
Sexistische Werbung soll verboten werden. The world as we know it will end. Vielleicht gut so. Eine Replik an Christoph Lövenich.
Lieber Christoph,
zunächst zu den Formalia. Hier steht eine etwas weniger vage Formulierung dazu, wie sich sexistische Werbung beschreiben ließe. Dass das Leitmotiv in Deutschland 2016 „Wir schieben jede Gesetzesänderung auf die Silvesternacht“ ist, muss natürlich idiotisch gefunden werden, da gebe ich dir vollkommen Recht. Und dass es Lobbyismus gibt, naja, hat relativ geringen Erkenntniswert.
Aber ich möchte immerhin versuchen, dir Klarheit zu verschaffen, weil mich deine Frage(?) doch verwundert hat: „Worin für den Einzelnen der Schaden beim Anblick sexistischer Reklame überhaupt bestehen soll […]“ Leider kann ich nur für eine Einzelne sprechen.








Am Sonntag, den 1. Mai, sperrte die Polizei in Bochum zum Schutz der NPD-Demo die Bochumer Innenstadt weiträumig ab und nahm 306 Gegendemonstranten für mehrere Stunden in Gewahrsam. Es kam aber nur zu 36 Strafanzeigen. Schon das legt einen gewissen Übereifer von Seiten der Polizei nahe. Dirk Krogull sprach mit dem 24-jährigen Jan (Name geändert), der am 1. Mai am schwersten verletzt wurde: Jan trug einen gebrochenen Arm davon.