Straßenkater Moses macht jetzt ins Katzenklo

Kater Moses (Foto: Peter Ansmann)
Kater Moses (Foto: Peter Ansmann)

Ich kenne die Katzen – Kater einbegriffen – in meiner Nachbarschaft. Diese sind in der Regel gut bis ausreichend genährt, wohnen vermutlich mit Menschen zusammen und sind halt „nur“ Freigänger die, im verkehrsmäßig relativ ruhigen Bereich meiner Straße, die Chance des Freigangs nutzen. Unsere beiden Kater – Mosche, Ariel – und die Katze Cleopatra (kurz: Cleo) kennen meine Nachbarn ebenfalls. Weil sie eher hündisches Verhalten an den Tag legen und uns auf Schritt und Tritt begleiten. Beim Gang zur Kneipe, beim Weg zum Supermarkt oder wenn man aus sonstigen Gründen das Haus verlässt. Eine weitere Eigenart unserer Katzen: Wir werden immer abgeholt. Sobald man, egal zu welcher Uhrzeit, nach Hause kommt, laufen uns immer mindestens zwei pelzige Mitbewohner miauend entgegen. Manchmal auch fern ab der Wohnung.

Am 14. Februar 2025 wurde ich beim Eintreffen Zuhause zu mitternächtlicher Stunde ebenfalls von zwei Katzen empfangen: Cleopatra mit einem mir fremden Kater. Passend zu Valentinstag hatte sich Cleo, die von den beiden anderen verbrüderten Katern, sehr gedisst wurde, offensichtlich einen Freund geangelt.

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Seedballs für Essen

Ausstellung der Alten Synagoge in Essen Foto: Laurin


Die Ausstellung „Green Jews“ in der Alten Synagoge in Essen zeigt die Bedeutung des ökologischen Denkens im Judentum von seinen Anfängen bis in die Gegenwart. Und ganz nebenbei wird Essen auch noch begrünt.

Da kommen sie: gut 30 Kinder aus einer fünften Klasse des traditionsreichen Burggymnasiums in der Essener Innenstadt laufen plappernd und lachend die Treppen hoch zur eingerüsteten Alten Synagoge. 2010 wurde sie als Haus der Jüdischen Kultur neu eröffnet. Seit dem 31. März ist dort bis zum 28. September die Ausstellung „Green Jews“ zu sehen, die jüdische ökologische Initiativen weltweit vorstellt.

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Ruhrgebiet gewinnt drei Exzellenzcluster im Wettbewerb

Technische Universität Dortmund, Mathe Tower, ein von weitem sichtbares Gebäude mit rotierendem TU Logo Foto: Tuxyso / Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat gestern die ab 2026 geförderten Exzellenzcluster bekannt gegeben. Dabei konnten sich die drei Universitäten im Ruhrgebiet erfolgreich behaupten und ihre Stellung verbessern.

Die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen erhalten gemeinsam Fördermittel für drei Exzellenzcluster. Die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) setzt damit

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Lachgas-Verbot – wie sinnvoll ist das?

Karikaturistische Darstellung einer Lach­gas­party (1820) Bild: Wellcomeimages Lizenz: CC BY 4.0


“Erste Amtshandlung – Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant Verbot von beliebter Partydroge“, lese ich. Ach, die neue Gesundheitsministerin will dem Lachgas an den Kragen? Na Lachgas, das kenne ich doch. Müssen wir immer alles verbieten? Das waren meine ersten Assoziationen bei dieser Headline.

Meine Schüler der 10. Klasse sollten kürzlich noch, das Model dieser sehr einfach aufgebauten Stickstoffverbindung in ihren Hefter übernehmen. Sie mussten dafür nur drei Kugeln malen, denn es handelt sich um Distickstoffmonoxid, N2O, ein Molekül aus einem Sauerstoff- und zwei Stickstoffatomen. Lachgas war bei meinen Schülern als Party-Droge bekannt. Probiert hatte es aber noch keiner.

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„Ich wünsche mir, dass Kinder und Jugendliche erfahren, wie Fortschritt entsteht“

Axel Bojanowski Foto: Matthias Giordano


Axel Bojanowski, Chefreporter Wissenschaft bei WELT, hat ein Buch geschrieben, das den Erzählungen der Untergangspropheten Beispiele entgegenhält, die belegen, dass sich vieles in der Welt verbessert hat und es gute Gründe gibt, optimistisch zu sein.

Sie haben ein Buch geschrieben, das gute Laune macht.

Axel Bojanowski: Genau, das war die Absicht. Ich habe durch meine Kinder mitbekommen, dass sie im Grunde nur mit negativen Informationen und mit Untergangsprophezeiungen konfrontiert sind. Sie erfahren gar nicht mehr, wie Wohlstand entstanden ist, warum Menschen heute so gesund sind und so lange leben. Ich finde das ein unglaubliches Versagen. Man muss diese Dinge erzählen – das ist mir wirklich wichtig. Ich halte es für grotesk, dass das nicht bekannt ist.

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Neues Forschungslabor in Essen: TÜV stärkt die Sicherheit der Quantenkommunikation

Firmensitz TÜViT in Essen Foto: Matthias Müller Lizenz: CC-0 1.0

Die TÜV Informationstechnik hat mit dem Bau eines hochmodernen Forschungslabors für den Quantenschlüsselaustausch (QKD) in Essen begonnen. Als eines der ersten Labore dieser Art in Europa wird es eine zentrale Rolle in der Prüfung und Zertifizierung von Quantenkommunikationstechnologien spielen.

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„Autoritäre Akteure von rechts und links gewinnen an Boden“

Susanne Schröter Foto: Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Ethnologin Susanne Schröter gehört zu den bekanntesten und meinungsstärksten Geisteswissenschaftlerinnen Deutschlands. Schröter warnt vor dem Vormarsch des politischen Islams und kritisiert eine Linke, die sich durch Wokeness und postmoderne Ideologie selbst ins Abseits stellt.

Die Bücher der Feministin sind Bestseller. In einem Vortrag in der Evangelischen Stadtakademie in Bochum betrachtet sie Deutschland nach der Ampel aus ethnologischer Sicht: Welche Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich daraus für Individuen, Gruppen und Institutionen, die zu einer positiven Entwicklung des Landes beitragen wollen?

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Die unbekannte Revolution, die bis heute die Welt verändert

Das Kraftwerk Datteln 4. Foto: Robin Patzwaldt


Die wichtigsten Erfindungen stammen aus den 1880er-Jahren. Sie bildeten die Grundlage für eine radikale Verbesserung der Lebensumstände. unserem Gastautor Axel Bojanowski.

Die wichtigsten Erfindungen stammen aus den 1880er-Jahren – es folgte ein Aufschwung, wie ihn die Welt nie zuvor gesehen hat. In den 1880er-Jahren ereignete sich eine stille Revolution, die bis heute die meisten technischen Neuerungen ermöglicht. Vielen gelten Smartphone und Internet als besondere Durchbrüche. In Wirklichkeit, schreibt der Technologie-Forscher Vaclav Smil, handele es sich bei den meisten technischen Neuerungen der letzten Jahrzehnte um Variationen zweier grundlegender Erfindungen aus den 1880er-Jahren: des Mikroprozessors und der Radiowellen.

»Immer leistungsfähigere Mikrochips steuern heutzutage alles, vom Indus­trieroboter über den Autopiloten eines Passagierflugzeugs bis zu Küchenherden und Digitalkameras, und mobile Kommunikation nutzt ultrahochfrequente Funkwellen«, schreibt Smil. »Tatsächlich waren die vielleicht produktivste Blütezeit des menschlichen

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„KI kann die Zufriedenheit mit dem demokratischen Staat erhöhen“

NRW Finanzminister Marcus Optendrenk auf der Baustelle des neuen Rechenzentrums in Kaarst Foto: Laurin


Bald gehen die Boomer in Rente. Auch im öffentlichen Dienst werden Mitarbeiter fehlen. Kann Künstliche Intelligenz helfen, die Lücken zu schließen?

Baufahrzeuge pflügen durch den modrigen Boden, Lieferwagen laden Material ab, und überall sind Handwerker zu sehen. Das, was im kommenden Jahr das neue Landesrechenzentrum der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung in Kaarst werden soll, ist noch eine große Baustelle. Auf dieser entstehen nicht nur Arbeitsplätze für 1000 Menschen, sondern auch ein

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Die Identität des Ruhrgebiets zwischen offizieller Erinnerungskulturen und alltäglicher Praxis

Bergbaumuseum Bochum Foto: Christian Nawrot Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum lädt zur Diskussion über die regionale Identifikation mit dem Ruhrgebiet ein. In einer öffentlichen Veranstaltungsreihe befassen sich Experten und Kulturschaffende an fünf Terminen mit Themen wie Erinnerungskultur, Bergehalden, Eigensinn, Kunst und Emscher.

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