Künstlerin Susanne Scheidle ist regelmäßigen Ruhrbarone-Lesern seit Jahren ein Begriff. Nicht nur, dass wir mit ihr ein sehr offenes Interview über die Lage in der Kunst-Szene während der Pandemie geführt haben, sie ist auch regelmäßig unter den Meinungsfreudigen zu finden, die unsere Artikel kommentieren.
Am kommenden Wochenende kann man Susanne als Künstlerin in Essen sehen. Im Rahmen der Contemporary Art Ruhr auf Zeche Zollverein stellt sie gemeinsam mit vielen Künstler-Kollegen ihre Arbeiten aus. Am Freitagabend ist die Vernissage und am Samstag und Sonntag dann die eigentliche Kunstmesse.
Sechs Jahre hat die Journalistin Stephanie Hajdamowicz an Marxlohland, einer Dokumentation über den wohl bekanntesten Duisburger Stadtteil gearbeitet. „Ich zeige“, Hajdamowicz, „die unterschiedlichsten Bewohner. Eine Rentnerin, die früher einen eigenen Laden hatte und der die libanesischen Jugendlichen beim Einkauf helfen, eine Roma-Familie, die trotz großer Mühen bei der Integration scheiterte, einen erfolgreichen türkischstämmigen Geschäftsmann und eine Schauspielerin, die durch den Lärm auf der Straße krank wird.“
Joachim Meyerhoff in der ausverkauften Essener Lichtburg Foto: Ast/Juergens Lizenz: Copyright
Die diesjährige lit.Ruhr hat ihre Besucherzahlen dank weggefallener Corona-Beschränkungen in diesem Jahr verdoppeln können: Vom 19. bis zum 23. Oktober kamen rund 15.000 Gäste zu den knapp sechzig
Oliver Scheytt, Oliver Pocher, Anthony Rother, Rainer Schaller (v. l. n. r.) auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der Loveparade 2010 Foto: Xtranews Lizenz: CC BY 2.0
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Eine Ausstellung über die Farbe Rosa ist ab heute in Duisburg zu sehen | Foto: Mopa
Die Farbe Rosa hat sehr viele Eigenschaften: sie kann zum Beispiel wie Fleischwurst schmecken. Rosa, das bedeutet vor allem aber Anti-Grün. Und dennoch: Nur weil Rosa keine Wellenlänge hat, muss es uns nicht leidtun. Rosa ist eine Farbe und Delfinrosa ist nass. Das hat sich die Künstlerin Janna Banning ausgedacht und sie feiert heute mit ihrem Team ab 17 Uhr die feierliche Eröffnung ihrer Kunstausstellung über die Farbe Rosa im Duisburger Museum of Pink Art.
Die Letzte Generation in Aktion Foto: Letzte Generation Lizenz: Nicht benannt.
In den vergangenen Wochen mehrten sich Aktionen der Gruppierungen Extinction Rebellion (kurz ER) und die Letzte Generation (kurz LG). Unter dem Vorwand, man fordere mehr Klimaschutz, kleben sich Mitglieder der Gruppierungen seit geraumer Zeit auf Straßen in Berlin. Da dies erwartungsgemäß keinerlei Effekt auf die politische Landschaft der Bundesrepublik hatte, weiten die Gruppierungen aktuell ihren Aktionsradius aus. Besonders medienwirksam waren hierbei das Beschmieren von Gemälden mit Saucen sowie der Klebeprotest bei der Porsche AG, der auch aufgrund der völlig dilettantischen Planung zu einem Fiasko wurde. Der Focus titelte hierzu: Aktivisten kleben sich im Porsche-Pavillon fest – dann jammern sie.
Die Ansetzung hatte eine gänzlich andere Ausstrahlung, doch das Duell des VfL Bochum gegen Union Berlin war am Sonntag tatsächlich das Spiel des Tabellenletzten gegen den Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga. Wer diese Konstellation vor Saisonbeginn im August für den elften Spieltag so vorhergesagt hätte, der wäre wohl nur ausgelacht worden.
Dass dem aber wirklich so wahr, sagt viel über die Liga in diese bisher so kuriose Spielzeit aus.
Sarah Wagenknecht (Die Linke) im Bundestagswahlkampf 2021 (Foto: Roland W. Waniek)
13 Mitglieder des Landesvorstandes der notorisch erfolglosen Linkspartei in Nordrhein-Westfalen wollen am Parteitag am nächsten Wochenende nicht mehr antreten. Spaltet sich die Partei? Wirtschaftlich könnte das für einige Mitglieder Sinn machen. Zumindest für eine gewisse Zeit.
Parteien sorgen für Arbeitsplätze. Nicht immer für die Bürger die sie wählen, aber allemal für einen Teil ihrer Mitglieder. Sie bieten ihnen die Möglichkeit zum Aufstieg, das Erlangen eines lukrativen Mandats im Land- oder Bundestag, Jobs als Mitarbeiter von Abgeordneten, Fraktionsgeschäftsführer oder auch einen kleinen Zuverdienst als Rats- oder Kreistagsmitglied. Die wirtschaftlichen Aussichten sind sicher nicht der Hauptgrund der meisten Menschen, sich in einer Partei zu engagieren. Aber es wäre naiv zu glauben, sowas spielt im Kreis der sehr Engagierten, der Funktionäre und Abgeordneten gar keine Rolle. Alle Parteien sind auch wirtschaftliche Auffangbecken. Die Linkspartei macht da keine Ausnahme und bei den momentanen Spaltungstendenzen spielt auch eine Rolle, dass die wirtschaftlichen Aussichten der Partei sich in den vergangenen Jahren massiv verschlechtert haben und etliche Protagonisten nun vor der Wahl stehen, ihr Engagement in der Partei endgültig abzuschreiben und sich einer anderen Tätigkeit zuzuwenden oder es noch einmal anderswo zu versuchen.