Bei Compuserve war ich seit 1994. Internet hatte ich damals über die Uni – allerdings nur einen Gopher-Zugang. Die Compuserve, das Unternehmen gibt es ja schon lange nicht mehr, fand ich damals schön. Einfach zu bedienen. Bunt! Allerdings auch sauteuer. Ich wohnte damals noch in Gladbeck, mein Einwahlnotenpunkt war Düsseldorf und als ich einmal eine Telefonrechnung von über 300 Mark bekam, erlitt ich fast eine Herzinfarkt.
NRW-Umweltminister Johannes Remmel plant den massiven Ausbau der Windkraft in Nordrhein-Westfalen. Opposition und Windkraftgegner fürchten die Verspargelung der Landschaft.
Umweltminister Johannes Remmel will in Sachen Windkraft kräftig in die Hände spucken: „Die letzten fünf Jahre waren für die Windenergie und für NRW fünf verlorene Jahren. Unter CDU und FDP ist unser Land im Bundesvergleich von Platz 1 auf Platz 5 zurück gefallen. Diesen Trend wollen wir umkehren. Wir wollen aus einem Windkraftverhinderungserlass einen Windenergieermöglichungserlass machen, um damit Jobs zu sichern und das Klima zu schützen.“ Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil an der Windenergie an der Stromerzeugung in Nordrhein-Westfalen von heute mageren drei Prozent auf üppige 15 Prozent ansteigen. Für die Landesregierung, die im April Eckpunkte für den Windenergieerlass verabschiedet hat, ist Windenergie die tragende Säule beim Umstieg auf Erneuerbare Energien. 2800 Windkraftanlagen gibt es bereits in NRW und sie produzieren rund die Hälfte des Stroms aus regenerativen Energien. Aber auch 28.000 Arbeitsplätze hängen schon heute im Land am Ausbau der Windkraft und es sollen mehr werden. Remmel wünscht sich, dass von der Windenergie starke Impulse für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen ausgehen.
Wolfgang Schäuble ist sauer. Das kommt gelegentlich vor; aber diesmal ist er richtig sauer. Kein Wunder: wie hat er denn dagestanden, als letzten Freitag das geheime Euro-Krisentreffen in Luxemburg stattfand und die ganze Sache schon Stunden zuvor in Spiegel Online nachgelesen werden konnte?! So etwas kann nicht ohne Konsequenzen bleiben. Deshalb hat der Finanzminister heute, sechs Tage nach der Indiskretion, damit begonnen, den Maulwurf zu jagen. Und zwar mit allen Mitteln:
Zum Thema Dortmunder Nordstadt/Straßenstrich erreichte uns ein Leserbrief. Dafür haben wir zwar eigentlich die Kommentare, aber dieser Leserbrief von Jens Heubes ist dann doch etwas Besonderes. Deswegen veröffentlichen wir ihn:
Frau Dr. Hetmeier schickt Bläser auf den Straßenstrich!
Frau Dr. Hetmeier marschierte am 06.05 um 18:00 Uhr mit ca. 5 Gästen/Zuschauern und mehreren Bläsern/Bläserinnen auf den Straßenstrich und blies zu einem Konzert für sich und Ihre Begleiter. Sie wollte damit Ihr persönliches Ziel die Schließung des Straßenstrichs und die sich damit angeblich verbundene wundersame Auflösung der Kriminalität in der gesamten Nordstadt feiern. Sie zelebrierte diesen Sieg vor den Augen der Mitbürger, und stellte sich auf die Straße und tanzte zu den Klängen Ihres Konzertes. Die derzeit Ihrer Arbeit
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Mit Winfried Kretschmann wurde heute in Baden Württemberg der erste Grüne zum Ministerpräsidenten gewählt. Mit zwei Extrastimmen von der Opposition. In einem Auto- und Industrieland wird das kein ganz einfacher Job. Trotzdem: Es sieht so aus, als ober er nicht der einzige Grüne an der Spitze eines Landes bleibt: Renate Künast könnte es in Berlin schaffen Wowereit in Rente zu schicken. Wir grüßen indes Winfried Kretschmann mit einem Lied, gesungen vom wohl weltweit beliebtesten Grünen.
Am Samstag findet in Recklinghausen eine Demo gegen einen für den gleichen Tag geplanten Nazi-Aufmarsch statt.
Die Nazis-wollen um 14.00 Uhr am Hauptbahnhof Recklinghausen mit ihrer Demonstration beginnen. Bereits eine Stunde zuvor, um 13.00 Uhr, soll ebenfalls am Hauptbahnhof Recklinghausen gegen die Nazis demonstriert werden. Der Kreis Recklinghausen ist neben Dortmund eines der Zentren der Nationale Autonomen in ganz NRW. Immer wieder kam es dort in den vergangenen Jahren zu gewalttätigen Übergriffen, Überfällen und Nazi-Aufmärschen. Nähere Infos zur Demo gibt es hier.
Auch in diesem Jahr veranstaltet die trotzkistische Gruppe Marx21 in Berlin wieder den Kongress Marx is muss meldete gestern der Tagesspiegel. OK, bis zur Weltrevolution ist ja wohl noch ein wenig Zeit, die kann man sich ja gut mit Kongressen vertreiben. Top-Act auf der diesjährigen Eispickel-Party ist Oskar Lafontaine. Und Elmar Altvater darf natürlich auch nicht fehlen, wenn irgendwo Unsinn erzählt wird. Klar, das eine solche Veranstaltung groß angekündigt werden muss. In den Kinos wird Marx is muss deswegen mit einem eigenen Trailer beworben:
Christian Lindner - Foto: Tulipana (via Wikipedia)
Christian Lindner ist der Jüngste in der dreiköpfigen Boygroup, die am Wochenende auch offiziell das Regiment in der FDP übernehmen wird. Der 32-Jährige ist seit dem letzten Bundesparteitag vor gut einem Jahr Generalsekretär der FDP, kommissarisch schon seit Ende 2009 im Amt, weil sein Vorgänger Dirk Niebel das Entwicklungshilfeministerium übernommen hatte.
Zwei Wochen nach Ausbruch der Reaktorkatastrophe in Fukushima machte Lindner – freilich im Namen der FDP – mit der Forderung auf sich aufmerksam, das zuvor von Kanzlerin Merkel verkündete dreimonatige Atom-Moratorium nicht mehr auslaufen zu lassen.