Die Linke Berlin: Spitzel-Vorwürfe gegen die WELT, neue Sticker und der Kampf um die Macht

„Springer setzt Spitzel-Methoden im Berliner Wahlkampf ein“. Screenshot des gemeinsamen Instagram-Beitrags mit der LAG Palästinasolidarität Berlin vom 16. September 2026. (Screenshot: Instagram)

Das Beziehungsgeflecht der Berliner Linkspartei erinnert inzwischen an Game of Thrones. Dabei geht es nicht nur um die richtige Kommunikation, sondern um politische Positionen und die Frage, wo die Partei Grenzen zieht. Beim Umgang mit Israel und Antisemitismusvorwürfen verlaufen die Konfliktlinien mitten durch die eigenen Reihen.

Auslöser des aktuellen Streits war der Auftritt des Rappers Dahabflex bei einer Wahlkampfveranstaltung in Neukölln. Dort fielen die Parolen „Yalla Yalla Intifada“ und „Death to the IDF“. Spitzenkandidatin Elif Eralp verurteilte den Auftritt und forderte Konsequenzen. Aus dem Neuköllner Bezirksverband und der Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität kam dagegen Unterstützung für den Rapper.

Inzwischen erhebt die LAG auch Vorwürfe gegen den Springer-Verlag und verwechselt dabei „Spitzelmethoden“ mit Recherche: Man muss schließlich von Hamas-Nähe und der Teilnahme eines radikalen Aktivisten, der aus der Linkspartei ausgeschlossen wurde, an einer Veranstaltung der LAG „Palästinasolidarität“ ablenken.

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Macklemore, „Free Palestine“ und der Antisemitismus als Massenbewegung

Macklemore bei einem Konzert in Dortmund, 2016. Foto: Markus Felix / PushingPixels, CC BY-SA 3.0
Macklemore bei einem Konzert in Dortmund, 2016. Foto: Markus Felix / PushingPixels, CC BY-SA 3.0

Der US-Rapper Macklemore nutzte einen Auftritt im Rahmen von Ed Sheerans Loop-Tour für politische Botschaften und rief „Free Palestine“. Nachdem er aus dem US-Tourprogramm gestrichen wurde, sagten sämtliche anderen Supportacts ihre Teilnahme an den verbleibenden Konzerten ab. Ein Blick auf Macklemores Äußerungen und die Reaktionen der beteiligten Musiker wirft Fragen über den Umgang der Popmusik-Szene mit Antisemitismus und Israel auf.

Am 22. Juli 2025 kündigte der britische Singer-Songwriter Ed Sheeran die sogenannte Loop-Tour an. Es standen Konzerte in Neuseeland, Australien, der Dominikanischen Republik, Puerto Rico, Kolumbien, Peru, Ecuador, Guatemala, Costa Rica, den Vereinigten Staaten, Kanada, Chile, Paraguay, Argentinien, Brasilien und Mexiko auf dem Tourplan.

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Die Linke Berlin: Feind, Todfeind, Parteifreund

Politische Karikatur: Elif Eralp als Cäsar, umringt von symbolischen Parteifreunden mit Dolchen. An der Wand der Berliner Bär. Sprechblase: Auch du, Genossin?
Auch du, Genossin?“ (KI-generierte Karikatur: Ruhrbarone – Fotovorlage Elif Eralp: Sandro Halank / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, Karikatur ebenfalls CC BY-SA 4.0)

Die Linke Neukölln will die CDU schlagen. Die Neuköllner Linken-Kandidatin Vedi Emde und die Palästina-LAG der Linkspartei erklären derweil, unter welchen Bedingungen sie lieber in der Opposition bleiben. Als Eralp-Unterstützerin Daniela Sepehri widerspricht, wird es persönlich.

Für die Beschäftigung mit politischen Gegnern bleibt bei so viel innerer Solidarität kaum noch Zeit.

Linkspartei-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat eine beruhigende Erklärung für den Streit um ihre Regierungspläne. Im ntv-Interview vom 14. September 2026 sagt sie: „Einzelstimmen kann man vernachlässigen.“ Die große Mehrheit ihrer Partei stehe hinter ihr.

In den Kommentarspalten haben diese Einzelstimmen allerdings erstaunlich viele Einwände gegen den Einzug ihrer Partei in den nächsten Berliner Senat.

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Düsseldorf: Mona Neubaur erhält die Josef-Neuberger-Medaille 2026

Mona Neubaur bei der Solidaritätskundgebung am 28. April 2024 in Düsseldorf
Mona Neubaur bei der Solidaritätskundgebung am 28. April 2024 in Düsseldorf. (Foto: Peter Ansmann)

Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf zeichnet Mona Neubaur mit der Josef-Neuberger-Medaille 2026 aus. Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin soll die Ehrung am 29. Oktober 2026 erhalten. Die Laudatio hält Michel Friedman.

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Charlie Kirk, 9/11 und Jesus Christus – Wie Juden zum Sündenbock gemacht werden

Das zweite Flugzeug trifft das WTC. Foto: Hans Joachim Dudeck, Wikimedia Commons, Public Domain
Das zweite Flugzeug trifft das WTC. Foto: Hans Joachim Dudeck, Wikimedia Commons, Public Domain

Vorgestern jährte sich der islamistische Anschlag vom 11. September 2001 zum 25. Mal. Einen Tag zuvor wurde des ersten Todestages des US-amerikanischen Podcasters und Aktivisten Charlie Kirk gedacht. Beide Ereignisse weisen ein altes Muster auf, das die Menschheitsgeschichte durchzieht – in Windeseile können einige die vermeintlich wahren Schuldigen benennen: die Juden.

9/11 dürfte die Geburtsstunde der modernen Verschwörungstheorien gewesen sein. Kurz nach dem Terroranschlag, bei dem knapp 3.000 unschuldige Menschen getötet wurden, verbreiteten sich alternative Versionen davon, was sich an jenem Tag, nach dem nichts mehr so sein sollte, wie es einmal war, tatsächlich zugetragen haben soll.

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Die Linke Berlin: Israelhass frisst den Wahlkampf

Fiktive politische Karikatur: Zwei erfundene Parteifiguren ziehen Elif Eralp vor dem Rathaus den roten Teppich unter den Füßen weg. Stefan Evers sitzt mit einer Kaffeetasse im Eingang. In einer Nische streichelt eine Karikatur von Hannah Bruns zwei Hamas-Wichtel; einer hält ein Messer.
Genoss:innen rollen Elif Eralp den roten Teppich ein. (KI-generierte Karikatur: Ruhrbarone / OpenAI; Eralp-Vorlage: Ferran Cornellà / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Evers-Vorlage: Tobias Koch / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Karikatur: CC BY-SA 4.0.)

Elif Eralp (Die Linke) will ins Rote Rathaus. Doch aus Teilen der eigenen Partei und ihres politischen Umfelds kommt Widerstand: gegen ihre Distanzierung vom Rapper Dahabflex und gegen eine neue Koalition mit SPD und Grünen.

Seit dem Dahabflex-Konzert in Neukölln streitet die Berliner Linke über Israelhass und Antisemitismus – und manche Genossen wirken empörter über die Distanzierung als über die Parole ‚Tod der IDF‘.

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Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Thüringer Landtag spricht über Antisemitismus – und wird damit zur Zielscheibe der eigenen Genossen

Christian Schaft – Die Linke Thüringen (Foto: Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0)

Christian Schaft, Vorsitzender der Linksfraktion im Thüringer Landtag, räumt ein, dass seine Partei ein Antisemitismusproblem hat. „Palästina-Gliederungen“ der Partei Die Linke werfen ihm dafür vor, die eigenen Genossen zu verraten.

Der neue Angriff auf den Thüringer Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei zeigt, wie wenig die Partei bei ihren angeblichen Selbstverständlichkeiten zusammenfindet.

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SPD Berlin: Zehn Fragen zum Antisemitismus – keine Antwort

Steffen Krach, Kandidat der SPD für das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin
Steffen Krach, Kandidat der SPD für das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin (Foto: Dominik Butzmann)

Steffen Krach, Kandidat der SPD für das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, fordert Konsequenzen aus dem Antisemitismusstreit in der Berliner Linkspartei. Welche genau, wollten wir wissen: zehn Fragen, eine Presseanfrage, eine höfliche Erinnerung.

Unsere Frist endete am 9. September 2026 um 14:00 Uhr MESZ. Bis 14:42 Uhr lag uns weder eine Antwort noch eine Eingangsbestätigung vor. Die öffentliche Empörung ist dokumentiert. Die Auskunft zu unseren Fragen steht aus.

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Stuttgart: Israelhass mit Bürgerservice, gell?

Stadt Stuttgart: Adressverzeichniseintrag Palästinakomitee Stuttgart e.V. mit Link zur Vereinswebsite, abgerufen am 9. September 2026.
Der Eintrag des Palästinakomitees im städtischen Adressverzeichnis am 9. September 2026. (Screenshot: Stadt Stuttgart)

Der Verfassungsschutz beobachtet das Palästinakomitee Stuttgart als Verdachtsfall. Die baden-württembergische Landeshauptstadt führt den Verein in ihrem Adressverzeichnis und verlinkt seine Website; 2022 hatte das Komitee seine Aufnahme vor Gericht erstritten.

Nun wirbt das Komitee für eine Demonstration am 7. Oktober 2026, bei der der Jahrestag des Hamas-Massakers zur Anklage gegen Israel wird. Eine gerichtliche Verpflichtung zur Aufnahme ist allerdings kein politisches Gütesiegel für den aktuellen Aufruf.

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Die Linke Berlin: Antisemitismus im Gepäck, das Freizeitprogramm steht

Satirische Zeichnung: Elif Eralp verzweifelt vor brennendem Wahlkampfmaterial auf einer grünen Wiese; links Hannah Bruns und zwei fiktive bewaffnete Figuren, dahinter ein Sommercamp.
Der Wahlkampf als Brennstoff. (KI-generierte Karikatur der Ruhrbarone; Eralp-Fotovorlage: Ferran Cornellà / Wikimedia Commons. Bearbeitung: CC BY-SA 4.0.)

Vor der Berlin-Wahl streitet die Linke über Antisemitismus. Ihre Palästina-LAG bewirbt derweil ein Podium mit Hannah Bruns und dem EU-sanktionierten Journalisten Hüseyin Doğru, dessen Sanktionierung durch die EU Sevim Dağdelen (BSW) auf dem BSW-„Festival der Meinungsfreiheit“ öffentlich kritisierte.

Die Berliner Linke hat offenbar richtig Spaß am Wahlkampf 2026: Die Selbstdemontage hat jetzt sogar ein Freizeitprogramm.

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