bodo im April mit dem Essener Original Ryko | Foto: bodo e.V.
Der Comedian und Poetry-Slammer Ryko erfindet die Ruhrgebiets-Comedy neu. Marc-Uwe Klings Känguru zettelt eine Rebellion an. Gefängnis-Chefin Nina Gygax bringt Poetry Slams und Väter-Kind-Treffen in die JVA. Oliver „Pille“ Pilsner holt Underground-Bands zum Dortmunder Hafen und Dietmar Bleidick führt durch das historische Bochum. Das Straßenmagazin im April.
Die Kunst ist frei, die Kunstfreiheit heilig? Leider ja, schrieb Alfred Döblin vor knapp 100 Jahren, es bedeute „nichts weiter als: der Künstler ist ein Idiot, man lasse ihn ruhig reden.“ Und wie sie reden, die Künstler und Kunstfunktionäre im staatsfinanzierten Betrieb, sie schweigen den Judenhass tot. Eine Strategie? Für den Tag, an dem die AfD den Laden übernimmt?
Als Abdallah Alkhatib fertig war mit seinen hasserfüllten Tiraden, sagte Desiree Nosbusch „Congratulations“ und knetete hilflos ihre Hände. Allein gelassen auf der Bühne, war es ein Zuschauer, der ihr, der Moderatorin, zurief, was Tricia Tuttle hätte sagen müssen, die Berlinale-Chefin: „Free Gaza? From Hamas!“ Tuttle schwieg, also knetete sich Nosbusch, offenbar nicht vorbereitet auf eine Situation, die längstens zu erwarten war, selber etwas zusammen derart, dass die Meinung der vielen Künstler „nicht notwendigerweise in jedem Fall“ auch die der Berlinale sei: „Okay, this is really hard“. Was genau? Dass Kunst so frei sei, dass sie Israelhass beschweigt?
Am 1. April 1976 gründeten Steve Wozniak, Steve Jobs und Ron Wayne Apple in der Garage von Jobs’ Eltern in Los Altos. Wayne verließ das Unternehmen bald wieder, die beiden Steves sollten die Welt verändern.
Was für ein Drama: Da hatte ich endlich das Geld zusammen, um mir meinen ersten Apple Macintosh zu kaufen, und der Händler hatte mir die falsche Kiste eingepackt. Anstatt eines Mac Classic mit 4 Megabyte Arbeitsspeicher und einer unvorstellbar großen Festplatte mit 40 Megabyte stand ein Mac mit nur 2 MB RAM und einer 20-MB-Platte vor mir. Es war Samstagnachmittag, die Geschäfte schlossen 1991 noch um 14 Uhr. Ich hatte keine Chance, ihn umzutauschen, und musste bis Montagmorgen warten.
Die ‚Räppler‘ bei ihrem Abmarsch an der St. Peter-Kirche in Waltrop im Jahre 2018. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
„Ah, bald ist Ostern! Ausschlafen! Füße hoch! Kein Wecker!“ – Ja, ja. Diese naive Vorstellung haben viele. Wirklich viele. Und dann gibt es… Waltrop.
Hier übernimmt nämlich kein Smartphone den Start in den Feiertag, sondern ein akustisches Relikt aus einer Zeit, in der „Lautstärke“ noch kein Einstellungsmenü hatte: die Holzräppel. Punkt sechs Uhr morgens. Kein Snooze-Button, keine Gnade, keine Diskussion. Wer in der Nähe der Innenstadt wohnt, bekommt das volle Programm – gratis und ungefragt.
Willkommen beim „Räppeln“. Oder wie ich es nenne: dem vermutlich charmantesten Lärmbelästigungsritual Deutschlands.
Der Vatikan Foto (Ausschnitt): Sean MacEntee Lizenz: CC BY 2.0
Am 31. März 2026 wird im Astra Theater in Essen der Dokumentarfilm „Akten des Missbrauchs“ gezeigt. Der Film basiert auf einer mehrjährigen Recherche des Netzwerks Correctiv.
Ausgangspunkt der Recherchen waren einzelne Fälle sexuellen Missbrauchs durch Kleriker, die nach Angaben der Autoren in verschiedenen Ländern