Update – Kronenbrauerei in Dortmund besetzt und geräumt

Dortmund, Märkische Straße 87 - Kronenbrauerei besetzt

Rund hundert Besetzer und Besetzerinnen wollen nach vielen Monaten der Suche nach einem Gebäude für freie Kunst und Kultur künftig die Kronenbrauerei in Dortmund als unabhängiges Kulturzentrum nutzen.

Das Haus liegt in der Märkischen Straße 87.

Update, 17.58 Uhr. Abschlußerklärung der BesetzerInnen und deren Aufruf zur Spontandemo heute:

„Daher rufen wir alle interessierten Menschen für heute 18.30 Uhr zur Demo beginnend am Alten Markt in der City auf und werden die für heute geplanten Konzerte 20.00 Uhr auf der Kapellenwiese (am Ende der Brückstraße) durchführen. Hier kocht u.a. Food not Bombs für Euch. Kommt zahlreich!“

Update, 15.47 Uhr. Nach Auskunft eines vor Ort anwesenden Sprechers der Dortmunder Polizei Stefan gegenüber habe der Eigentümer der Liegenschaft Strafanträge wegen Hausfriedensbruches gestellt und auf Räumung gedrungen. Kronenbrachebesitzer Hans-Georg Hovermann war Mitglied der kommunalen CDU-Fraktion und ist nach eigener Aussage ehemaliger Amateurmusiker.

Die Räumung verliefe laut der Pressestelle im Polizeipräsidium friedlich, man sei zuversichtlich, „den Einsatz im Laufe des Nachmittags beenden zu können“.

Die Personalienfeststellung der Besetzer verliefe im Rahmen der Beweissicherung, erläutert man aus der Pressestelle der Dortmunder Polizei. Generell sei es möglich, daß ein Immobilienbesitzer bei Antragsdelikten wie Hausfriedensbruch seine Strafanträge jederzeit wieder zurücknehmen könne. Dann würden Besetzer nicht weiterhin verfolgt werden.

Update, 14.43 Uhr: Polizeikräfte sind auf dem Brauereigelände, die Räumung ist im Gange. Personalien der widerstandslos abziehenden Besetzer werden aufgenommen.

Der Liegenschaftsbesitzer habe Strafanträge gestellt, berichten Stefan Polizisten vor Ort. Man werde es den Besetzern allerdings gestatten,  ihre Kunstgegenstände usf aus dem Haus zu holen.

Update, 14.38 Uhr. Stefan berichtet aus dem Gelände heraus vom Räumungsbeginn: Polizeikräfte trügen Helme, man filme die Lage. Das Gelände sei von Polizei umstellt.

BesetzerInnen wären aufgefordert worden, das Gelände durch eine Personenschleuse zu verlassen, dort würde die Polizei deren Identität feststellen wollen.

Update, 14.29 Uhr. Nach Auskunft der Dortmunder Polizei-Pressetelle verliefe zur Stunde „alles friedlich, es laufen Verhandlungen.“

Stefan, der vor Ort ist, berichtet allerdings von einem mittlerweile durch eine Polizeikette gesperrten Eingang.

Die Polizei versucht zur Zeit, den Einzug der Künstler zu erschweren. Gleichwohl ist die Lage nach Stefans Beobachtungen friedlich.

Die Besetzung der ehemaligen Brauerei ist die zweite Aktion im Ruhrgebiet innerhalb weniger Wochen. Man habe die Besetzung ein halbes Jahr vorbereitet, sagen die Besetzenden.

Tino Buchholz, einer der Sprecher der Initiative: „Ohne Initiativen wie unsere passiert nichts.“

In den Räumen sollen Konzerte und Theaterveranstaltungen stattfinden. Auch Atelier- und Proberäume sind geplant.

Mindestens eine Woche wollen die Besetzer bleiben und auch im Rahmen der Kulturhauptstadt aktiv sein.

Dafür haben sie schon ein Programm konzipiert. Allein ab heute nachmittag, Freitag 16.00 Uhr, würden sechs Veranstaltungen stattfinden.

Zu denen die BesetzerInnen natürlich alle Interessierte einladen.

Die Besetzer sehen ihre Perspektive allerdings längerfristig. Tino Buchholz: „Wir wollen das Gebäude instandsetzen, beheizen und daraus ein Zentrum für Alternativkultur machen.“

Die Kronenbrauerei wird im Moment nicht genutzt, sie steht leer.

Die Initiative will sie so lange nutzen, bis eine neue Nutzung gefunden worden ist.

Buchholz: „Die Zwischennutzung ist eine Win-Win-Situation für alle –  Die Künstler haben Räume und der Verfall des Gebäudes wird gestoppt. Das nutzt auch dem Besitzer.“

Was langandauernd positiv wirken kann. Zumal der Immobilienmarkt im Ruhrgebiet im Augenblick als gesättigt gilt.

Von Stefan Laurin (Dortmund) und Thomas Meiser (Desk).

Künstlerhaus: Besetzer räumen bis 18.00 Uhr – Ruhr2010 und DGB verpassen Chance

Am frühen Nachmittag beschlossen die Besetzer des DGB-Hauses an der Schützenbahn in Essen, das Haus zu räumen.

Dem Beschluss des Besetzerplenums ging eine lange Diskussion voraus. Auch die Möglichkeit, dass Haus weiter besetzt zu halten und es auf eine Konfrontation mit der DGB eigenen Vermögens- und Beteiligungsgesellschaftgesellschaft ankommen zu lassen, wurde beraten. Schon vorher hatten die Künstler einen großen Teil der Bilder aus den Ausstellungsräumen entfernt. Die Sorge war groß, dass diese bei einer Räumung beschädigt werden könnten.

Ab heute Abend hat der Deutsche Gewerkschaftsbund also wieder ein leerstehendes Haus mehr. In einer Lage, die kaum vermarktbar ist und mit einer Bausubstanz, die renovierungsbedürftig ist. Dann haben die Immobilienexperten der DGB-Tochter wieder Gelegenheit zu zeigen, was sie können. Die Vergangenheit hat bewiesen, dass ihre Fähigkeiten überschaubar sind.

Peinlich war die Nummer aber auch für Gorny und Co.

Engagement für junge Kreative? Null. Die Kulturhauptstadtmacher haben ein weiteres Mal gezeigt, dass sie an der Kulturszene im Ruhrgebiet nicht das geringste Interesse haben.

Ist das eine Überraschung?

Nö.

Da war nichts, da ist nichts und da wird auch nichts mehr kommen.

In jeder anderen Stadt hätten Kulturhauptstadtmacher die Chance ergriffen, die sich ihnen durch die Besetzung bot: In den Dialog mit jungen Künstlern zu treten. Ihnen bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen. Dem DGB klar zu machen, welche Möglichkeiten die  Besetzung bot: Die Wiederbelebung eines heruntergekommenen Quartiers durch junge Künstler. Aber allein das zu verstehen ist eine intellektuelle Leistung, zu der die  Kulturhauptstadtmacher Scheytt und Pleitgen anscheinend nicht in der Lage sind.

Gorny indes hat das sicher verstanden. Aber es ist ihm egal.

Der Ruhrpilot

Ruhr2010: Feiern, feiern, feiern auf der Autobahn…Spiegel

Ruhr2010 II: The Day after the Volksaufmarsch…Xtranews

Ruhr2010 III: Mehr als drei Millionen Besucher waren bei der längsten Tafel dabei…Pottblog

Ruhr2010 IV: Ein offener Brief an die Verkehrspolitiker…Zoom

Ruhr2010 V: Ein Tag auf der Überholspur…Patje

Ruhr2010 VI: Auffe 40 war wat los…Gelsenkirchen Blog

Ruhr2010 VII: Es ist bewiesen, “Die Linke” ist nicht ernsthaft politisch…Pottblog

Kultur: Bochum Total knackt die Million…Ruhr Nachrichten

NRW: Linkspartei lässt Muskeln spielen…Kölner Stadtanzeiger

NRW II: Linkspartei stellt Rot-Grün Bedingungen…Welt

NRW III: Eine Projektionsfläche namens „Palistinänser“…Lizas Welt

Dortmund: Friedlicher Protest gegen Rechts…Der Westen

Bochum: Film über Karlheinz Deschner…Bo Alternativ

Online: Reset-Knopf für Internet-ausschalten…Netzpolitik

A40-Party: Scheytt schämt sich nicht mehr für das Ruhrgebiet

Ja, es war ein tolles Fest auf der A40. Und ganz nebenbei wissen wir jetzt auch, warum aus Oliver Scheytt nichts mehr wird.

Denn bei Welt-Online gibt es ein schönes Zitat von Scheytt. Still-Leben sei „große soziale Skulptur, die ein neues Selbstbewusstsein der Menschen prägt. Man muss sich jetzt nicht mehr entschuldigen, dass man zwischen Münster und Düsseldorf wohnt“. OK, musste man vorher auch nicht. Habe ich zumindest noch nie getan. Aber schön, dass Scheytt jetzt auch seinen Frieden mit dem Ruhrgebiet gemacht hat. Und noch schöner, dass man hier bald nichts mehr von ihm hören wird.

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A local Hero´s Diary III: Sex, Drogen & Godard

Unser Gastautor Carsten Marc Pfeffer berichtet auch im dritten Teil wie seine Local Hero Woche in Bochum gelaufen ist.

Mittwoch, 14 Juli: Eine Ahnung von frisch aufgetragenem Chanel Nr. 5 kommt aus dem Bad. Sie ist also schon aufgestanden. Wenn sie zu Bett geht, dann sagt sie: „Ich mag keinen Kapitalismus, weil er mich ins Bett schickt, obwohl ich noch gar nicht müde bin.“ Jetzt ist sie wach und wuselt durch meine Wohnung, schon halb im Job. „Das ist alles deine Schuld“, hör ich sie rufen. Diesmal also nicht der Kapitalismus. Manchmal frag ich mich, ob ihr Kommunarden-Slang nicht bloß Fake ist. Immerhin hat sie sich in eine der reichsten Familien der Stadt eingeheiratet. Es gibt Orte, an denen bin ich für sie nur ein Schatten. So wie sie wiederum viele dunkle Stellen in meinen Songs markiert. Ein Hinweis, der vielleicht diese Indiskretion entschuldigt.

Mittlerweile habe ich mich auf die Couch begeben und lese ein wenig in Tender Bar von J.R. Moehringer. Ein großartiges Buch, sehr filmisch. Es erzählt meine Geschichte – aber das denke ich immer, wenn ich ein Buch lese. Manchmal sogar, wenn ich einen Film sehe. In der Küche wird ein Laptop heruntergefahren. Jetzt kommt sie rein und schaut mich mitleidig an. Leicht gelangweilt, aber ansprechbar.

„Kommst du Freitag zum Gig?“
„Wir sind doch bis Montag auf…“
„Dann Dienstag?“
„Dienstag.“

Irgendwie scheint die Local Hero Woche in Bochum heute eine Auszeit zu nehmen. Ich überfliege das heutige Kulturprogramm in der Tageszeitung und erkenne den Schwindel. Heute passiert nichts, was nicht auch sonst passiert wäre. Was natürlich nicht stimmt, weil ein imposantes Programm zusammengeschustert wurde, das auch einige Überraschungen bereithält. Doch fehlt zwischen Semesterkonzert und Fiege-Kino-Open-Air der besondere Kick. Herbert Grönemeyer mit Westerngitarre vor dem Bratwursthäuschen – das wär doch mal was. Da fallen mir gleich zwölf Überschriften zu ein. Doch es sieht so aus, als würden die Local Heroes einen Tag lang ihre Kraft sparen wollen, für das, was da noch kommt. Auch ich sollte mich etwas schonen und entscheide mich, bis Montag keine Pressejobs mehr anzunehmen. Immer wieder falle ich zurück in so nölige Phasen, besonders wenn ich Bahn fahre. Das muss an dem vielen Arbeiten liegen. Immer auf der Suche nach einem Thema, und immer wieder muss die größte Skrupellosigkeit mobilisiert werden, um all das zu Papier zu bringen. Dazu dieser nervennagende Zweifel, weil man weiß, dass man von dem Ganzen überhaupt keine Ahnung hat und nur ein Ignorant und ein Wahnsinniger ist. Dabei hatte ich mir doch für meine Songs das Nervenkostüm so sonderbar verzärtelt… – Es wird auch ohne Jobs gehen.

Agenten im Raucherkino

Um mich auf dem Laufenden zu halten, gehe ich ins Konkret. Ich hätte auch ins Tucholsky gehen können; ein Café um die frühe Mittagszeit ist der beste Platz für einen Journalisten. Die Leute wissen, dass man von der Presse ist und erzählen einem alles. Ein verstörender Trend. Aber vielleicht gibt es ein kollektives Verlangen zu beichten. Wie im Fernsehen. Vielleicht. Größer ist allerdings das Verlangen zu petzen. Was auch mir lieber ist, denn nichts schreibt sich besser als Aufreger. Da erscheint auch schon mein Informant. „Soll schwer was los gewesen sein, gestern beim Leo“, beginnt er. „Alles, was Rang und Namen hat in der FIFA hat auf seiner Dachterrasse gefeiert.“ So, so. Aber für solch einen Klamauk hatte ich ihn nicht ins Café bestellt. Nun schweigt er, als gelte es einen Wettkampf zu gewinnen. Für einen kurzen Augenblick muss an etwas ganz anderes denken, dann komme ich zurück zum Thema.

„Was ist mit der Liste?“
„Welche Liste?“
„Na, die Liste!“
„War schwer ranzukommen?“
„Wieviel?“
„War ‘ne Menge Arbeit.“
„Wieviel?“
„Meinen Deckel im Oblomow.“

In Ordnung. Die Liste ist es wert. Sie ist die Inkunabel einer Epoche, die wir alle nicht verstanden haben werden. Es ist der Cateringrider von Revolverheld, Stand 02.2010. Erst gestern hatten die Jungs im Rahmen der FIFA U-20-Frauen-WM ein Konzert auf dem Konrad-Adenauer-Platz gegeben. Hot. Ich liebe diese Liste. Sie ist zwei Seiten lang und besteht ausschließlich aus pointierten Schnullibulli-Wünschen. Ein Parceforceritt: „ab morgens bitte Salat – sehr gerne Antipasti – Rohkost – hochwertiger Käse (Comte, Allgäuer Bergkäse) – 2 Kisten 0,5 Liter EVIAN (Alternativ Vittel, Volvie, etc, wichtig: NULL Kohlensäure) – Abendessen: Grundsätzlich bitte so viel wie möglich Vollwertkost & aus biologischem Anbau! Danke! – 25 Vollkornsandwiches mit Käse und/oder Schinken inkl. Salatblatt (die Hälfte der Sandwiches bitte vegetarisch)“. Wunderbar. Mit der Ernährung fängt es an. Askese für das Ego. Was ist eigentlich aus dem guten alten Rock’n Roll geworden? Wie konnte da bloß die Diskurshoheit verloren gehen. Ich weiß noch, wie Andreas „Bär“ Läsker zur letzten DSDS-Staffel erklärte, dass das wilde Leben im Showbizz nur ein Gerücht sei. Schließlich, so der ehemalige Fanta4-Manager, erfordere es viel Leistungsbereitschaft, ein Popstar zu werden. Er wirkte so unglaublich sympathisch dabei. Das Mantra von Eigenverantwortung, Fleiß und Anpassungsfähigkeit – wer schaltet zuerst die Kiste aus? Wie kann man den Kids nur so einen Scheiß erzählen? Wo bleibt denn da die Verantwortung? Lasst sie doch saufen, kiffen und rumvögeln, verdammt noch mal! Popkultur ist Umbauplan. Muss man denn die letzten Nischen der Freizügigkeit den Parametern der Verwertbarkeit unterziehen? Es verschenkt sich doch von selbst! Es ist flauschig und will gedrückt werden. Auch ich sage mir jeden Tag: Carsten, du solltest mehr Drogen nehmen und dadurch dein gesamtes Bewusstsein verändern. Vielleicht könntest du so dein Herz öffnen und jemanden herein lassen. Dieses ganze Lokalmatador-Tagebuch bekäme den Sound eines brillanten Turbonegro-Songs. Allein, ich bin nicht so. Zog ich vor zehn Jahren noch mit meiner Old-School-Band kreuz und quer durch das Land, so bin ich heute ein alter, müder Mann. Natürlich nicht ganz so alt und müde, wie viele andere Männer in meinem Alter, aber auch kein Jungspund mehr. Was natürlich wunderbar ist. Vieles erübrigt sich in diesem Alter einfach. Das macht den Kopf frei für Wesentlicheres. Ich könnte jetzt beispielsweise eine Karriere starten. Abschlüsse sind vorhanden, die Empfehlungsschreiben anerkannter Professoren liegen vor, aber ach: wozu all das? Alles was ich im Augenblick wirklich will, das ist ein Slush Puppie mit Waldmeistergeschmack. ICE BLAST. Vielleicht schaffe ich mir einen Hund an. Wer weiß das schon? Frauen tragen T-Shirts, auf denen steht „I (Herz) N.Y.“ Dazu Soleil de Sicile, Resette Mediteranee, Perlier und der für Bochum so typische Baustellenlärm. Es ist ein wunderschöner Tag. Ein Hund wäre wirklich super. Ich liebe dieses Leben, und ich liebe den Beat dieser Stadt. Das einzige, was ich bedauere, ist, dass aus mir kein homosexueller Mann geworden ist. Die Homosexualität würde vieles in meinem Leben vereinfachen und außerdem viel besser zu meinem Lifestyle passen. Alles wäre ein großer starker Fluss. Doch so bleibt es kompliziert. Was schade ist. Aber letztendlich immer wieder handhabbar.

Zuhause bei Godard @ Kracauer

Warum sind die Gedanken da? Weil sie uns mitunter einen Spaß bereiten und uns einen magischen Schutz gewähren vor jeglicher Unbill des Lebens; die Hinführung zur ewigen Seligkeit und Amen. – Wenn ich mich jetzt beeile, dann schaffe ich es noch in mein Godard-Seminar. Irre. Ich bin seit Tagen so überdreht, dass mir schwindelt. Ein bisschen so wie Michael Douglas in WonderBoys. Nur ist meine Performanz kantiger, mehr ruhriger. Gleichsam muss ich irgendetwas an mir haben, dass es die Leute so stark zu mir hinzieht. Es ist schon sonderbar, wie sich alles bemüht ist, Wohlklang und Gefälligkeit in meiner Gegenwart auszuströmen. Ich habe das sehr gerne. Und so grüße ich nach links, lächele nach rechts, umarme ein Gauloises-PR-Mädchen und federe mit einem Hopsasa in das baufällige GB-Gebäude. Zum Schaden meiner Kniescheiben. Meine Güte, in zwei Tagen ist der Gig und ich bin gefangen in einem geriatrischen Körper. Wie macht das eigentlich Boris Gott? Ach ja, der ist ja jünger. Komisch, als ich ihn damals in der Dortmunder Nordstadt kennenlernte, wirkte er älter. Das muss ungefähr vor sieben Jahren gewesen sein, ich hatte mich gerade von Sylvia getrennt. Die schöne Zeit mit den Mountain Boys. Dieser Videoklipp, in dem ich einen schwulen Cowboy spiele, schade, dass er niemals ausgestrahlt wurde. Selbst Donata war ja damals noch in Dortmund, bevor sie die Bühne wechselte, um am Köpenicker Stadttheater zu spielen. Boris, weißt du noch? Neujahr, als sich Donata von dir in einem ALDI-Einkaufswagen durch die Nordstadt kutschieren ließ. Martin war dabei. Wer noch? Ich kam, glaube ich, erst gegen Mittag. Oder die Geburtstagparty bei Donata, die ich zu dieser Zeit schon Dolores nannte. Die Polizei hatte uns dreimal verwarnt, danach bekamen wir alle Hausverbot. Los, runter auf die Straße. Und was taten wir? Wir gingen einfach zwei Häuser weiter zu Daniel, wo ich bis in die Mittagsstunden aus Ilma Rakusas Love after love vertrug, bis ich mich schlafend gesungen hatte. Warst du da überhaupt dabei? Ich erinnere mich nicht mehr. Alles liegt übereinander und feilscht um Realpräsenz. Das Ganze hat einen gewissen Rhythmus und ergibt durchaus einen Sinn. Nur komme ich nicht mehr drauf, es fehlt die Tonspur. Die Stimme als Bild des Bewusstseins. Als fehlt der Kommentar von Godard, denkt ein Überleitungs-Junkie und drückt die Türklinke zum Seminarraum. Klopfen geht gar nicht, wenn man zu spät kommt. Auch sollte man sich nicht groß entschuldigen. Das stört nur den Flow. Ganz zu arrogant sollte man sich allerdings auch nicht gebärden, sondern durchaus ein bisschen Schuldgefühl durchblicken lassen und sich still auf seinen Platz setzen. Weitere Eskapaden, wie beispielsweise einen Apfel zu essen oder unter vorgetäuschter Notdurft den Raum zu verlassen, um eine Selbstgedrehte zu rauchen, sollten erst nach mehreren erfolgreichen Wortbeiträgen gewagt werden, wenn das Vertrauen wieder hergestellt ist. Logo, reinpoltern, die Anwesenheitsliste unterschreiben und beim Rausgehen zum Abschied die Tür knallen, ist auch beliebt. Aber nicht mein Niveau. Es ist halt alles eine Formfrage.

Die Kunst der Montage

Nehmen Sie Sergei Michailowitsch Eistenstein, beispielsweise Bronenosec Potemkin: „Kontrast auf allen Ebenen, vom Konflikt der graphischen Linien, Flächen und Bewegungen in der Abfolge der Einstellungen bis zu topologischen und ideologischen Gegenüberstellung“ (Metzler Filmlexikon). Dazu extreme Nahaufnahmen und eine Kamera, die die Gegensätzlichkeit von oben und unten überwinden will, und gerade deshalb diese immer wieder thematisiert. Allein diese Herangehensweise wäre für die Darstellung der Bochumer Local Hero Woche großartig. Aber es macht noch zu viel klick und klack. Alles ist hintereinander montiert. Die Heiligkeit der Bilder. Nehmen Sie dagegen Jean-Luc Godards Histoire(s) du cinema und sagen Sie mit Deleuze einmal „Zeitkristall“. Es geht hier um Transsubstantion. Ist doch klar, dass Godard von André Bazin beeinflusst war. Und der konnte seinen Katholizismus eben nie ganz überwinden. Bilder: Spur nicht Zeichen. Aber eben auch immer Realpräsens, Turiner Grabtuch und so weiter. Godard flappt nun alles synkopisch übereinander. Na und? – Im Kino stellt sich das Ereignis in seiner Zeitigkeit eben selbst dar. Da darf man am Schneidetisch auch mal ‘ne Nase nehmen und die großen Register ziehen. So wird das Unsagbare sichtbar. Warum Kausalkomplexe pushen? Weltgeist kaputt. Nein, wir wollen keine Opfer übergehen. Hegel war ein Idiot. Schauen Sie sich das ruhig mal an. Hier können Sie was lernen.

Ansonsten lasse ich heute alles ausfallen. Keinen Bock das Set zu proben. Die Songs sind noch nicht fertig und werden es auch nicht. Es ist mir egal. Egal, ob ich mich verspiele, den Text vergesse und mich aufführe wie ein weinerliches Kind. Mir ist nie irgendetwas peinlich. Ich kann überhaupt nicht so denken. Ich will einfach nur dabei sein, wenn es passiert. Ich und Boris Gott, Freitag ab 19:30 im Zacher. Fucking Hell. Ach Boris, du weißt, dass ich nicht Gitarre spielen kann, dass ich nicht singen kann, und dass es mit mir immer ein Abendteuer ist, weil meine Launen sehr stark sein können. Weshalb mache ich das alles überhaupt? Wegen dir, Boris. Ich möchte, dass du in der Brüderstraße ankommst und dich wohl fühlst. Weil wir Freunde sind. Seit Tagen dudel ich deine LPs rauf und runter. Alles deine Songs kenne ich auswendig. Natürlich frage ich mich, wie aus dir so ein großer Liedermacher werden konnte, während ich ein Vormittagsphantast geblieben bin. Aber ich frage mich das ohne Neid. Weil ich dich liebe. Weil ich deine Freundin liebe. Und weil ich die Dortmunder Nordstadt liebe. Boris, sieh doch nur, wie die Sonne untergeht. Die ganze Stadt verwandelt sich in einen Café cortado leche y leche. Ich will doch einfach nur in deiner Nähe sein, wenn du singst: „Engel wie wir sind keine Engel. Große Fresse und schon zu viel Scheiß gebaut. Wir weinen heimlich nur im Kino. Wir haben dickes Fell, darunter dünne Haut.“

Wir werden das alles ganz neu erfinden müssen. Es geht auch nicht mehr mit unseren Wohnungen. Wie kann man nur so leben? Seit Amsterdam habe ich nicht mehr gespült, dazu die Haufen aus Wäsche, CDs und Büchern, die sich in der ganzen Wohnung verteilen. Ein Plakat von Ian Curtis über dem Bett in zweifacher Ausführung, Seriation und so. Ich schaue in den Spiegel und mache Bäh. Dann rufe ich sie nochmal an. Vielleicht kann sie sich ja für einen Augenblick davonstehlen. Unsere Stimmen – ein Flügelschlag: War ein böser Tag heute, ja? Bin ich ein böser Mann, ja? – Komm mach mich müde, Kleines. Komm erzähl mir aus deinem Leben.

Der Ruhrpilot

NRW: Gefährliches Beziehungsexperiment…Stern

NRW II: Kinder, Kommunen, Kohlendioxid…taz

NRW III: Ein schulpolitisches Déjà-vu…FAZ

NRW IV: Die NRW-CDU hat wieder eine Führung…Welt

Karstadt: Arcandor-Insolvenzverwalter verklagt Middelhoff…RP Online

Ruhr2010: Still-Leben Ruhrschnellweg Verlosung…Pottblog

Gelsenkirchen: Wie sich das Grillo Gymnasium lächerlich macht…Gelsenkirchen Blog

Bochum: Ausbau des Platzes des Europäischen Versprechens beginnt…Ruhr Nachrichten

Dortmund: SPD und CDU segnen Haushalt ab…Der Westen

ARAL: Am Öl des Golfes sterben Vogel, Pflanze, Fisch – und Pressefreiheit….Mediaclinique

Umland: Gewalt und Gentrifizierung in Hannover…Frontbumpersticker

Rauchen: Es ist wie eine Sucht im klinischen Sinne…Xtranews

Tangotanzen im Westpark

Wie von der Kulturhauptstadt auch ganz unten was ankommt.
Letzten Samstagabend. Sonnig, schattig, warm und wuselig: Der Westpark in Dortmund. Mitten drin auf einer schwarz glänzenden Fläche von ca. 10m im Quadrat, inmitten einer Lichtung, umgeben von Dutzenden Zuschauern bewegen sich im Tangorhythmus aneinander geschmiegte Paare in immer wieder sich verändernden Figuren und Schritten. Es müssen so 30 an der Zahl gewesen sein. Aus der Stadt mit dem U und aus der weiteren Umgebung.

Die Tango-Argentino-Gemeinde des gesamten Ruhrgebietes besteht grob geschätzt, denn niemand hat sie bisher gezählt, aus vielleicht 1000 aktiven Tänzerinnen und Tänzern. Die meisten von ihnen haben von dieser Open-Air-Gelegenheit in der Stadt mit dem goldenen U natürlich nichts gewusst. Für viele war sicher auch die Anfahrt zu lang, wenn man bedenkt das die Veranstaltung nur bis 21 Uhr städtischerseits geduldet war.

Aber sie war immerhin geduldet, und das, weil es eine sogenannte Transindustriale gibt, die im Rahmen der Kulturhauptstadt nicht nur die professionelle sondern auch die Amateurpaartanzszene des Ruhrgebietes fördert. Einer davon gehöre ich selber an und aus diesem Grund war ich daselbst im Westpark auf dem schwarzen und glatten Quadrat in Bewegung. Am Abend davor war es die Salsa- und am Abend danach sollte es die Swingszene sein. Ab jetzt den ganzen Sommer lang jedes Wochenende.

Zum Teil überlagern sich diese drei Hauptpaartanzrichtungen der freien, nicht an Tanzsportvereine gebundenen Parkett-Netzwerke, aber es gibt kaum Orte an denen alle zusammen am selben Abend praktiziert werden. Dafür gibt es ganz viel Selbstorganisation und Selbsthilfe, ganz viele kleine Clubs und Treffpunkte der jeweiligen Szene und definitiv keinen müden Euro öffentliche Förderung. Die Aktiven legen darauf auch keinen Wert, denn Niemand will sich hier von Irgendjemandem gängeln lassen.

Was jedoch schon lange Not tut, und wofür die Aktiven und Fans einfach nicht das nötige Geld zusammenbringen können, sind öffentliche, jedermann zu jeder Zeit frei zugängliche Open-Air-Parkette vor allem für die Sommerzeit und die wärmeren Frühjahrs- und Herbsttage.

Es gibt für einen Tänzer und eine Tänzerin, egal ob Profi oder Amateur, nichts Schöneres als bei entsprechendem Wetter draußen an einem Ort zu „performen“, der nicht nur technisch, d.h. vor allem vom Untergrund, dazu geeignet ist, sondern sich auch in einer von anderen Menschen viel besuchten Lage befindet. Am besten noch mit Wasser und/oder Grün in unmittelbarer Nähe. Solche Orte gibt es im Ruhrgebiet zu Hauf und sie würden mit Sicherheit auch benutzt werden, wenn es sie denn gäbe, wie das Beispiel im Dortmunder Westpark beweist.

Es bedarf dazu nur eines batteriebetriebenen Ghetto-Blasters und einer generellen Genehmigung durch die zuständigen Behörden. Die Pflege der eigentlichen Tanzflächen würden die örtlichen Tanzszenen sicher gerne übernehmen.

„Kann man machen“oder wie ich einmal die Wirkung der Emscherkunst erleben durfte


Ich fahre mit dem Rad auf der Emscherinsel. Kann man nicht gleich sehen, dass das ein Eiland ist. Aber wenn man davon runter will merkt man es. Entweder muss man über den Rhein-Herne-Kanal oder über die Emscher. Das Ding zieht sich, denn beide Wasserwege laufen gut 30 km nahezu parallel. Die Insel ist von der Form also eher ein lang gezogenes Riff. „Long Island“ wäre deswegen ein passender Spitzname.

Wie auch immer, ich fahre und es ist ein sonniger Sonntag und viele radeln mit mir. Möglichst nah am Wasser entlang. Ich sollte Neues entdecken. Hatte es zwar vermutet, denn landauf landab wurde Neues angekündigt: Emscherkunst und Kulturkanal. Aber ich war nicht wirklich darauf vorbereitet und hatte keinen genauen Plan. Wie die meisten meiner Mitbiker. Ich fahre halt schon immer gerne am Kanal entlang. Lange bevor der Landstreifen zwischen ihm und der größten Kloake Europas zur Insel umbenannt wurde. Aber wenn diese Kloake endlich kanalisiert und die Emscher wieder ein Fluss sein wird, dann könnte der neue Name wirklich passen. Insel, klingt irgendwie nach Urlaub, oder?

In diesem Fall Kultururlaub, denn es kamen Sachen auf mich zu die den Kunstlaien in mir in Erstaunen versetzten. Z.B. ein riesiger Gartenzwerg auf einer wetterfesten Stahltafel in Größe eines innerstädtischen Reklameschildes direkt am Kanal aufgestellt. In gleicher Größe später, genauso überraschend, das Wort Demut. Irgendwie passend zur Region, denn die vielen Gartenzwerge hier sind nur mit Demut zu ertragen.

Irgendwo standen auch ein paar gelbe Bauwagen herum. Sehr interessant war ihr Inhalt, denn jeder von ihnen war im Inneren zugleich zu einer Schlafstätte wie zu einem Kunstwerk umgebaut worden. Um das mit zu bekommen musste man allerdings schon durch die Scheiben schauen oder hineingehen. Übernachten konnte man dort nur nach Voranmeldung.

Mein schönstes Kurzferienerlebnis hatte ich allerdings an einer Art Aussichtsturm aus Holz, der von Weitem so aussah, als hätte sich irgendein Ruhri aus dem Baumarkt Abfallholz besorgt und sich das Ding zum eigenen Vergnügen und vor allem zur weiten Sicht als Ergänzung zu seinem Wohnwagenplatz gebaut. Was natürlich mitnichten der Fall war.

Es ging um bewusste Halbfertigkeit, um Entstehen und Vergehen und natürlich um den Bezug zur Emscherlandschaft. Das übliche künstlerische Überhöhungsgeschwafel, das irgendwie immer gleich klingt, egal wo man auf der Welt hinkommt. Für den Künstler und den Kurator machen solche Erläuterungen natürlich Sinn. Für den durchschnittlichen Betrachter sind es Wortkaskaden die er selten bis zu Ende liest.

Die meisten meiner Mitbetrachter haben nicht mal auf die Texttafeln drauf geschaut. Sie wollten auf den Turm. Vor allem die Kinder. Die Leute kamen zu 99% aus der näheren Umgebung und waren einfach neugierig geworden. Bestaunten das Ganze. Es war einfach was Anderes, denn der Turm hatte eine Art Vorgarten mit einem Steg den man präzise begehen musste um zur Plattform und damit zum Aufstieg zu kommen. Es war eben nicht einfach nur ein Aussichtsturm wie man ihn kannte. Er sprach in seiner besonderen Form für sich selbst. Oder auch nicht. Urteilen sie selbst.http://www.emscherkunst.de/kuenstler-projekte/alle-projekte/tadashi-kawamata-walkway-and-tower.html

Die Krönung war dann einer der vielen spontanen Kommentare, der mir nicht mehr aus dem Sinn gegangen ist, weil ich ihn in Anbetracht der aktuellen ästhetischen Beliebigkeit für einen der klügsten und zugleich kürzesten Kunststatements seit langem halte. Von einem älteren Paar, beide noch auf dem Rad, aber schon länger stehend mit guter Gesamtsicht auf das ganze Ensemble. Sie zu ihm: „ Wat meinze?“ Er zur ihr nach einer für den Ruhrgebietsureinwohner ungewöhnlich langen Denkpause: „ Kann man machen“.

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Ruhr2010 Halbzeit – Kurz und schmutzig…

Kulturhauptstadt 2010 – die Hälfte ist vorbei. Ein Kurzfazit.

53 Städte und alle machen mit. Was auf dem Papier so schön nach Basisdemokratie klingt ist in der Wirklichkeit nichts anderes als Kirchturmkultur. Wenn überall Kulturhauptstadt ist, ist nirgendwo Kulturhauptstadt. Mehr Konzentration auf  wenige – innerstädtische – Spielorte hätte der ganzen Sache gut getan. Das Gefühl, in einer Kulturhauptstadt zu leben, will sich nicht einstellen.

Es fehlt an Höhepunkten. Tausende von Veranstaltungen machen es fast unmöglich, die Höhepunkte zu finden. Dass es zwar Buch I, II und III gibt, aber noch immer keinen vernünftigen Kalender,macht die Sache nicht besser.

Bei der Kulturhauptstadt gilt: Wer von Nachhaltigkeit redet, lügt. Von dem ganzen Kreativwirtschaftskram wird im Ruhrgebiet in ein paar Monaten niemand mehr reden. Es ging dabei ohnehin nie um die Unternehmen der Region, sondern um weitere Fördertöpfe für die eigenen Projekte.  Labelte man die mit Kreativwirtschaft, gab es noch etwas mehr Geld. Scheytts Versuch, die Ruhr2010 GmbH als Nukleus einer zentralen Kulturpolitik im Revier zu retten scheiterte am Kirchturmdenken der Städte und der eigenen Verzagtheit. Er hatte keine Chance, eine neue, teure Institution aufzubauen und traute sich nicht zu sagen, wessen Job sie übernehmen könnte um Geld zu sparen. Schlauer war da der alte Fuchs Gorny: Er baute mit dem European Center of Creative Economy für sich und seine Gang ein Job-Rettungsboot. Wer kann, der kann. Ohnenhin sucht man im Revier schon nach Fördermitteln für das nächste Projekt: Die Expo2020. Ruhr2010 ein Flop? Nö, ein paar Sachen machen schon Spaß. Was bleibt?  Vier Museen: Folkwang (Ja, hat angeblich nix mit Ruhr2010 zu tun), Ruhr Museum,  Osthaus und U-Turm. Ist doch auch nicht schlecht…

Der Ruhrpilot

Ruhr2010: Zwischenbilanz…Hometown Glory

Ruhr2010 II: Außenansichten zur Kulturhauptstadt…Der Westen

Ruhr2010 III: ringt um die Zukunft…RP Online

NRW: Rechnungshof: Schuldenmachen  zu einfach…Welt

NRW II: Im Internet ist alles erlaubt?…Netpolitik

Ruhrgebiet: Radkultur 2010…Der Westen

Bochum: Goerden tanzte zum Abschied…Ruhr Nachrichten

Dortmund: PCB – Nächste Woche neue Blutbefunde erwartet…Der Westen

Dortmund II: Firmen machen mobil gegen den Straßenstrich…Ruhr Nachrichten

Essen: „Wichtig ist, dass RWE seine Hausaufgaben macht“…Der Westen

Karstadt: Insolvenzverwalter bekommt mehr als 50 Millionen…Welt

Internet: Scho-Ka-Kola – oder: Online wirkt!…Pottblog

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