Favre-Rücktritt: Manches können halt auch die ‚Experten‘ nicht wirklich erklären

Viel Unruhe aktuell rund um das Stadion in Mönchengladbach. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei
Viel Unruhe aktuell rund um das Stadion in Mönchengladbach. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei

Bis zum frühen Sonntagabend sah alles noch nach einem relativ ‘normalen’ Bundesligaspieltag aus. Doch als die letzten beiden Sonntagsspiele gerade vorbei waren, da änderte eine Meldung alles: Der Trainer des Tabellenletzten erklärte seinen Rücktritt. Eigentlich auch kein unüblicher Vorgang, hätte es sich dabei nicht um den erst fünften Spieltag und ausgerechnet um den zuletzt so hoch geschätzten Lucien Favre von Borussia Mönchengladbach gehandelt.

Denn damit erklärte ausgerechnet der Übungsleiter als erster seinen Amtsverzicht, welcher noch bis in den Sommer hinein als vielleicht der höchstangesehene galt, der als möglicher Nachfolger von Jürgen Klopp beim BVB und möglicher Wunschkandidat von Bayern München auf eine mögliche Pep Guardiola-Nachfolge im nächsten Sommer gehandelt wurde. So schnell kann das manchmal gehen im Fußballoberhaus. Und so unerklärlich nah liegen Erfolg und Misserfolg manchmal beieinander. Was die Sache in Mönchengladbach aber noch merkwürdiger macht, das ist die Art und Weise seines Abgangs. Denn nachdem der Club sein Rücktrittsgesuch am Mittag noch abgelehnt haben soll, erklärte der 57-jährige Schweizer diesen nämlich kurzerhand selber, durch eine eigene Presserklärung, welche den Club völlig überrumpelte. Eine Vorgehensweise die in der Bundesligageschichte ihres Gleichen sucht und schon kritische Kommentare über ein solches Vorgehen provoziert. Geht man so wirklich verantwortungsvoll mit Club und Mannschaft um? Oder zeugt dieses Vorgehen von einer Art Kurzschlusshandlung, gar einem ‚Ego-Trip‘?

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Klopp tritt zurück: „Neuer Wind schadet nicht“

Trainer Jürgen Klopp und BVB-Mediendirektor Sascha Fligge schauen optimistisch auf die Rückrunde. Foto: Robin Patzwaldt
Trainer Jürgen Klopp und BVB-Mediendirektor Sascha Fligge. Foto: Robin Patzwaldt

Jetzt ist es offiziell: Jürgen Klopp wird sein Amt als Cheftrainer beim BVB im Sommer, nach Saisonende, tatsächlich vorzeitig räumen. Dies hat er soeben auf einer vielbeachteten Pressekonferenz in Dortmund bestätigt.
Er habe die Frage, ob er denn tatsächlich noch die Idealbesetzung auf diesem Posten sei, für sich selber zuletzt nicht mehr immer eindeutig mit ‚Ja‘ beantworten können. Daraufhin habe er von sich aus in den letzten Tagen das Gespräch mit Aki Watzke und Michael Zorc gesucht. Er habe das Gefühl, dass jetzt eine Veränderung im Verein kommen müsse. Man könne dazu Teile der Mannschaft verändern, oder eben den Trainer austauschen. „Neuer Wind schadet nicht“, so Klopp zur aktuellen Lage in Dortmund.

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Kapitän Philipp Lahm tritt aus der Nationalmannschaft zurück! –Respekt dafür!

Philipp Lahm in Brasilien. Quelle: Wikipedia, Foto: Agência Brasil, Lizenz: CC BY 3.0
Philipp Lahm in Brasilien. Quelle: Wikipedia, Foto: Agência Brasil, Lizenz:CC BY 3.0

Philipp Lahm wird ab sofort nicht mehr für die Deutsche Nationalmannschaft spielen. Der Kapitän der Weltmeistermannschaft beendet seine Nationalmannschaftskarriere damit nach 113 offiziellen Einsätzen auf den Höhepunkt. Ein wirklich kluger Schachzug!

Viele Sportler verpassen den Moment des idealen Rückzugs. Es liegt in der Natur der Sache auf dem Karrierehöhepunkt abtreten zu wollen. Doch das gelingt eben längst nicht jedem.

Wenn Philipp Lahm nur wenige Tage nach dem Triumph in Rio das Kapitel DFB-Auswahl für sich als beendet erklärt, dann kann er da nicht viel falsch machen.

Ob und wann die Nationalmannschaft weitere Erfolge in Form von Titeln feiern kann, das kann aktuell, in dieser schnelllebigen und sich rasch wandelnden Zeit, niemand mit Sicherheit vorhersagen. Mit seinen inzwischen 30 Jahren hat Philipp Lahm sportlich ohnehin bereits fast alles erreicht.

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Mit Roland Koch verlässt ein Großer die politische Bühne. Und wir möchten an den größten Augenblick seiner Karriere erinnern. Er hatte ihn im Rahmen der CDU Spendenaffäre im Jahr 2000.