„Death to the IDF“, ein „Sprengsatz auf den Bundestag“ und andere musikalische Perlen: Die stabile Künstlerauswahl der Linken in Berlin-Neukölln

Bühne des außerordentlichen Bundesparteitags der Linken in Berlin 2025
Die philosemitischen und israelsolidarischen Mitglieder von „Die Linke“ auf einem Foto, Januar 2025. (Foto: Sandro Halank/Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)

Auf einer Wahlkampfveranstaltung der Linken in Berlin-Neukölln rappte Dahabflex am Samstag „Yalla Yalla Intifada“ und „Death to the IDF“. Der „Künstler“ war nicht unangekündigt auf die Bühne geraten: Der Bezirksverband hatte ihn zuvor ausdrücklich als Live-Act beworben. Nach Angaben des Tagesspiegels griff während des Auftritts niemand aus der Partei ein. Die Distanzierungen kamen am Sonntag. Glaubwürdig sind diese Distanzierungen nicht.

Die Überraschung von Die Linke über die Eskalation der Veranstaltung überrascht selbst: Der Instagram-Account des eingeladenen Rappers lässt keine Fragen zu seiner Einstellung offen.

In seinen „Songs“ geht es (unkritisch) um Stalin, Sprengsätze auf den Bundestag, Molotov-Cocktails und darum, die ganze Stadt in Brand zu setzen.

Dahabflex hat nicht all diese Stücke beim Wütend auf den Kapitalismus-Event der Linkspartei Neukölln aufgeführt.

Man hätte aber gewarnt sein müssen.

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Punkband feiert das größte antisemitische Pogrom seit dem Holocaust

Die Band "The Restarts" auf der Bühne. Screenshot: Andreas Wolf
Die Band „The Restarts“ auf der Bühne. Screenshot: Andreas Wolf

Ein Mitglied der britischen Punkband „The Restarts“ trug bei einem Konzert ein Trikot einer „palästinensischen“ Fußballmannschaft, das den Spielernamen „October“ und die Nummer 7 aufgedruckt hatte – eine Anspielung auf den Terrorangriff der Hamas auf Israel am siebten Oktober 2023. Der Musiker ist außerdem Teil einer in den USA und in Großbritannien verbotenen Gruppierung und saß in der Vergangenheit wegen Aktionen gegen einen israelischen Rüstungskonzern auf der Anklagebank.

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Eine Art von Über-Realismus?

Les Apaches „Vorhang“ Foto: Thomas Berns, Ruhrtriennale 2026 Lizenz: Copyright


„Les Apaches!“ erinnert mit „Vorhang!“ an einen frühen Versuch multimedialen Theaters.

Von weitem hört man die Klavierklänge, Ton um Ton im selbstverständlichen Takt eines tropfenden Wasserhahns erfüllt die Gebläsehalle und scheint den Raum mit Zeit auszupolstern. Wie lang schon spielt der Mann am Klavier (Philippe Hattat) da? Nach und nach gesellen sich Musikerinnen und Musiker hinzu, nehmen auf ihren Stühlen Platz, prüfen ihre Notenblätter und fangen an, sich einzuspielen. Immer lauter wird es, bis alle Instrumente  –  Schlagwerk, Saxofon und Violine, Viola, Cello, Kontrabass, Piccoloflöte, Oboe und Klarinette, Fagott, Trompete und Posaune – das Orchester „Les Apaches“ als Klangkörper hörbar machen.

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