat Erdogans, die zu seiner Politik der Eskalation der vergangenen Monate passen würde. Er könnte die Hoffnung haben, durch eine bewaffnete Auseinandersetzung mit Griechenland oder Zypern doch noch die Mehrheit der Türken hinter sich zu scharen. Koste es, was es wolle.

Mehr zu dem Thema:

Türkei droht Griechenland mit Krieg!

Wie nah ist ein Krieg Griechenland – Türkei?

Partner? Die Türkei bedroht Griechenland

 

Österreich: Kein Gewerbeschein für Humbug

Hach, ein Einhorn. (Foto: kaboompics/ pixabay/ freie Verwendung)

Der Esoterikmarkt floriert in Österreich. Aktuell sind mehr als 15.000 sogenannte „Human- und Tierenergetiker“ aktiv. Jeder österreichische Staatsbürger kann diese Art von Gewerbeschein ohne weiteres erwerben – einfach online von zuhause aus. Lediglich die Kopie des eigenen Lichtbildausweises und ein 3- seitiges Formular müssen an die zuständige Bezirksbehörde gemailt werden. Vor zwei Jahren habe ich im Rahmen eines Satireprojektes selber das Gewerbe der Humanenergetikerin angemeldet.
Ein Gastbeitrag von Andrea Walter (36), Pädagogin aus Niederösterreich.

Weiterlesen
Werbung


Der Ruhrpilot


NRW:
 Landtag gegen türkische Wahlkampfauftritte…RP Online
NRW: Neuer Streit ums Rauchverbot…WR
NRW: Ralf Jäger trifft Online-Hetzer…RP Online
Debatte: Eine Eigenschaft verbindet Merkel dann doch mit Trump…Welt
Debatte: Ralf Jäger verspielt seine Glaubwürdigkeit…RP Online
Debatte: Heiko Maas hat ein untaugliches Netzwerk-Gesetz vorgelegt…FAZ
Debatte: Niederlande – Die falsche Strategie…Cicero
Debatte: Längst angekommen und doch nicht daheim…NZZ
Ruhrgebiet: Die vielen Jörgs, die die Alis neben sich im Stich lassen…Berliner Morgenpost
Bochum: 82 Brücken in Bochum müssen saniert werden…WAZ
Bochum: Platz des europäischen Versprechens hat erste Schäden…WAZ
Dortmund: Talk mit Hamed Abdel-Samad…Nordstadtblogger
Dortmund: So reagiert die Bezirksregierung auf den Unterrichtsausfall-Check…WAZ
Duisburg: Die Zeugin Sophie Scholl muss sich entscheiden…WAZ
Essen: „Reichsbürger“ suspendiert – Wer war wann informiert?…WAZ

Trage Dich in den „Wir für NRW“-Newsletter ein:

Und wir schicken Dir täglich eine Auswahl der wichtigsten und besten Geschichten über das Ruhrgebiet, über NRW. Hintergründe, Aktuelles und Interessantes. Uns liegt etwas an der Region.


Das Konzert von Yvonne Catterfeld in Köln

Yvonne Catterfeld meldet sich drei Jahre nach der Geburt ihres Sohnes mit vielen neuen Eindrücken, einem eigenen Label und einem neuen Album zurück.

„Guten Morgen Freiheit“ lautet der Titel ihres neuen Werkes, das am 10. März auf ihrem eigenen, ebenfalls neu gegründeten Label Veritable Records erschienen ist. Direkt im Anschluss brach sie mit ihren neuen Songs zu einer ausgedehnte Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz auf, die sie am gestrigen Abend ins nahezu ausverkaufte Kölner E-Werk führte.

Mit ihrem siebten Studioalbum begibt sich die aus Erfurt stammende Sängerin und Schauspielerin, nach einer vierjährigen Schaffenspause, auf ungewohntes Terrain. Die eingängigen und zugleich tiefgründigen Songs überzeugen durch einen neuen, urbanen Sound und mit den Künstlern Chima, Teesy, MoTrip und Bengio konnte sie sich wunderbare musikalische Unterstützung mit an Bord holen. 

Im Vergleich zu ihrem Vorgängeralbum „Lieber so“ (2003) scheint sie nun authentischer, äußert in ihren Text mehr Persönliches und ließ Dank der Unterstützung ihrer großartigen Band auch gestern Abend keinen Zweifel daran, dass sie musikalisch gereift ist.

Die ausgebildete Musikerin ist schon seit 2003 fester Bestandteil der deutschen Musiklandschaft. Seit ihrem Debütalbum “Meine Welt”, produziert von Dieter Bohlen, finden sich ihre Veröffentlichungen regelmäßig ganz oben in den Charts und wurden, genau wie ihre Film- und TV-Rollen, mit diversen Preisen ausgezeichnet. Dieser bemerkenswerte Facettenreichtum, gepaart mit ihrer offenen und charmanten Persönlichkeit, fasziniert die charismatische Sängerin ihre Fans immer wieder aufs Neue. Zuletzt  begeisterte sie als Coach der Casting-Show ‚The Voice of Germany’.

Am Erscheingungstag ihres neuen Albums  richtete Yvonne Catterfeld über ihren Instagram-Account einige sehr bewegende Worte an ihre Fans:

“…..Ich kann es kaum fassen. Heute könnt ihr endlich alle hören, warum ich mein eigenes Label gegründet hab. Wenn man seine Handschrift haben will, muss man es auch selbst in die Hand nehmen. Ich wusste noch nie so präzise, was ich sagen will und vor allem wie und was ich euch von mir zeigen möchte: was mich bewegt, bewegt vielleicht auch euch. Ich bin zurückgegangen zu meinen musikalischen Wurzeln. Eine Mischung aus Pop, Soul, mal Songs mit Reaggae-Feeling, urbanen und auch Hip Hops Sounds und mit besonderen Künstlern als Features: Bengio, MoTrip, Chima und Teesy. ….”

Und die Resonanz auf ihre ersten Shows, Köln war gestern der dritte Tourstopp, zeigen, dass sie bei ihren Fans genau ins Schwarze getroffen hat. Platz 4 der deutschen Albumscharts und durchweg positive Reaktionen auf  „Guten Morgen Freiheit“, ließen Yvonne Catterfeld auch gestern Abend vor Überwältigung sprachlos werden. Ein wenig schüchtern und sehr bewegt nahm sie den Jubel und Applaus ihrer Fans entgegen und verdient hatte sie ihn sich für diesen wunderbaren Konzertabend allemal.

Veranstalter : Prime Entertainment & Four Artists

AfD-Parteitag: SPD-Intervention im Bündnis „Köln stellt sich quer“ verhindert Zusammenarbeit der Nazi-Gegner

AfD-Team Marcus Pretzell und Frauke Petry, Foto: Ulrike Märkel


Eine Koalition von NRW SPD im Wahlkampfmodus und Polizeipräsident Jürgen Mathies will Nazi-Gegner von „Köln gegen Rechts“ vom Heumarkt verdrängen.

Das  Aktionsbündnis „Köln gegen Rechts“ (KgR) hatte bereits im Dezember 2016 unter anderem den Heumarkt als Kundgebungsort und Ausgangspunkt für eine bundesweite Großdemonstration gegen den 22. April in Köln stattfindenden Bundesparteitag in Köln angemeldet. Im Februar 2017 meldeten dann „Köln stellt sich quer“ (Kssq) für eine Kundgebung und anschließenden Musikumzug „Tanz die AfD“ und das Festkomitee Kölner Karneval für eine Kundgebung, den Heumarkt an.  Nachdem sich nach langen Diskussionen die beiden Kölner Bündnisse am letzten Mittwoch auf ein gemeinsames Vorgehen bei den Protesten gegen den AFD-Bundesparteig  geeinigt hatten, wurde dieses Ergebnis zwei Stunden später auf Grund einer Intervention der SPD gekippt. Die SPD ist – anders als jetzt im Vorwahlkampf – ansonsten im Bündnis Kssq nicht besonders aktiv.

Weiterlesen
Werbung


Marcel H. aus Herne – Bausteine einer tragischen Geschichte

Ist jetzt lange Zeit alleine und offline: Marcel H. (Symbolfoto – Quelle: Flickr/ antonf/ cc-by-sa)

Gastautorin und Kriminalpsychologin Lydia Benecke mit psychologischen Ausführungen zu Marcel H., der vor einer Woche verhaftet wurde, nachdem er sich in einer Imbiss-Bude in Herne gestellt hatte. Er hatte zu diesem Zeitpunkt mutmaßlich zwei Menschen getötet.

Immer, wenn tragische Verbrechen begangen werden und besonders dann, wenn Kinder die Opfer sind, folgt auf das unwillkürliche Entsetzen und die typischerweise hiermit verbundene Dämonisierung des Täters die Frage nach dem „Warum“. Im so bizarren wie öffentlichkeitswirksamen Fall von Marcel H. ist es nicht anders.

Weiterlesen

UETD: Mit dem Wolfsgruß für Erdogan

Im Moment sind Vertreter der Union  Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) oft in Talk-Shows zu sehen. Bemüht seriös auftretend geben UETD-Funktionäre wie Fatih Zingal in Talkshows den Erdogan-Versteher. Kritischen Fragen ausweichend und sich nie klar auch von den wüstesten Beschimpfungen des Möchtegern-Sultans distanzierend, werben sie für Erdogan und sein Regime. Immer betonend, wie wichtig ihnen doch demokratische Werte sind. Eine Demokratisimulation, wie man sie auch von Putin-Anhängern oder AfD-Funktionären kennt, mehr nicht. Die UETD-Bremen indes lässt sich von so etwas nicht beirren. Sie wirbt auf ihrer Facebookseite für ein „Ja“ zu Erdogans Referendum mit einem Foto eines Erdogan-Fans, der den Wolfsgruß zeigt, den Gruß der Anhänger der Grauen Wölfe. Die sind so demokratisch wie ein Neonazi-Schlägertrupp und zählen Kurden,  Juden, Christen, Armenier, Griechen, Kommunisten, Freimaurer, Israel, die EU, den Vatikan und die Vereinigten Staaten zu ihren Feinden.