Eintritt frei? Nicht mehr im Kölner Dom – Die Kirche schafft sich weiter selbst ab

Kölner Dom Foto: Laurin

Die christlichen Kirchen in Deutschland befinden sich seit Jahren in einer tiefen Krise. Millionen Menschen haben ihnen den Rücken gekehrt, die Mitgliederzahlen sinken kontinuierlich, das Vertrauen in die Institution ist durch Skandale und Missmanagement schwer beschädigt.

Anstatt sich jedoch ernsthaft mit den Ursachen dieser Entwicklung auseinanderzusetzen, liefert die Kirche nun erneut Gründe, warum sich immer mehr Menschen von ihr entfremden. Das jüngste Beispiel kommt aus Köln: Ab dem 1. Juli sollen Touristen zwölf Euro Eintritt zahlen, um den Kölner Dom zu besichtigen.

Weiterlesen
Werbung


Bodo im Juni: Wie Beginen heute leben

Die Juniausgabe des Straßenmagazins erzählt, wie 30 Frauen auf Dortmunds Beginenhof leben, wie Bodo Wartke Lieder schreibt, wie Karl-Heinz Granitza aus Lünen den US-Fußball dominierte, was sich junge IranerInnen in Deutschland wünschen, wie Ely mit 16 auf der Straße landete und warum sie heute Sozialarbeit studiert.

Auf dem Titel: Beginenhöfe gibt es seit dem Mittelalter. Selbstständig lebende Frauen schließen sich zusammen und führen ein Leben in Gemeinschaft. In Dortmund übersetzt eine 30-köpfige Hausgemeinschaft seit 20 Jahren diese Idee in die Gegenwart, engagiert sich im Alltag und wird gemeinsam alt.

Im Porträt: Bodo Wartke, der Kabarettist mit dem vertrauten Vornamen feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bühnenjubiläum. Mit verschmitzt-virtuosem Klavierkabarett füllt er Hallen, aus Kinderzimmern klingen seine gerappten Zungenbrecher und mit „Barbaras Rhabarberbar“ wurde er schließlich zum TikTok-Star.

Weiterlesen

Die Toten Hosen haben den Absprung verpasst

Hosen-Sänger Campino hat früher mehr riskiert. Quelle: Wikipedia, Foto: Libertinus Yomango, Lizenz: CC BY-SA 2.0

In diesen Tagen kommt man den Toten Hosen kaum noch aus dem Weg. Parallel zur Veröffentlichung ihres offiziell letzten Studioalbums (und dem Abstieg ihrer geliebten Fortuna in die 3. Liga) startet die große Abschiedstournee der Düsseldorfer Punkrock-Institution. Die Marketingmaschinerie läuft auf Hochtouren, die Medien überschlagen sich mit Würdigungen, Rückblicken und Lobeshymnen. Kaum ein Radiosender, kaum eine Talkshow, kaum eine Kulturseite verzichtet derzeit auf einen Beitrag über Campino und seine Mitstreiter.

Das überrascht wenig. Wenn jemand seinen Abschied ankündigt, dominieren meist die positiven Stimmen. Kritik gilt schnell als unangebracht. Doch gerade deshalb lohnt es sich aus meiner Sicht, einen etwas anderen Blick auf die Toten Hosen zu werfen. Einen Blick, der nicht von Nostalgie verklärt ist.

Weiterlesen
Werbung


44 Jahre mit den Toten Hosen

Die Toten Hosen im Jahr 1985 als Coverhelden der Spex

Für die einen ist er der Schlager-Punk, der längst in den Giftschrank gehört – für andere ist Campino ein aufrichtiger Rocksänger, der mit seinen Mitteln probiert, eine Art Bruce Springsteen meets Manic Street Preachers für die Bundesrepublik sein. Denn die Songs der Toten Hosen handeln vom Leben in Deutschland. Ist Campino nun eher ››Ballast der Republik‹‹ oder sind die Toten Hosen mit ihren über 1.500 Konzerten, 500 Liedern und fast 200 Coverversionen eine Art ››Opium fürs Volk‹‹? Unser Autor Peter Hesse begleitet die Band von Anfang an und hat ein paar Hosen-Ereignisse aus seinem Leben zum 44jährigen Bandjubiläum zusammengfasst.

Weiterlesen

Schloss Nordkirchen – Das westfälische Versailles als perfektes Ausflugsziel

Zu Besuch am Schloss Nordkirchen im Mai 2026. Foto(s): Robin Patzwaldt

Die Ausflugssaison läuft wieder auf Hochtouren und gerade jetzt, wenn sich die Natur in sattem Grün zeigt, lohnt sich ein Abstecher ins Münsterland ganz besonders. Wer dem Ruhrgebiet für einen Tag entfliehen möchte, sollte sich ein Ziel unbedingt vormerken: Schloss Nordkirchen. Das imposante Wasserschloss gilt nicht ohne Grund als „westfälisches Versailles“ und zählt zu den beeindruckendsten Schlossanlagen Deutschlands.

Schon die lange Allee, die direkt auf das Schloss zuführt, sorgt für echtes Gänsehautgefühl. Umgeben von Wassergräben, weitläufigen Parkanlagen und barocker Architektur wirkt das Ensemble beinahe wie aus einer anderen Zeit. Besonders an sonnigen Frühlingstagen entfaltet die Anlage ihren ganzen Charme.

Weiterlesen