Machtdemonstration des VfB Stuttgart statt Fußballwunder für den DSC Arminia Bielefeld im DFB-Pokal-Finale 2025

Der DFB-Pokal. Foto: Robin Patzwaldt

Das war nichts! Statt des erhofften Fußballwunders setzte es für den DSC Arminia Bielefeld im DFB-Pokal-Finale 2025 gegen den VfB Stuttgart am Samstagabend eine bittere Niederlage. Der Drittligist war beim 2:4 im Berliner Olympiastadion gegen den Bundesligisten über weite Phasen der Begegnung nahezu chancenlos und konnte in einem der einseitigsten Endspiele der vergangenen Jahrzehnte bis zur 80. Minute nicht einmal ansatzweise auf eine Sensation hoffen. Erst zwei Ehrentreffer in der Schlussphase gestalteten das Ergebnis für den Underdog optisch freundlicher.

Zwar gehörten die ersten Torchancen des Spiels den Ostwestfalen, doch spätestens nach dem 1:0 für die Schwaben in der 13. Minute nahm das Drama seinen Lauf. Schon nach den ersten 45 Minuten war die Entscheidung auf dem Platz gefallen. Das 0:3 zur Pause war für die Bielefelder sogar noch schmeichelhaft. Der VfB ließ nach dem dritten Treffer in der 27. Minute noch einige Hochkaräter liegen und hätte zur Halbzeit durchaus auch mit 4:0 oder 5:0 führen können. Der Traum des Underdogs war früher als erwartet beendet.

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Konzertvergnügen zum Luxuspreis – Wenn Live-Musik zur Frage des Geldbeutels wird

Positives Beispiel: Das Ticket für den Auftritt von Wolf Maahn im Ebertbad in Oberhausen kostete mich im November 2024 vergleichsweise günstige 33,90 Euro (zzgl. Versand). Foto: Robin Patzwaldt

Was einst als bezahlbares Vergnügen galt, ist heute für viele Musikfans kaum noch erschwinglich: der Konzertbesuch. In den letzten Jahren sind die Ticketpreise für Live-Events rasant gestiegen – teils auf ein Maß, das selbst eingefleischte Fans zum Verzicht zwingt. Was steckt hinter dieser Entwicklung?

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Endlich Sommerpause in der Fußball-Bundesliga!

Foto: Robin Patzwaldt

Die letzten Bälle sind in der Fußball-Bundesliga gespiel. Es stehen nur noch die Relegationsspiele und das DFB-Pokalfinale ins Haus! Die Trikots der allermeisten können gewaschen und vorerst weggepackt werden – und irgendwie ist es diesmal kein Abschied mit Wehmut, sondern eher ein erleichtertes Durchschnaufen. Zumindest bei mir! Die Bundesliga verabschiedet sich in die Sommerpause, und so seltsam es klingt: Es wird auch Zeit.

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David gegen David – Wenn die Bundesliga-Relegation ihren Reiz verliert

Foto: Robin Patzwaldt

Die SV Elversberg gegen den 1. FC HeidenheimRelegation zur 1. Fußball-Bundesliga. Auf dem Papier klingt das nach einem durchaus spannenden Duell. Doch bei näherer Betrachtung wird klar: Dieses Aufeinandertreffen entlarvt die Relegation als das, was sie längst geworden ist – ein Format, das nur noch selten hält, was es verspricht. Denn wenn am Ende der Saison zwei fußballerische Leichtgewichte gegeneinander antreten, verliert das Spektakel seine Strahlkraft – und dadurch seine Anziehungskraft auf die Masse der neutralen Fans.

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„Schöner wohnen zwischen Leerstand und Langeweile – ein Spaziergang durch die Innenstadt von Recklinghausen“

Ein Stadtbummel durch Recklinghausen im Mai 2025. Foto(s): Robin Patzwaldt

Willkommen in Recklinghausen, der charmanten Metropole des stillen Niedergangs! Wer heute durch die Innenstadt schlendert, kann sich glücklich schätzen, denn hier gibt es alles, was das Herz begehrt – solange das Herz nichts begehrt.

Früher war hier mal richtig was los. Menschen bummelten durch die Straßen, Läden hatten geöffnet, und man musste nicht erst einen Archäologen beauftragen, um ein Geschäft zu finden, das tatsächlich noch etwas verkauft. Heute gleicht ein Einkaufsbummel eher einer nostalgischen Zeitreise durch das, was einmal Einzelhandel genannt wurde – garniert mit einer Prise Depression.

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Zeitreise am Kanal in Waltrop – das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg

Das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop im Mai 2025. Foto(s): Robin Patzwaldt

Wer glaubt, Technik sei trocken und Stahlherzen könnten nicht schlagen, war noch nie am Alten Schiffshebewerk in Waltrop. Zwischen Dortmund und Datteln, wo der Rhein-Herne-Kanal und der Dortmund-Ems-Kanal sich gute Nacht sagen, steht ein wahrer Koloss der Ingenieurskunst – und erzählt Geschichten aus einer Zeit, als Dampfkraft und Muskelarbeit Deutschland ins Industriezeitalter katapultierten.

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Warum sich einige Journalisten bei BVB-Coach Niko Kovač entschuldigen sollten

Bei der Vorstellung von Trainer Niko Kovac in Dortmund im Februar. Foto: Robin Patzwaldt

Die Bundesliga-Saison 2024/25 ist Geschichte. Für Borussia Dortmund endete die Spielzeit versöhnlich. Durch ein 3:0 gegen Absteiger Holstein Kiel im heimischen Westfalenstadion erreichte der BVB sein vor Saisonstart ausgerufenes Minimalziel: die Qualifikation für die kommende Champions-League-Runde. Die Freude darüber war groß in der Stadt. Gefeiert wurde in erster Linie Trainer Niko Kovač, der den Verein seit seiner Amtsübernahme im Februar von Platz elf auf Platz vier geführt hatte.

Auch von Seiten der Vereinsverantwortlichen war das Lob groß – fast schon zu groß, wenn etwa Lars Ricken von einer der größten Leistungen eines Trainers in der Klubgeschichte sprach. Entschuldigen müssten sich in diesen Stunden hingegen wohl einige der namhaftesten BVB-Berichterstatter bei Kovač. Und das aus gutem Grund.

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„Oh, wie ist das schön“ – Schalke verabschiedet sich mit Sarkasmus in einen bitteren Sommer

Ein beeindruckendes Bild: Die Schalker Ultras in der Nordkurve wenden dem Spiel den Rücken zu. Foto: Michael Kamps

Es waren Szenen, wie man sie in dieser Form wohl selten in einem Fußballstadion erlebt. Sonntag, Arena auf Schalke. Die Mannschaft liegt gegen die SV Elversberg zurück, einen Gegner, der bisher eher für belächelten Provinzfußball als für fußballerische Glanzlichter stand – und die Fans? Feiern. Jubeln. Singen „Oh, wie ist das schön“ und lassen die La-Ola-Welle durchs Rund kreisen. Nicht aus Freude. Sondern aus purer Ironie. Aus Frust. Aus Enttäuschung.

Ein symbolträchtiger Abschluss für eine Saison, die für Schalke 04 nichts Gutes bereitgehalten hat. Platz 14 in der 2. Bundesliga. Historisch schlecht. Vom Traum des Wiederaufstiegs blieb nicht einmal ein Hauch übrig. Stattdessen: wochenlanges Zittern um den Klassenerhalt. Und während nach der 1:2-Niederlage der Knappen nun ausgerechnet Gegner Elversberg in die Relegationsspiele um den Aufstieg gegen Heidenheim darf, schauen die Schalker fassungslos auf eine Realität, die sich wie ein wahr gewordener Albtraum anfühlt.

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Der Zoo in Dortmund – Tierisch enttäuschend

Im Dortmunder Zoo. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Dortmund ist als größte Stadt des Ruhrgebiets auf vielen Ebenen bestrebt, seiner Führungsrolle gerecht zu werden. Im Fußball gelingt das inzwischen fast schon mühelos – schließlich haben sich die namhaftesten Konkurrenten aus der Region inzwischen allesamt in die unteren Ligen verabschiedet. Da steht man als Dortmunder selbst nach einer enttäuschenden Bundesliga-Saison, wie sie der BVB aktuell erlebt (hat), noch immer vergleichsweise gut da.

Anders sieht es in anderen Bereichen aus. Besonders deutlich wird das am Beispiel des Dortmunder Zoos. Einst eine der schönsten und gepflegtesten Anlagen im Ruhrgebiet, hinkt man inzwischen nicht nur Städten wie Gelsenkirchen oder Duisburg deutlich hinterher – der Abstand zur Spitze wächst sogar weiter, wie in dieser Woche einmal mehr deutlich wurde.

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Champions League oder wieder nur Drama beim BVB?

BVB-Trainer Niko Kovac. Foto: Robin Patzwaldt

Dem BVB steht am kommenden Samstag ein echtes Endspiel zum Saisonfinale 2024/25 ins Haus. Gewinnen die Schwarzgelben ihr Heimspiel im Westfalenstadion gegen Holstein Kiel mit zwei oder mehr Toren Vorsprung, hat Borussia Dortmund auf den letzten Drücker doch noch die Qualifikation für die UEFA Champions League im kommenden Herbst geschafft.

Dann kann den Dortmundern der Ausgang des direkten Duells zwischen den Konkurrenten SC Freiburg und Eintracht Frankfurt herzlich egal sein. Andernfalls ist man vom Ergebnis dieser Partie abhängig – und könnte die Königsklasse unter Umständen doch noch verpassen.

Kovač bringt Stabilität – aber womöglich zu spät

Dass der BVB überhaupt noch in

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