Verkehrskollaps statt Verkehrswende – Wieso wir auf ein selbst verursachtes Desaster zusteuern

Bahnhof Wattenscheid mit Telefonhäuschen und Briefkasten (Foto: Roland W. Waniek)


Keine Frage, der CO2 Ausstoß im Verkehr ist eines des größten Klimawandel Verursacher weltweit und das ganz besonders in den hoch motorisierten Ländern. Eine Verkehrswende ist deswegen in diesen Nationen, zu den auch Deutschland gehört, schon seit über 30 Jahren dringend notwendig. Nur, dass sie bis heute nicht stattgefunden hat und auch in absehbarer Zukunft nicht stattfinden wird. Egal was die Politiker zur Zeit versprechen und ankündigen.

Die Elektrifizierung ändert nicht das Verkehrsverhalten.

Es fehlen einfach alle Voraussetzungen dafür und es ist nicht absehbar, dass sich das bald ändert. Im Gegenteil. Die Anzahl der motorisierten Fahrzeuge auf unseren Straßen steigt kontinuierlich weiter. Die Corona Pandemie hat diese Entwicklung keineswegs gestoppt, sondern noch verstärkt, in dem der ÖPNV zum Infektionsherd erklärt wurde. Auch das Fernreiseverhalten hat wieder so zugenommen, dass selbst im Luftraum mehr Flugzeuge denn je prognostiziert werden.

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Der Ruhrpilot

Erdogan-Anhänger demonstrieren in Duisburg Foto: Sebastian Weiermann


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Die Halde Hoheward im Kreis Recklinghausen: Peinlich und sehenswürdig zugleich

Die Halde Hoheward im April 2023. Foto(s): Robin Patzwaldt

Wohin führt man jemanden, der zum ersten Mal bei uns hier im Ruhrgebiet zu Besuch ist? Eine gute Möglichkeit ist definitiv die Halde Hoheward an der Stadtgrenze zwischen Recklinghausen und Herten.

Hier bekommt der Gast direkt einen Überblick über das Herz der Region. An guten tagen kann man hier bis nach Essen schauen. Auch der Osten des Ruhrgebiets ist zu erspähen. Besonders scharfblickende wollen sogar schon bis nach Düsseldorf geschaut haben. Der Ausblick vom Haldengipfel lohnt aber auch schon bei weniger idealen Bedingungen.

Der geneigte Besucher kann auch direkt erkennen, dass das Ruhrgebiet viel grüner ist, als es die Vorurteile einen noch immer glauben machen wollen. Da sieht man dann auch großzügig darüber hinweg, dass das ursprünglich als zusätzliche Attraktion angedachte Horizontobservatorium noch immer einem Schrotthaufen gleicht. Doch auch daraus lässt sich mit etwas gutem Willen durchaus eine Sehenswürdigkeit machen, denn das im Jahre 2008 errichtete Horizontobservatorium ist seit Jahren eine der größten Peinlichkeiten des Ruhrgebiets.

Am Freitag habe ich der Halde zum ersten Mal seit drei Jahren wieder einmal besucht und von dort ein paar aktuelle Aufnahmen mitgebracht.

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R.E.M. – Die Geschichte einer Rockband, die (fast) keine Fehler machte

R.E.M. waren für mich und für viele Musikfans meiner Generation eine absolute Kult-Band. Als sich die Kombo im Jahre 2011 plötzlich auflöste, war ich regelrecht geschockt. Die Musik der Jungs aus Georgia hatte mich seit über 20 Jahren geprägt. Die Nachricht, dass es zukünftig kein frisches Material mehr von Michael Stipe und seinen Mitstreitern mehr geben würde, stimmte mich traurig.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich kürzlich ein liebevoll gestaltetes Buch über die Karriere von R.E.M. für mich entdeckte, das die Geschichte der Band mit etwas Abstand noch einmal ausführlich revuepassieren lässt.

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Der BVB ist schon seit Jahren nicht da, wenn die Bayern straucheln

BVB-Boss Hans-Joachim ‚Aki‘ Watzke. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Als BVB-Boss Hans-Joachim Watzke einst erklärte, die Borussia zum zweiten Leuchtturm im Deutschen Fußball nach Bayern München machen zu wollen, da gab er an, dass die Dortmunder da sein wollen, wenn der Rekord- und Serienmeister auf dem Weg zum nächsten Titel ausnahmsweise straucheln sollte.

In diesem Jahr ist das ohne Zweifel wieder einmal der Fall. Die Gelegenheit am Ende der Spielzeit vor den Münchenern stehen zu können, war schon seit Jahren nicht mehr so groß. Doch das Problem ist: Der BVB macht sich in dieser Phase viel zu häufig selber zur Lachnummer der Liga.

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Robert Habeck hält an seinen Kernkraftwerken fest

Robert Habeck Foto: rawpic@protonmail.com Lizenz: CC BY-SA 4.0

In Deutschland zwingt die Bundesregierung die Stromkonzerne aus der Atomkraft auszusteigen. Gleichzeitig betreibt der Bund seine eigenen Kernkraftwerke munter weiter.

In kaum einem Land wird Strom so sauber erzeugt wie in Schweden: 43% werden mit Wasserkraft erzeugt, 20% durch Windkraftanlagen und 32% steuern Kernkraftwerke dazu. 95% sauberer Strom. Und weil die Schweden größtenteils mit Strom heizen, wird auch die Wärme größtenteils sauber erzeugt. Doch nicht nur das: Im europäischen Vergleich ist schwedischer Strom auch noch preiswert.

Das alles haben die Schweden auch der deutschen Bundesregierung zu verdanken. Die 32% Atomstrom stammen aus drei Kernkraftwerken, die zumindest zum Teil dem deutschen Staat gehören. Das Kraftwerk Oskarshamn zur Mehrheit (54,5%), die anderen beiden Ringhals und Forsmark nur zu kleineren Anteilen. Im vergangenen Jahr hat der Bund den Mutterkonzern der Kraftwerke Uniper verstaatlicht. Habeck war dahinter die treibende Kraft. Nun gehören uns allen deshalb nicht nur drei Kernkraftwerke, sondern auch zwölf Gaskraftwerke und zwei Steinkohlekraftwerke.

Uniper kommt gar nicht auf die Idee, die Kraftwerke zu verkaufen, hat der Vorstand der Nachrichtenagentur dpa bestätigt. Im Gegenteil das Unternehmen, das zu über 98% dem Bund gehört, will wieder in Kernenergie investieren. Offenbar mit Rückendeckung seines Hauptaktionärs Bundesrepublik Deutschland.

Der Ruhrpilot

Hauptbanhof Wanne-Eickel


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