Unternehmen wollen Rechenzentren in Deutschland

Rechenzentrum: Grafik: ChatGPT/Chatti


Deutschen Unternehmen legen Wert darauf, dass die Daten ihrer Cloud-Dienstleister im Inland verarbeitet werden. Nach einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 603 Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten spielt für 97 Prozent der Standort der Rechenzentren bei der Wahl eines Cloud-Anbieters eine Rolle. Alle Befragten gaben an, Deutschland als Standort zu bevorzugen.

Auch Rechenzentren in anderen EU-Staaten werden von einer Mehrheit akzeptiert. 68 Prozent bevorzugen einen Standort innerhalb der Europäischen Union. Frankreich kommt auf 23 Prozent Zustimmung, Großbritannien auf 14 Prozent.

Deutlich kritischer werden Standorte außerhalb Europas gesehen. Rechenzentren in den USA würden lediglich 12 Prozent bevorzugen, während 51 Prozent sie ausschließen. Für Japan liegen die Werte bei 9 beziehungsweise 60 Prozent, für Indien bei 5 beziehungsweise 73 Prozent. Besonders deutlich fällt die Ablehnung Chinas aus: Nur ein Prozent würde Cloud-Dienste mit Rechenzentren dort bevorzugen, 94 Prozent schließen einen solchen Standort aus.

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sieht darin ein Signal für den Ausbau digitaler Infrastruktur in Deutschland. Um zusätzliche Rechenzentren und die geplanten KI-Gigafactories zu ermöglichen, seien international wettbewerbsfähige Strompreise, schnelle Netzanschlüsse und kürzere Genehmigungsverfahren erforderlich. Auch der geplante EU Cloud & AI Development Act müsse zügig umgesetzt werden.

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