„Adieu“ in Forum Freies Theater, Düsseldorf – Oliver Paul – German Wikipedia – CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)
Die Bühnen pausieren, erst im September beginnt vielerorts die neue Spielzeit, doch in den Medien wird eifrig über mögliche Wege diskutiert, die das Theater nehmen könnte, um auf Interesse und Akzeptanz zu stoßen. Simon Strauß veröffentlichte in der FAZ ein Plädoyer für mehr Mut zu Fremdheit und Verstörung, um einer Provokationsspirale zu entkommen, die ihrer Konventionalität nicht entkommen kann. Abseits des Realismus, durch ‚magische‘ Bilder, erhofft er ein Publikum zurückzugewinnen, das die im Betrieb licht gewordenen Reihen wieder füllt, auch junge Leute anspricht, für die die bürgerliche Institution alles andere als selbstverständlich ist. Doch Worte ‚Magie‘ verweisen auf Traditionen aus steinzeitlichen Gesellschaften, aus zurückgebliebenen ländlichen Bezirken, auch in Europa, oder eine Romantik, die nicht wusste, nicht einmal ahnte, worüber sie sprach.
Auf dem Parkfest in Waltrop. Foto: Dieter Wirdeier
Neben der seit Generationen schon tief in der örtlichen ‚Bevölkerung‘ verwurzelten grundsätzlichen Rivalität der beiden Nachbarstädte Datteln und Waltrop im Kreis Recklinghausen gehört auch der ‚Kampf‘ der beiden Volksfeste der Gemeinden, das ‚Kanalfestival‘ in Datteln und das ‚Parkfest‘ in Waltrop, zum traditionell gepflegten Konkurrenzkampf der beiden Rivalen, welcher bereits seit Generationen die Region beschäftigt. Noch vor einigen Jahren tobte stets auch der Wettbewerb der jeweiligen Organisatoren, wer von beiden denn wohl im aktuellen Jahr mehr Besucher anlocken könnte, wer das schönere Wetter erwischen würde, wer das hochkarätigere Programm für seine Gäste auf die Bühne stellen würde.
Beide Städte brüsteten sich in Hochzeiten mit deutlich über 100.000 Besuchern am jeweiligen Wochenende. Sehr zum Leidwesen der Besucher schaukelten sich so auch die Eintrittspreise in den letzten Jahren Stück für Stück hoch. In Datteln durchbrach man zuletzt schon die 10 Euro-Marke für das 3-Tages-Ticket, in Waltrop lag man zuletzt immer noch noch leicht darunter.
In diesem Jahr wird es diesen Wettbewerb der Konkurrenten auf dieser Ebene erstmals so nicht mehr geben. Waltrop scheint den ‚Kampf‘, zumindest kurzfristig, gewonnen zu haben: Das Kanalfestival in Datteln ist nach dem Vorjahr faktisch kollabiert, findet in diesem Jahr nur noch mit halber Kraft (und Sparprogramm) statt. Schlechtes Wetter und Besucherrückgang im Vorjahr haben die Festivalkasse im Vorjahr über Gebühr geplündert. Nun heißt es in der Kanalstadt: Zurück zu den Anfängen! Auch in Waltrop verzichtete man nach Erhalt dieser Nachricht im Jahre 2015 offensichtlich, ob gewollt oder gezwungenermaßen, auf die Buchung der ganz großen ‚Headliner‘.
NRW: Städte verlieren im Bundesvergleich weiter an Boden…Welt NRW: Christian Lindner wirft Rot-Grün Versagen vor…RP Online Debatte: Professoren sind selten Intellektuelle…Zeit Debatte: Salafisten drohen FDP-Politiker Huch mit dem Tod…Welt Debatte: Griechenland – Die Sache ist noch lange nicht ausgestanden…FAZ Debatte: »Viele Soldaten waren von der Sinnlosigkeit des Kampfes überzeugt«…Jungle World Ruhrgebiet: Ruhrtriennale-Eröffnung in der Industriekathedrale…Deutschlandradio Bochum: Opel-Werk I – nur noch Weite und Leere und beinahe Stille…Der Westen Dortmund: Neonazis spielen sich als „Stadtschützer“ auf…Welt Duisburg: FOC – Vom „Aus“ will keiner sprechen…RP Online Essen: Post vom OB-Kandidaten Thomas Kufen – auch für Paß junior…Der Westen
Angeführt vom Dortmunder Ratsherr der Nazi-Partei Die Rechte, Michael Brück (Auf dem Bild links, der Kleine rechts ist Christoph Drewer) gingen in den vergangenen Tagen vier Mitglieder des rechtsradikalen Stadtschutzes auf Schwulenjagd. Ziel war ein Parkplatz an der A 45. Mit der gewohnten Wichtigtuerei, dokumentiert auf einem im Internet veröffentlichten Video, zogen Jurastudent Brück und seine Burschen durchs Gebüsch und sprachen jeden den sie trafen an um ihm zu sagen, das Geschlechtsverkehr in der Öffentlichkeit nicht erlaubt sei und sie für Recht und Ordnung sorgen würden, weil sie ja vom Stadtschutz wären. Etwas merkwürdig ist das alles schon, da die Dortmunder Nazi-Partei in der Tradition des 1991 an Aids verstorbenen offen homosexuell lebenden Nazis Michael Kühnen steht. Kühnen war bis zu seinem Tod ein enger Freund von Rechten-Chef Christian Worch und wäre mit dem Engagement der Nachwuchs-Kameraden wahrscheinlich nicht glücklich gewesen.
Am heutigen Freitag stand der zweite Prozess wegen des Rathaus-Überfalls in der Wahlnacht 2014 an. Beim letzten Mal wurde der Neonazi Patrick B. zu einer Geldstrafe von 800 € verurteilt (unser Bericht). Mit Lukas Bals stand heute ein Aktivposten der Dortmunder Naziszene vor Gericht. Bals begann seine politische Karriere in linken Zusammenhängen in Wuppertal, fiel dort jedoch, wie ehemalige Weggefährten schildern, vor allem durch seine Gewaltaffinität und dumme Sprüche auf. Entsprechend hielt er es nicht lange in der linken Szene aus und wechselte ins rechte Lager.
Hauptanklagepunkt beim heutigen Prozess war ein Körperverletzungsdelikt im Rahmen des Rathaus-Überfalls. Lukas Bals wurde vorgeworfen, der Piratenpolitikerin Nadja Reigl mit der Faust gegen den Kopf geschlagen zu haben. Weiterhin wurde über eine Nötigung verhandelt, die aber schnell eingestellt wurde, so dass das Gericht Bals nur wegen des Vorfalls am Wahlabend verurteilte: 90 Tagessätzen zu je 30 Euro, sowie Zahlung eines Schmerzensgeldes von 350 Euro an Nadja Reigl. Macht zusammen 3.050 Euro und einen weiteren Eintrag im langen Strafregister des Lukas Bals.
UPDATE 14.08.2015: EINE WOCHE VOR DEM START DES ZFR!
Keine Karten mehr zu bekommen sind für folgende Termine:
23.08. Zusatzshow Revolverheld, 25.08. Classic Night feat Bochumer Symphoniker, 27.08. Dieter Thomas Kuhn & Band, 28.08. Revolverheld, 29.08. Jochen Malmsheimer, 04.09. Kraftklub, 06.09. Luke Mockridge und 06.09. Enissa Amani.
Kurz vor dem Ausverkauf stehen (Restkarten):
23.08, Best Of 1LIVE Comedy und 29,08, Wilfried Schmickler
„Eine Woche vor dem Start knapp 65.000 Tickets verkauft zu haben ist für uns einmal mehr absolut überwältigend“, so Björn Gralla (Initiative ZfR).
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Vom 21. August – 06. September 2015 findet das mittlerweile achte Zeltfestival Ruhr in den Ruhrauen an der Stadtgrenze von Bochum zu Witten statt.
Das Programm – sowohl in den drei Eventzelten als auch auf Piazza und Piazetta – ist mit 38 Gastspielen und Konzerten längst komplett und läßt wieder kaum noch Wünsche offen.
Allerdings meldet der Veranstalter bereits schon ausverkaufte Shows, und aufgrund der anhaltenden starken Nachfrage Umverlegungen einzelner Events in größere Zelte.
Die Konzerte auf der Piazzabühne sind für alle Besucher, die schon auf dem Gelände sind, ohne weitere zusätzliche Tickets zu genießen.
Karten für die restlichen Konzerte und Shows von Rafael Cortes, Volker Rosin, Hans Liberg, Frank Gossen, Pamela Falcon, Clueso, Steve Hackett, Johannes Oerding, Tina Dico, Nighthawks, Joja Wendt, Michael Patrick Kelly, Jethro Tull’s Ian Anderson, Gerburg Jahnke, Stoppok Und Band, The Script, Mark Forster, Rea Garvey, Laith Al-Deen, Farin Urlaub … in den großen Eventzelten gibt es im Ticketshop unter : www.contrapromotion.com.
Das komplette Programm findet ihr auf der Internetseite desZFR 2015!
Mein Tipp : Mit der ZFR-Card erhält man an allen 17-Tagen freien Eintritt auf das Festivalgelände und kann täglich das große Angebot außerhalb der Zelte nutzen. Auch die Fahrt mit unseren Shuttlebussen ist inklusive. Der Vorverkauf der ZFR-Card erfolgt über die WAZ Leserläden in Bochum (Huestrasse 17-19) und Dortmund (Ostenhellweg 42-48).
Stand Else Walter 2014 www.else-walter.de
Der abwechslungsreiche und bunte Kunsthandwerkermarkt ist natürlich auch in diesem Jahr wieder fester Bestandteil des Areals. Internationale Künstler und Kunsthandwerker, Kreative und Designer bieten während der gesamten Festivalzeit ihr spannendes und stilvolles Sortiment an.
Italy Bologna – Portico cattedrale di San Pietro (lato di Via Altabella) – Sansavini Loredana, eigenes Werk – italiano Sansavini Loredana – Eigenes Werk – CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)
Wissenschaftspolitik, die nicht an der jeweiligen Sache ausgerichtet ist, geht fehl, besonders dann, wenn ein Reduktionismus auf erfassbare Ziffern betrieben wird, die kaum etwas preisgeben, lediglich eine unangemessene, eine irrationale Buchhaltung. Unter solchen Bedingungen ist der Betrieb vor allem Joblieferant und Marketing-Maschine, der seit einiger Zeit über verteilbare „Exzellenzen“ für gesellschaftliches Ansehen sorgt und zusätzliche Mittel vergibt, die forschungsrelevant sein können, besonders zur Schaffung weiterer Arbeitsplätze und zum Ankauf von Gerätschaften.
Seit Mitte Juli steht das diesjährige Programm für den Bochumer Musiksommer bereits fest, und ich möchte es euch natürlich nicht vorenthalten.
Vom vierten bis sechsten September sind wieder mehr als 100 Konzerte mit mehr als 1000 Künstlern in der Bochumer Innenstadt geplant. Dabei gibt es eine neue liebevolle kleine Bühne auf der Harmoniestraße zwischen dem Dr.-Ruer-Platz und der Kortumstraße. Hier lädt der Bochumer Songwriter Tommy Finke am Samstag und Sonntag gemeinsam mit weiteren Bands aus der Region zu „Wohnzimmerkonzerten“ ein. Mit dabei sein werden unter anderem Linda Bockholt von den Tengos, Nadine Blida, Jonas Kuenne, Hannes Weyland und Pele Caster.
Zu den bekanntesten Künstlern in diesem Jahr gehören der Bochumer DJ ATB, die Band Marquess und Schauspieler Uwe Ochsenknecht mit Band, der sich sicherlich freut seiner alten Heimat einen Besuch abzustatten. Ochsenknecht besuchte einst die Schauspielschule am Lohring. Gemeinsam mit Ex-Tatort-Kommissar Michael Fitz bilden Ochsenknecht und seine Band am Samstagabend das Programm auf dem Dr.-Ruer-Platz.
Jetzt auch erstklassig: Das kleine Stadion in Ingolstadt. Foto: Daniel Jentsch
Endlich geht’s wieder los, wird manch einer im Lande heute denken. Denn die Bundesliga startet heute Abend mit dem Spiel FC Bayern München gegen den Hamburger SV in ihre inzwischen schon 53. Saison. Nach dem spektakulären Ende im vergangenen Mai hat es bei allen 18 Clubs, welche in die neue Saison im Oberhaus gehen dürfen. etliche Veränderungen gegeben. Die Meinungen darüber, welcher Verein sich besonders gut und sinnvoll verstärkt hat, und welches Team vielleicht noch aktiv werden sollte auf dem Transfermarkt, gehen wie in jedem Jahr auseinander, auch bei den sogenannten Experten natürlich. Das macht die Sache ja auch stets so diskutabel und unberechenbar.
Einig sind sich in dieser neuen Spielzeit allerdings wohl fast alle, dass der große Titelfavorit einmal mehr FC Bayern München heißen dürfte, und das die Aufsteiger aus Darmstadt und Ingolstadt, welche auch die geringsten Etats und kleinsten Stadien haben, es vermutlich schwer haben dürften den Abstieg am Ende der Runde zu vermeiden. Doch auch hier sind Überraschungen in die eine oder andere Richtung natürlich grundsätzlich nicht ausgeschlossen.