Der Ruhrpilot

Kleine Pause von der nationale Erhebung: Nazis in Huckarde


NRW: 
Zahl rechter und antisemitischer Straftaten gesunken…KStA 
NRW: Ministerpräsident legt die Messlatte hoch…KStA
NRW: Das hat die Landesregierung bislang erreicht…General Anzeiger
Debatte: Die Linke bekommt eine Lektion über Zensur erteilt…Novo
Debatte: Die Säkularisierung als Symptom der Krise…Cicero
Debatte: Genossen auf Distanz…Jungle World
Debatte: Warnung vor Wirtschaftsdesaster, falls AfD in den Bundestag zieht…Welt
Debatte: Gauland relativiert Verbrechen der Wehrmacht…FAZ
Ruhrgebiet: Emscher-Revolutionär Karl Ganser feiert 80. Geburtstag…Ruhr Nachrichten
Bochum: Stahlarbeiter wollen vor Colosseum demonstrieren…WAZ
Dortmund: Helfer statt Nazis sollen Wahlparty dominieren…WAZ
Duisburg: Viele Wähler sind noch unentschlossen…WAZ
Essen: Eltern müssen wochenlang auf Geburtsurkunden warten…WAZ

ARD und ZDF: „Ja is‘ denn heut schon Weihnachten?“

Florian Silbereisen moderiert, inmitten des Deutschen MDR-Fernsehballetts, das „Frühlingsfest der Volksmusik“ Foto: Smalltown Boy Lizenz: CC BY-SA 3.0


Bis an Heiligabend die Geschenke ausgepackt werden dürfen, ist es noch über drei Monate hin. Nur ARD und ZDF können sich heute schon freuen: Eine Gruppe Weihnachtsmänner und Weihnachtsfrauen überbrachten den Anstalten einen ganzen Korb an Präsenten.

Für ARD und ZDF gab es schon bessere Zeiten. Damals, als es weder Internet noch Privatfernsehen gab, erreichte ein eher schlichter Krimi wie der Sechsteiler „Das Halstuch“ in den sechziger Jahren durchweg Einschaltquoten von fast 90 Prozent. Zahlen, die ARD und ZDF seit langem nur noch bei Welt- oder Europameisterschaftsspielen der Nationalmannschaft erreichen. Zwar sind ARD, ZDF und die Dritten noch immer die reichweitenstärksten TV-Sender, aber mit Marktanteilen von 13,1 – 11 Prozent ist die Größe der Sender eher relativ. Und vor allem ist diese der Übertragung teurer Sportereignisse geschuldet. Bei der jüngeren Zielgruppe, man muss dem Phantasiebegriff der „Werberelevanten Zielgruppe von 14 bis 49“, den einst der ehemalige RTL-Chef Helmuth Thoma erfand, nicht folgen, sieht es düsterer aus: Mit Marktanteilen von 7,4 (ARD) und 6,8 Prozent (ZDF) erreichen die beiden großen öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht einmal mehr jeden zehnten Zuschauer zwischen 14 und 49.

Nicht nur ARD und ZDF haben ein Problem. Der Fachdienst Meedia weist in einem Artikel darauf hin, dass auch die großen Privatsender unter Verlusten leiden: Die unter 50jährigen schalten immer seltener die Sender ein.

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Prinzregenttheater: Mediator soll Konflikte lösen helfen.

 

Prinzregenttheater Foto: Prinzregenttheater Lizenz: CC BY-SA 4.0

Gerade eben hat sich Bochums Kulturdezernent Michael Townsend (SPD) im Kulturausschuss zum Konflikt um das Prinzregenttheater geäussert. Die Entlassung der erfolgreichen künstlerischen Leiterin und Geschäftsführerin durch ihre Vorgängerin Sibylle Broll Pape, heute im Vorstand des Trägervereins, hatte für viel Aufregung gesorgt.

Townsend sagte: „Es gibt eine Übereinstimmung zwischen dem Land und der Stadt, dass das Prinzregenttheater  eines der wichtigsten freien Theater in NRW ist. Wir wollen den Übergang ohne Brüche.“ Townsend hofft, dass es bald ein Ergebnis des Landesrechnungshofes gibt. Die Stadt zahlt ihre Förderung weiter, sonst wäre das Theater sofort pleite gegangen. „Ich habe für den 6.Oktober eine Spitzengespräch auf der Leitungsebene mit der Bezirksregierung eine Gespräch über die Förderung.“

Zu Romy Schmidt sagte der Dezernent, der Verein habe immer nur die Geschäftsführung kritisiert. Broll-Pape hätte ja ihren Weggang erklärt und habe nicht vor nach Bochum zurück  zu kehren. Die Stadt sei in einer besonderen Rolle als Hauptfördergeber aber „trotzdem verbietet sich eine Einmischung der Stadt in die inneren Angelegenheiten des Vereins.“ Die Stadt müsse auf Aufklärung aller finanziellen Unklarheiten drängen.“ Die Fortführung der Intendanz von Schmidt sei wünschenswert. Es hätte früher bereits Vermittlungsangebote gegeben.  Nun biete man einen Mediator an, um die Probleme noch einmal zu besprechen und eine Lösung zu finden.  Peter Landmann, der ehemalige  Leiter der Kulturabteilung im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, wird diese Aufgabe übernehmen, Broll-Pape und Romy Schmidt haben der Mediation zugestimmt.

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RUSSKAJA – Russisch-wieniersche Ska-Balkanbeats live im FZW

Foto Veranstalter

Die russisch-wieniersche Band Russkaja wurde vom ehemaligen Stahlhammer-Sänger Georgij Alexandrowitsch Makazaria im Jahre 2005 ins Leben gerufen und besteht aktuell aus sechs weiteren Mitgliedern : Engel Mayr, Dimitrij Miller, Mario Stübler, Hans-Georg “H-G” Gutternigg, Rainer Gutternigg und Ulrike Müllner.

Dass gerade Wien als Tor zum Balkan und interkulturelle Mega-Metropole ein wahrer Kreativ-Schmelztiegel für charakterstarke Künstler gilt, ist nicht erst seit Falco weltbekannt. Auch  RUSSKAJA wird diesem Ruf mehr als gerecht – frei nach dem Motto „I changed my vodka for the whiskey, that ´s why I got this voice. I changed my Olga for the Britney because I had no choice“ mischt die Combo mit charismatischem Tonfall Ska, Balkan-Beats, Polka, Folklore und Funk-Sounds zu einer einzigartigen Melange.

Für eine Welt, in der die kosmopolitische Welle ohnehin sämtliche Grenzen wegspült, haben RUSSKAJA ihr jüngstes Album auch noch  „Kosmopoliturbo“ (18.08.2017) benannt. Ab Anfang Oktober sind sie damit in Deutschland und Österreich auf Tour:

23.11. Köln, Gloria Theater

08.12. Dortmund, FZW

Ihre optimistisch kraftvollen Songs pendeln zwischen Ländern, Sprachen und Kulturen – High Speed Polka Ska Groove trifft auf virtuose Dreck-Gitarre. Stürmische Gebläse-Girlanden und hinreißende Geige bringen die große Bassbariton-Stimme des Frontmanns Georgij Alexandowitsch Makazaria zum Strahlen. RUSSKAJA, in ihren Wurzeln austro-sowjetisch, sind seit 2005 auf Tour und verkörpern sowohl in ihrer Zusammensetzung als auch in ihrer Musik den zeitgenössischen Kosmopoliten. Die sieben mit sämtlichen musikalischen Weihen geadelten Publikumslieblinge hüpfen mit Turbopolka über Genre-Grenzen und vermengen in weltbürgerlicher Manier slawische Leidenschaft mit Stilen durch Kollektivgefühlsbewusstseinserweiterung (KGB) rund um den Globus.

Karten gibt es online unter www.extratix.de !!