Die Stadt Waltrop kann das Kraftwerk ‚Datteln 4‘ juristisch nicht stoppen

Blick aus Waltrop in Richtung Datteln. Foto: Robin Patzwaldt
Blick aus Waltrop in Richtung Datteln. Foto: Robin Patzwaldt

Lange nichts mehr vom Kraftwerksstreit rund um ‚Datteln 4‘ gehört, oder? Nun war es aber tatsächlich mal wieder soweit. Denn die Stadt Waltrop ist mit ihrem Vorhaben das umstrittene Kohlekraftwerk im Kreis Recklinghausen noch einmal planungsrechtlich anzugreifen vor dem Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen am Dienstag gescheitert.

Und das, nachdem man sich auf auf der Seite der großen Mehrheit der Waltroper Lokalpolitik und der sie in dieser Angelegenheit vertretenen Fachanwälte über Jahre hinweg doch stets recht optimistisch zeigte, dem ungeliebten Kohle-Meiler in der Nachbarschaft noch einmal juristisch ein Bein stellen zu können. Eine weitere Hürde also, die der Uniper (ex-E.On)-Konzern als Betreiber des Milliardenprojektes auf dem Wege zur angestrebten Inbetriebnahme nun aus dem Wege räumen konnte.

Aktuell geht man bei Uniper somit noch immer von einer Inbetriebnahme des Milliardenprojekts im Jahre 2018 aus. Im Jahre 2009 war das Projekt, wie auch hier im Blog bereits mehrfach berichtet und diskutiert, juristisch über Jahre gestoppt worden, dann jedoch zuletzt ein neuer Genehmigungsanlauf seitens der Befürworter und der Stadt Datteln unternommen worden.

Inzwischen laufen seit einigen Monaten auch die Bauarbeiten auf der riesigen Kraftwerksbaustelle wieder. Daran wird sich nun so schnell wohl auch nichts mehr ändern, wie seit gestern immer klarer wird. Denn die Richter entschieden nun in Gelsenkirchen, dass die Anpassungen der Zielvorgaben für das Projekt im Landesentwicklungsplan so nicht zu beanstanden sind. Die Stadt Waltrop habe hier keine Klagebefugnis, so das Gericht dazu gestern.

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Dortmund: BVB erzielt Rekordumsatz

Aki Watzke und Thomas Tress (rechts) bei der Bilanpressekonferenz des BVB im August 2014. Foto: Robin Patzwaldt
Aki Watzke und Thomas Tress (rechts). Foto: Robin Patzwaldt

Vizemeister Borussia Dortmund hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den höchsten Umsatz der Klubhistorie erzielt: Vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016 steigerte der BVB den Konzernumsatz um 36,3 Prozent auf einen neuen Rekord von 376,3 Mio. €. Dies vermeldeten heute der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke, sowie Geschäftsführer Thomas Treß im Rahmen der Bilanzpressekonferenz zu den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2015/16.

Selbst transferbereinigt stiegen die Konzernumsatzerlöse trotz fehlender Teilnahme an der UEFA Champions League im abgelaufenen Geschäftsjahr um 6,7% auf einen neuen Rekord von 281,3 Mio. € (Vorjahr 263,6 Mio. €). Nach Steuern erwirtschaftete Borussia Dortmund im Konzern einen Gewinn in Höhe von 29,4 Mio. € (Vorjahr 5,5 Mio. €). Das operative Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 86,7 Mio. € (Vorjahr 55,6 Mio. €). Der Transfer von Henrikh Mkhitaryan zu Manchester United ist in diesen Zahlen noch gar nicht enthalten, da er erst nach dem 1. Juli 2016 abgewickelt wurde. „Das transferbereinigte Ergebnis beträgt knapp drei Millionen Euro vor Steuern“, erläuterte Thomas Treß. 

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Was macht eigentlich Dieter „air pump“ Gorny so im Wirtschaftsministerium?

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Dieter Gorny ist nicht nur Chef des fabulösen European Centers for Creative Economy sondern wurde von Wirtschaftsminister und Nebenerwerbs SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel zum Beauftragten für Kreative und Digitale Ökonomie ernannt. 

Und auch als solcher, mach Gorny das, was er am besten kann: Er produziert heisse Luft, die schlichte Gemüter schon einmal mit bedeutsamen Aussagen verwechseln. Ein kleines Beispiel findet sich im aktuellen ECCE-Newsletter.

„ecce-Geschäftsführer und Beauftragter für Kreative und Digitale Ökonomie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie Prof. Dieter Gorny forderte in seiner Key Note ein gerechtes Regelwerk: „Wir brauchen dringender als je zuvor eine digitale Strategie, ein Konzept für klares Wachstum und, damit einhergehend, ein politisches wie gesellschaftliches Verständnis dafür, dass ein solches Wachstum auch einen spezifischen Rechtsrahmen im kulturellen digitalen Raum braucht.“

Nun ist Gorny dabei ein kleiner Fehler unterlaufen. Er hat als „Beauftragter für Kreative und Digitale Ökonomie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie“ nicht mehr zu fordern,

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000 Ruhrbarone go Podcast

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In eigener Sache: Ab heute gibt es einen ruhrbarone-Podcast.

„Autoren von Ruhrbarone.de im Gespräch miteinander, übereinander, durcheinander, gegeneinander, füreinander – zu irgendwie-sowas-wie-aktuellen Themen aus Politik, Gesellschaft, Kultur und Geografie. Manchmal auch Gäste.“

Der Podcast wird auch in den gängigen Verzeichnissen gelistet werden. Das kann aber noch bis zu 14 Tagen dauern. Viel Spaß mit diesem neuen Format. Wir freuen uns über Rückmeldungen, Anregungen und alles dies interaktive-hippe-Feedback-Ding.

Die „Nullnummer“ findet ihr unter diesem Artikel. Die erste „richtige“ Folge erscheint morgen, am Samstag, den 30. Juli 2016.

‚World of Malls‘: Ein Überblick zur Entstehung und Entwicklung von Malls

Das CentrO in Oberhausen. Foto: © Thomas Mayer
Das CentrO in Oberhausen. Foto: © Thomas Mayer

Bei einem so klassischen ‚Ruhrbarone-Thema‘ wird man natürlich sofort stutzig, wenn eine Neuerscheinung aus diesem Bereich auf den Buchmarkt kommt. Und daher darf eine kurze Vorstellung von ‚World of Malls‘ in dieser Woche hier im Blog natürlich auch nicht fehlen.

World of Malls Cover (460x600)Es ist sicher eines der heißdiskutiertesten Themen der vergangenen Jahre hier: Werden sich die im Ruhrgebiet zuletzt neu errichteten Einkaufzentren, wie etwa das ‚Palais Vest‘ in Recklinghausen, am Ende positiv oder negativ auf die Stadtentwicklung auswirken. Werden sie zur Wohltat, oder doch eher zum ‚Citykiller‘ mutieren?

Die neue Hatje-Cantz-Publikation ‚World of Malls. Architekturen des Konsums‘ widmet sich genau diesem kontroversen Thema. Das Werk behandelt die Entstehung sowie Entwicklung von Einkaufszentren und stellt gleichzeitig architektonische sowie gesellschaftspolitische Aspekte in den Fokus, anhand von zahlreiche Fallstudien und Essays von Stadtplanern, Ökonomen sowie Architekturhistorikern. Spannend!

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Gut erhaltene Möbel an Bedürftige spenden? – Gar nicht so einfach, wie es scheint!

Die Not im Revier scheint grundsätzlich recht groß zu sein. Foto: Robin Patzwaldt
Die Not im Revier scheint grundsätzlich doch recht groß zu sein. Foto: Robin Patzwaldt

Man sollte meinen, dass man in Zeiten wie diesen mit Möbelspenden grundsätzlich ein gerngesehener Wohltäter ist. Viele neue Mitbürger in unseren Reihen, viele ‚arme‘ Zeitgenossen überall. Gerade auch hier im Revier. Da sollte sich doch ein Abnehmer für gut erhaltene Möbel finden lassen. Dass das aber mitunter gar nicht so einfach ist, wie man zunächst vielleicht  denkt, das erlebte in diesen Tagen nun Ruhrbarone-Leser Steffen Claus aus Datteln.

Er versuchte aktuell mehrere Möbel aus seiner Wohnung an wohltätige Hilfsorganisationen im Kreis Recklinghausen zu spenden. Was er dabei erlebte, das hinterließ ihn jedoch enttäuscht und sogar wütend, wie er diesem Blog nun schilderte.

Zwei gut erhaltene Nachttische, ein Sideboard und einen großen Schrank wollte Claus jüngst an Bedürftige spenden. Alles gepflegt, also kein ‚Sperrmüll‘, wie der Dattelner betont. „Sonst würde ich die Möbel ja direkt zum Bauhof bringen.“, schildert er im Gespräch mit uns. „Wenn ich weiterhin Platz dafür gehabt hätte, dann würden die Möbel auch noch immer bei mir stehen.“

Claus bot die überzähligen Möbel nach und nach u.a. der Diakonie Datteln, der Stadt Datteln und der Möbelwerkstatt aus Oer-Erkenschwick an. Doch was er dort jeweils erlebte, das hätte er so wahrlich nicht erwartet. Eine Mischung aus Desinteresse und Unzuverlässigkeit bei den großen Hilfsorganisationen in seiner näheren Umgebung machte es ihm unmöglich seine ‚Spenden‘ dort abzugeben.

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Ruhrbarone zum Brexit

union_jackGroßbritannien hat entschieden die Europäische Union zu verlassen. Was das alles bedeutet? Unklar. Zu vielen aktuellen, politischen Entscheidungen können wir euch ja mehr oder weniger eine Meinung der Ruhrbarone bieten. Beim Brexit haben wir aber ganz unterschiedliche Gedanken. Vielfältig wie Europa sind die Kommentare von unseren Autoren.

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Kreis Unna: Das OVG Münster weist BUND-Klage gegen das Trianel-Kraftwerk in Lünen ab

Im Jahre 2014 lief das Kraftwerk in Lünen mit einer Auslastung von rund 80%. Foto: Robin Patzwaldt
Im Jahre 2014 lief das Kraftwerk in Lünen mit einer Auslastung von rund 80%. Foto: Robin Patzwaldt

Lange wurde gestritten, angekündigte Termine hatten sich immer wieder verzögert. Nun gibt es, man möchte fast sagen ‚endlich‘, eine Entscheidung: Der 8. Senat des OVG Münster hat die Klage des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz e.V.) gegen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für das Trianel Kohlekraftwerk in Lünen heute abgewiesen.

Damit wurde nun nach rund zweieinhalb Jahren Prozessdauer die grundsätzliche Frage nach der immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsfähigkeit des Kohle-Kraftwerks am Lüner Stummhafen abschließend geklärt, denn eine Revision hat das Gericht hierzu nicht zugelassen.

Nach Ansicht des Gerichts erfüllt die Genehmigung des Kraftwerks die geltenden immissionsschutzrechtlichen, naturschutzrechtlichen und artenschutzrechtlichen Vorgaben.

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