Bereits seit dem Vormonat ist im Buchhandel ein herausragendes Buch erhältlich, welches ich in dieser Woche eher zufällig für mich entdeckt habe, und welches mich dermaßen beeindruckt hat, dass ich es hier und heute unserer Leserschaft auch kurz einmal vorstellen möchte. ‚KZ überlebt‘ von Stefan Hanke ist eine wahrlich ungewöhnliche Mischung aus Bildband, Fotoportrait, Kurzbiographie und Zitaten.
Der Fotograf konfrontiert den Buchbetrachter dabei ganz konkret mit 121 KZ-Überlebenden verschiedener Verfolgtengruppen. Hanke reduziert seine Protagonisten dabei jedoch keineswegs auf eine festgefahrene Opferrolle. Seine Portraits sind viel mehr, sie zeigen in erster Linie Stolz und Würde.
Der Leser kann hier außerdem anhand berührender Portraits und einer knappen Lebensgeschichte der Portraitierten einen echten Einblick in die Tragweite dieser menschlichen Katastrophe gewinnen. Sehr beeindruckend!
Wie schon der Buchtitel dabei sofort vermittelt, ist das Buch in erster Linie auch dem Leben gewidmet. ‚KZ überlebt‘ ist so letztendlich ein Bildband, der längst nicht nur geschichtsinteressierte Zeitgenossen ansprechen wird.
Die zentrale 1.Mai Demonstration der NPD in NRW soll Mitten durch die Bochumer Innenstadt führen. Nazi-Gegner rufen zu Blockaden auf, die SPD zum bejubeln von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.
Freie Bahn in NRW für die NPD und ihren Landesvorsitzenden Claus Cremer: Weil Die Rechte in diesem Jahr ihre zentrale Mai-Demonstration in Thüringen und nicht im Ruhrgebiet hat, wird Cremers Trümmertruppe die einzige Veranstaltung des braunen ersten Mais in Nordrhein-Westfalen sein. Zog Cremer im vergangenen Jahr noch mit gut 100 seiner Gefolgsleute durch Mönchengladbach, ist in diesem Jahr Bochum das Ziel. Ab 14.00 Uhr soll die NPD durch die Innenstadt ziehen. Nach Informationen von Nazi-Gegnern startet Kurt-Schumacher-Platz gegenüber dem Hauptbahnhof. Weiter geht es über Südring und Viktoriastraße zum Husemannplatz, wo eine Kundgebung stattfinden wird. Der Rückweg geht über Viktoriastraße, Südring, Unistraße, Ferdinandstraße zum Buddenbergplatz am Südeingang des Hauptbahnhofs.
Die Antifa-Bochum hält die von der Polizei genehmigte Route Mitten durch die Innenstadt für eine Unverschämtheit: „Es ist ein Skandal, dass die Bochumer Polizei den Nazis eine solch
provokante Route durch die City zur Verfügung stellt, obwohl dort bereits große Demonstrationen der Gewerkschaften stattfinden. Ausgerechnet auf dem Platz, der nach dem von den Nazis ermordeten Gewerkschafter Friedrich Ernst Husemann benannt ist, will die NPD jetzt ihre Zwischenkundgebung abhalten“, sagt Manfred Pöppe von der Bochumer
Antifa.
Zahlreiche Gruppen wollen den NPD-Aufmarsch unter anderem durch Blockaden verhindern und haben sich in dem Bündnis Bochum gegen Rechts angeschlossen. Auch der DGB ruft seine Mitglieder dazu auf, sich nach dem Ende der Mai-Kundgebung den Protesten anzuschließen um den NPD Aufmarsch zu verhindern.
Nicht so die SPD: Sie will das alle zur Mai-Kundgebung des DGB gehen, um Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zuzujubeln, die in Bochum sprechen wird. Bratwurst essen gegen Rechts.
Wir berichten am 1. Mai ab. ca 13.00 Uhr live aus Bochum
In der Mai-Ausgabe des Straßenmagazins plaudert Helge Schneider über Alexander Kluge, Charlie Parker und das Älterwerden. Heinz Strunk gibt sich so sperrig wie lässig und spricht über die Recherchen zu „Der Goldene Handschuh“ und seine literarischen Vorbilder. Der Dortmunder Rabbiner Avichai Apel blickt vor seinem Abschied nach Frankfurt zum „Real Madrid der jüdischen Gemeinden“ stolz zurück auf das Erreichte und nostalgisch auf die Zeit in der BVB-Stadt.
Das Recht auf Wohnen: Die Redaktion beleuchtet die Situation der 5.500 Geflüchteten in Bochum zwischen Protest und Hoffnung und stellt fest: Vieles, was zurzeit rund um „die Neuen“ diskutiert wird, wirft Fragen daran auf, wie Gesellschaft als Ganze funktionieren und wie Teilhabe für alle funktionieren kann.
bodo besucht einen Dortmunder Boxclub mit fast hundertjähriger Tradition und staunt über ein multikulturelles Miteinander mit Disziplin und sozialer Verantwortung.
NRW: Schlusslicht bei Ganztagsschule…Der Westen NRW: Ganztagsschulen nur „Schmalspur-Variante“…Ruhr Nachrichten NRW: Tempel-Anschlag – Tatverdächtiger war im Aussteigerprogramm…Der Westen Debatte: Kulturelle Distanz ist ein Integrationshindernis…WiWo Debatte: Warum die Linken und die Rechten Putin so lieben…Welt Debatte: Verführung zur Mündigkeit…Jungle World Debatte: Nahles, SPD, Vernunft…FAZ Ruhrgebiet: Kommunen mit RWE und Steag völlig verkalkuliert…Welt Bochum: Flüchtlinge – Hilfsbereitschaft hält an…Der Westen Dortmund: Neues Decathlon-Lager verspricht 700 Jobs…Der Westen Essen: Mutmaßliche Bombenleger sind IS-Sympathisanten…n-tv
Abwehrspieler Mats Hummels hat Borussia Dortmund seinen Wunsch mitgeteilt, den Klub im Sommer verlassen und sich zur kommenden Saison dem Ligakonkurrenten FC Bayern München anschließen zu wollen.
Borussia Dortmunds Geschäftsführung hat daraufhin entschieden, einen solchen Wechsel davon abhängig zu machen, ob Bayern München Borussia Dortmund ein dem außerordentlichen Stellenwert des Spielers entsprechendes, äußerst werthaltiges Angebot unterbreiten wird. Bislang hat Bayern München noch kein Angebot abgegeben.
Die Saison 2016/17 wirft ihre Schatten voraus. Aufgrund der EURO 2016 in Frankreich liegt der Trainingsauftakt beim VfL Bochum 1848 ein wenig später als sonst, Ende Juni geht es los. Die ersten Testspiele sind auch schon terminiert, zunächst stehen drei Derbys auf Bochumer Stadtgebiet an: das Spiel gegen den Sieger des Moritz Fiege Fußball Cups 2014/15, Concordia Wiemelhausen, sowie die die Partien gegen den LFC Laer (anlässlich des 110-jährigen Vereinsjubiläums) und das Duell gegen das Regionalliga-Topteam Wattenscheid 09.
Das Trainingslager wird die Mannschaft wie vor dieser Spielzeit in der Sportschule Kamen-Kaiserau abhalten, im Rahmen dessen sind zwei Testspiele geplant. Die Saisoneröffnung 2016/17 wird Ende Juli stattfinden, ähnlich wie im vergangenen Jahr mit einem Spiel am Freitagabend im rewirpowerSTADION und dem großen Familienfest am darauf folgenden Samstag. Alle weiteren Informationen zu Gegnern, Austragungsorten und Anstoßzeiten erfolgen sukzessive über die Vereinsmedien.
Britta Hofmann interviewt Schalke-Trainer Andre Breitenreiter.
Britta Hofmann hat es geschafft. Die in Hamm aufgewachsene Sportjournalistin gehört inzwischen längst zu den etablierten Frauen in der noch immer männerdominierten Fußballszene. Millionen Fußballfans kennen die sympathische Vollblut-Journalistin wohl mehrheitlich durch die Live-Übertragungen der UEFA Europa League, wo sie zusammen mit dem Ex-BVB-Profi Patrick Owomoyela die Spiele für den Abo-Sender ‚Sky‘ auf der ganz großen internationalen Fußballbühne moderiert.
Aber auch im Rahmen der regelmäßigen Bundesligaübertragungen ist Hofmann als Feldreporterin inzwischen längst zu einer festen Größe geworden, ist an fast jedem Wochenende in einem Stadion vor Ort. Bereits seit dem Jahre 2011 arbeitet die Blondine zudem für den Sportnachrichtensender ‚SSNHD‘, war dort bereits von Anfang an im Team als Moderatorin mit an ‚Bord‘.
Den Ruhrbaronen verriet Britta Hofmann im Exklusiv-Interview mit Robin Patzwaldt, so kurz vor den entscheidenden Wochen der Fußballsaison, nun so einige bisher wohl unbekannte Hintergründe zu Ihrer Karriere, ihre ganz persönlichen Einschätzungen zur aktuellen Lage in Bundesliga und Europa League, ihre Erinnerungen an das Aus des BVB in Liverpool, und sie gab uns dabei u.a. auch einen kurzen Einblick in ihre konkreten Pläne für das weitere Jahr 2016.
Vor drei Jahren begann ihre musikalische Karriere. Die damals noch 15-jährige Lina Larissa Strahlaus Seelze bei Hannover gewann den KIKA Komponisten-Wettbewerb „Dein Song”. Kurz darauf wurde sie von Starregisseur Detlev Buck für die Bibi Blocksberg in „Bibi & Tina” entdeckt.
Seither sahen mehr als zwei Millionen Menschen die ersten beiden Teile von „Bibi & Tina” im Kino. Die von Lina gesungenen Soundtracks erreichten Goldstatus. Der dritte Teil über die Abenteuer der beiden Mädchen lief ab Januar 2016 im Kino und eroberte umgehend Platz 1 der Kinocharts. Bislang sahen den Film mehr als 1,5 Millionen Zuschauer. Auch der dritte Soundtrack stieg direkt von Null in die Top 10 der Albumcharts ein. „Ich singe das, was mir Spaß macht, was mich bewegt und worüber ich mir meinen Kopf zerbreche. Und das ist oft ziemlich viel.” Mit Lyrics wie „wer nichts zu sagen hat, redet oft am meisten” und „wir sind immer dann am besten, wenn wir aufhören nachzudenken” überzeugt Lina nicht nur ihre jungen Anhänger.
Nun tauscht sie die Kinoleinwand gegen die Konzerthalle und geht ab Juni 2016 erstmals auf Tour. Ihr Debütalbum „Official„, produziert von Peter Hoffmann (Tokio Hotel, Falco, Annett Louisan) erscheint am 27. Mai. Für die mittlerweile 18-jährige Sängerin ein besonderer Schritt: „Weitere Ausflüge in die Filmwelt kommen bestimmt, aber Musik begleitet mich schon mein ganzes Leben. Jetzt möchte ich sie auch für Andere hörbar machen und mich als Lina zeigen.”
Das Routing ihrer Tour legte sie in die Hände ihrer Fans. Sie ließ auf der Crowdsourcing-Plattform Stagelink abstimmen und ihre Fans konnten entscheiden, in welchen Städten sie LINA live erleben möchten. Der Kartenvorverkauf begann am 29.04.2016 exklusiv über Stagelink.
Straße in Lagos, Nigeria Foto: Zouzou Wizman Lizenz: CC BY 2.0
Den Ärmsten ist doch schon enorm geholfen, wenn sie nachts etwas Licht aus sauberen Solarlampen bekommen. Nein. Afrika braucht billige Energie im großen Maßstab – egal aus welcher Quelle. Von unserem Gastautor Thilo Spahl
Die amerikanische GivePower Foundation hat 500 Schulen in Entwicklungsländern Photovoltaik- und Beleuchtungssysteme gespendet und möchte vor Ende des Jahres 2015 weitere 1000 Schulen mit solarer Beleuchtung ausstatten. 1 Ist das eine gute Sache? Zweifellos. Es ist besser, Licht zu haben, als kein Licht zu haben. Es ist aber gleichzeitig ein schlechtes Zeichen. Denn Initiativen wie diese sind auch Ausdruck für eine bestimmte Haltung gegenüber armen Ländern, insbesondere gegenüber dem „dunklen“ Kontinent, Afrika. Wenn es darum geht, welche Technik dieser Kontinent braucht, denken viele Leute heute zuerst an Solarlampen und andere, eher bescheidene Verbesserungen. Zugrunde liegt dem ein Pessimismus, der nur niedrige Erwartungen zulässt.
Sehr deutlich formuliert es der philanthropische Start-up-Unternehmer Lars Krückeberg in einem TEDx-Talk: „16 Prozent der Weltbevölkerung leben ohne Stromanschluss. Sie haben keinen Strom. Und sie werden keinen Strom haben. Es ist einfach zu teuer, Straßen und Stromleitungen zu diesen ländlichen Gebieten zu bauen. Es wird niemals geschehen.“ 2 Niemals! Der erfolgreiche Architekt Krückeberg will diesen „Off-Grid-Menschen“ helfen und hat daher die Firma Solarkiosk gegründet. Ihr Produkt ist eine kleine Bude mit Solarzellen auf dem Dach, die als eine Art Stromtankstelle dient. Die Rotterdam School of Management an der Erasmus-Universität hat das Berliner Unternehmen dafür mit dem Erasmus Energy Business Award 2015ausgezeichnet. Im Februar hatte die Firma auch schon den „Zeit Wissen-Preis Mut zur Nachhaltigkeit“ 3 erhalten.
„Wenn es darum geht, welche Technik der ‚dunkle Kontinent‘ braucht, denken viele Leute heute zuerst an Solarlampen.“
In der Begründung besonders hervorgehoben wird, dass durch die Solarkioske CO2-Emissionen aus der Verbrennung von Holz reduziert und der Entwaldung vorgebeugt werde. Es wird also gleichermaßen Mensch und Planet geholfen. (Wobei, nebenbei bemerkt, auffällt, dass bei uns die Verbrennung von Holz in den Bereich der klimaneutralen, also „guten“ erneuerbaren Energien gezählt wird und in Deutschland mittlerweile zum Zwecke des Klimaschutzes in Kraftwerken Holz verbrannt wird, das eigens dafür aus Afrika importiert wird.) Tatsächlich ist den extrem armen Menschen geholfen, die über die mittlerweile über 100 Kioske Zugang zu etwas Elektrizität erhalten.