Die Causa Omar Artan – Primär geht es um Antiamerikanismus

Omar Artan (links) auf dem Spielfeld. Foto: Fédération Guinéenne Football / Flickr, Lizenz: CC PDM 1.0
Omar Artan (links) auf dem Spielfeld. Foto: Fédération Guinéenne Football / Flickr, Lizenz: CC PDM 1.0

Nachdem dem somalischen Schiedsrichter die Einreise in die USA verweigert wurde, überschlugen sich deutsche Medien mit Solidaritätsbekundungen. Wenn man sich den Fall allerdings genauer ansieht, wird klar, dass es in erster Linie darum geht, die Vereinigten Staaten ins Visier zu nehmen.

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Die antisemitische Hardcore-Punk-Band „End It“ ist gerade auf Europatour.

Die Band „End It“ auf der Bühne. Screenshot: Andreas Wolf

Vor einigen Tagen ging ein Video auf Social Media viral, in dem die Band „End It“ das Publikum dazu aufruft, einen Konzertgänger zu attackieren, der ein Bananenkostüm trägt. Dies sorgte für großes mediales Interesse. Der unsägliche Antisemitismus der Band löste hingegen keine Empörung aus.

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Die Second Hand-Plattform „Vinted“ will keine Artikel, die sich gegen die Hamas richten

Einer der besagten Aufkleber. Foto: Der verbannte Vinted-Nutzer
Einer der besagten Aufkleber an einem Laternenmast. Foto: Der verbannte Vinted-Nutzer

Ein Verkäufer lud Aufkleber mit dem Aufdruck „FCK HMS“ hoch. Die Verkaufsplattform reagiert, indem sie das Profil des Anbieters sperrt. Auf mehrfache Erklärungen und Nachfragen reagieren Mitarbeiter des Kundenservice ohne Verständnis und halten an der Entscheidung fest.

Die Online-Plattform „Vinted“ ging aus der 2008 in Litauen gegründeten Firma „Miju Projects“ hervor. 2009 ging das zugehörige Verkaufsportal „Kleiderkreisel“, das anfangs eine reine Tauschplattform war, online. 2021 wurde „Kleiderkreisel“ deaktiviert und die Benutzer sollten auf das gerebrandete „Vinted“ wechseln. Dort kann man nun neben Klamotten auch Accessoires, Kosmetikprodukte und Elektroartikel verkaufen.

Ein Nutzer stellte dort selbst gestaltete Aufkleber ein, die den Aufdruck „FCK HMS“ enthielten. Nach einer Weile erhielt er eine Nachricht des Kundenservice, in der es hieß:

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Juden nicht erwünscht: Ein Hotel im Bayerischen Wald will keine Touristen aus Israel

Kjetil Ree: „Juden Werden Hier Nicht Bedient“, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.
Kjetil Ree: „Juden Werden Hier Nicht Bedient“ Lizenz: CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Ein Israeli buchte über die Online-Plattform „Booking.com“ ein Zimmer im Hotel „Zum Hirschen“ im Bayerischen Wald. Als Antwort erhielt er eine Nachricht, in der es hieß, dass Juden dort nicht erwünscht seien. In einem Statement versuchte ein Vertreter des Hotels eine Begründung.

Anfang Juli entschied sich ein Israeli, über dessen Identität keine Einzelheiten bekannt sind, Urlaub im Bayerischen Wald zu machen. Im Luftkurort Lam nahe der tschechischen Grenze fand er über das Online-Portal „Booking.com“ das Hotel „Zum Hirschen“ und buchte dort ein Zimmer. Als Antwort erhielt er eine Nachricht des Hotels, in der „Sorry, there are no Jews allowed in our hotel“ stand. Durch einen Post der israelischen Generalkonsulin Talya Lador-Fresher wurde der Fall öffentlich und schlug medial hohe Wellen.

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Vom Stadion auf die Straße – Die Erfüllung des Rufes nach der Globalisierung der Intifada

Der Mannschaftsbus von PSG | Foto: wikipedia / Mouh2jijel / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Vorgestern standen sich im Champions-League-Finale Paris Saint-Germain und der FC Arsenal London gegenüber. Nach dem Spiel, das PSG im Elfmeterschießen gewinnen konnte, kam es in Paris zu Ausschreitungen, die sich nicht mit den typischen Formen von Gewalt im Umfeld von Fußballspielen erklären lassen.

Im Finale der diesjährigen Champions League, das in der Puskás Aréna im ungarischen Budapest stattfand, spielten am Samstag, dem 30. Mai 2026, Paris Saint-Germain (PSG) gegen den FC Arsenal. Arsenal erwischte den besseren Start und ging bereits in der 6. Minute durch Kai Havertz in Führung. PSG tat sich lange schwer gegen die kompakte Defensive der Londoner, kam aber in der zweiten Halbzeit durch einen von Ousmane Dembélé verwandelten Foulelfmeter zum 1:1.

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Vergessene Zeugnisse jüdischen Lebens – Auf den Spuren der Egerländer Gemeinde

Ein Grabstein auf einem vergessenen jüdischen Friedhof. Foto: Andreas Wolf
Ein Grabstein auf einem vergessenen jüdischen Friedhof. Foto: Andreas Wolf

Wohnt man in Grenznähe zur Tschechischen Republik, fährt man nicht erst, seit der Irankrieg und die Sperrung der Straße von Hormus die Spritpreise in die Höhe schießen ließen, zum Tanken ins Nachbarland. Durch einen Bekannten wurde ich auf zwei vergessene jüdische Begräbnisstätten aufmerksam, die ich mir bei meinem letzten Ausflug zur Zapfsäule an einem sonnigen Frühlingstag angesehen habe.

Die ehemals bedeutsame jüdische Gemeinde im böhmischen Eger (tschechisch: Cheb) geht historisch bis in das 13. Jahrhundert zurück. Die Stadt, die heute nur knapp 5 Kilometer hinter der Grenze zu Oberfranken liegt, beherbergte vermutlich nach Prag die älteste jüdische Gemeinde Böhmens, deren Blütezeit

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Bis zum bitteren Ende – Die Toten Hosen hören auf

Ein Konzert der Toten Hosen. Foto: Andreas Wolf
Ein Konzert der „Toten Hosen“. Foto: Andreas Wolf

Die Düsseldorfer Band verkündete, dass sie am 29. Mai 2026 ihr letztes Studioalbum veröffentlichen wird, das von einer großen Abschiedstournee begleitet wird. Diesen Anlass nutze ich, um auf die Geschichte der Band und auf meine Geschichte mit der Band zurückzublicken.

Angetrieben von der Punkexplosion 1977, gründete sich ein Jahr später die Band „ZK“ im Umfeld des Düsseldorfer Ratinger Hof. Am Mikrofon stand der damals 16-jährige Andreas Frege, auch bekannt unter Campino. 1980 stieg Andreas von Holst, der auch Kuddel genannt wird, an der Gitarre ein. Nach 2 LPs und zwei Singles spielten ZK am 21. November 1981 ihr letztes Konzert in Neuss. Gemeinsam mit einem der Roadies, Andreas Meurer, gründeten Frege und von Holst eine neue Band, die unter dem Namen Die Toten Hosen bekannt werden sollte. Außerdem gingen „Die Mimmi’s“ und die „Panhandle Alks“ aus der Trennung von „ZK“ hervor.

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Zionismus für alle! – Ein leidenschaftliches Plädoyer

Israel-Flagge, Old-Port-Area/Tel Aviv (Foto: Peter Ansmann)
Israel-Flagge, Old-Port-Area/Tel Aviv (Foto: Peter Ansmann)

Vor einigen Wochen erschien im New Yorker „Tablet“-Magazin der Essay „Zionism for Everyone – The Real Reason We’re All Fighting About Israel“ der Chefredakteurin Alana Newhouse. Er ist eine Verteidigung einer politischen Idee, die wohl eine der missverstandensten und am kontroversesten diskutierten überhaupt sein dürfte. Aufgrund der Länge und der Veröffentlichung auf Englisch entschloss ich mich, den Text, der bereits als Anwärter auf den Essay des Jahres gehandelt wird, einem deutschsprachigen Publikum vorzustellen.

Laut Alana Newhouse verändern sich Gesellschaften dann, wenn sie mit Krisen konfrontiert sind und ihr Schicksal aktiv neu zu gestalten versuchen. Sie argumentiert, dass sich die Welt heute an einem solchen Wendepunkt befindet, bedingt durch mächtige technologische Transformationen. Doch anstatt sich diesen Herausforderungen zu stellen, habe sich ein großer Teil des globalen Diskurses auf Zionismus und Israel fixiert.

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